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Heinz-Christian Strache vor Gerichtssaal in Wien wegen Prozess zu Casinos Austria und Lebensversicherung
Heinz-Christian Strache betritt einen Verhandlungssaal im Wiener Landesgericht, wo er sich ab 19. Mai im Zusammenhang mit Casinos Austria und einer Lebensversicherung vor Gericht verantworten muss.
Heinz-Christian Strache betritt einen Verhandlungssaal im Wiener Landesgericht, wo er sich ab 19. Mai im Zusammenhang mit Casinos Austria und einer Lebensversicherung vor Gericht verantworten muss.
APA/EVA MANHART

Heinz-Christian Strache vor Gericht: Richterin befangen

17.04.2026 um 15:06, Stefanie Hermann & APA, Red
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Heinz-Christian Strache muss vor Gericht. Die zuständige Richterin wurde wegen Befangenheit ausgeschlossen. Es geht um Casinos Austria und 300.000 Euro.

Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) muss sich ab 19. Mai vor Gericht verantworten. Das berichtete orf.at am Freitag. Ihm und zwei Verantwortlichen des Glücksspielkonzerns Novomatic werden Vorteilsannahme zur Beeinflussung bzw. Vorteilszuwendung vorgeworfen. Es geht um die Bestellung des FPÖ-nahen Managers Peter Sidlo zum Vorstand der Casinos Austria AG. Teil des Prozesses wird auch die "Causa Lebensversicherung" sein.

Strache vor Gericht: Prozess startet

Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) muss sich ab 19. Mai vor Gericht verantworten. Das berichtete orf.at am Freitag. Ihm und zwei Verantwortlichen des Glücksspielkonzerns Novomatic werden Vorteilsannahme zur Beeinflussung bzw. Vorteilszuwendung vorgeworfen. Es geht um die Bestellung des FPÖ-nahen Managers Peter Sidlo zum Vorstand der Casinos Austria AG. Teil des Prozesses wird auch die "Causa Lebensversicherung" sein.

Causa Casinos Austria im Fokus

In der Causa rund um die teilstaatliche Casinos Austria AG (CASAG) geht es um einen vermuteten Deal innerhalb der türkis-blauen Regierung im Glücksspielbereich. Ermittelt wurde nach einer anonymen Anzeige seit Juni 2019. Der Vorwurf: Es soll eine ÖVP-FPÖ-Vereinbarung gegeben haben, den der FPÖ nahestehenden Sidlo auf einem Ticket von CASAG-Miteigentümer Novomatic in den CASAG-Vorstand zu entsenden – obwohl er für diesen Posten nur wenig qualifiziert gewesen sein soll. Im Gegenzug soll die FPÖ u.a. Entgegenkommen bei etwaigen Gesetzesänderungen beim kleinen Glücksspiel nach der Wiener Wahl signalisiert haben.

Causa Lebensversicherung startet zuerst

Bis die Causa Casinos im Prozess Thema wird, dürfte es aber dauern. Bisher wurden acht Verhandlungstage bis 2. Juli festgelegt, diese sind aber für eine andere Thematik vorgesehen, bestätigte Christoph Zonsics-Kral, Sprecher des Landesgerichts Wien gegenüber der APA. Eigentlich hätte sich Strache bereits Anfang März vor Gericht verantworten müssen. Dem Ex-Vizekanzler wird Untreue vorgeworfen. Er soll versucht haben, sich die Prämie einer durch die Wiener FPÖ abgeschlossenen Lebensversicherung auszahlen zu lassen, die dafür da war, im Falle seines Ablebens seine Familie abzusichern. Dabei geht es um 300.000 Euro.

Weiterer Strafantrag gegen Strache

Der Prozess wurde jedoch aufgrund des weiteren Strafantrages abberaumt. Liegen gegen eine Person zwei Anklagen vor, müssen laut Strafprozessordnung beide in einer Hauptverhandlung und von einem Richter abgehandelt werden. Bei Strafanträgen der WKStA ergibt sich auch am Gericht eine Sonderzuständigkeit. Der konkrete Fall musste also einer Richterin oder einem Richter zugeteilt werden, der oder die auf Wirtschaftsstraf­sachen spezialisiert ist.

Richterin wegen Befangenheit ausgeschlossen

Die für den Prozess ausgewählte Richterin wurde allerdings wegen des Anscheins der Befangenheit ausgeschlossen. Der Grund: Der Ehemann der Richterin, ein Anwalt, ist in einem Ermittlungsverfahren der WKStA als Verteidiger von Wiens Ex-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus aufgetreten. Und Gudenus ist im nunmehrigen Prozess als Zeuge geladen, bestätigte Zonsics-Kral.

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