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Mirjam Puchner während eines Rennens in Kvitfjell
Speed-Spezialistin Mirjam Puchner hat für Dienstag zu einem Medientermin geladen, um über ein mögliches Karriereende zu sprechen.
Speed-Spezialistin Mirjam Puchner hat für Dienstag zu einem Medientermin geladen, um über ein mögliches Karriereende zu sprechen.
APA-Images / NTB / Cornelius Poppe

Rücktritt: ÖSV-Star hat sich entschieden

01.06.2026 um 12:37, Marcel Toifl
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ÖSV-Speed-Spezialistin Mirjam Puchner gibt am Dienstag ihre Zukunftspläne bekannt. Die Fans zittern vor einem möglichen Rücktritt des Ski-Stars.

Die rot-weiß-rote Ski-Welt steht vor einer Zerreißprobe und die Fans zittern um eines der bekanntesten Gesichter des heimischen Speed-Teams: Die Salzburger Mirjam Puchner hat für kommenden Dienstag eine Pressekonferenz einberufen. Im Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif wird die 34-Jährige vor den Medienvertretern ihre Zukunftspläne offenlegen. Im Raum steht die große Frage, ob die erfahrene Athletin dem alpinen Weltcupzirkus erhalten bleibt oder mit Ablauf ihrer selbst gesetzten Frist den endgültigen Rücktritt von der sportlichen Bühne verkündet.

Deadline Anfang Juni: Emotionale Videobotschaft ließ Zukunft völlig offen

Die Gerüchteküche brodelt bereits seit knapp drei Wochen heftig, als sich die gebürtige Schwarzacherin in einer emotionalen Video-Botschaft auf ihrem Instagram-Profil direkt an ihre Anhänger wandte. Unter dem Titel „Hör’ ich auf oder mach’ ich weiter?“ gewährte die Athletin einen tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt und hielt sich alle Optionen offen.

Die inneren Zweifel der Salzburgerin wurden in ihren ehrlichen Worten mehr als deutlich:

  • Die Zerrissenheit: „Höre ich auf oder mache ich weiter? Die Frage bekomme ich laufend gestellt – und ich stelle sie mir selbst auch. Die Gedanken um die Zukunft drehen sich. Zwischen Zweifel und Hoffnung, zwischen dem, was war, und dem, was noch kommen könnte“, gestand die Speed-Spezialistin offen.
  • Der Zeitplan: Gleichzeitig bat sie die Öffentlichkeit um etwas Geduld: „Bis Anfang Juni habe ich mir eine Deadline gesetzt und dann gibt es eine Entscheidung.“ Dieser Zeitplan steht nun, und die Frist läuft am Dienstag, dem 2. Juni 2026, offiziell ab.

Achterbahn der Gefühle: Große Erfolge und herbe Rückschläge im Olympia-Jahr

Dass sich Mirjam Puchner die Entscheidung über ein mögliches Karriereende alles andere als leicht macht, liegt an einer abgelaufenen Saison voller Höhen und Tiefen. Sie erlebte auf den Pisten eine regelrechte Achterbahn der Gefühle, die von Weltcup-Podestplätzen bis hin zu herben Enttäuschungen und einem folgenschweren Sturz reichte.

Ihre bisherige sportliche Bilanz im Überblick:

  • Starke Weltcup-Saison: In der Saison 2025/26 zeigte Puchner Spitzenleistungen, darunter ein dritter Platz in der Abfahrt von St. Moritz im Dezember 2025 sowie weitere Top-10-Plätze in Tarvisio und Crans-Montana.
  • Medaillensammlerin: Insgesamt hält die Österreicherin bei zwei Weltcupsiegen und stand neunmal auf dem Podium. Sie eroberte Olympia-Silber im Super-G von Peking 2022 und ist amtierende Vize-Weltmeisterin in der Abfahrt von Saalbach 2025.
  • Dämpfer bei Olympia 2026: Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina lief es hingegen überhaupt nicht nach Plan. Nach einem elften Platz in der Abfahrt schied sie im Super-G durch einen Fahrfehler nach wenigen Sekunden aus.

Beispiel an Hütter und Kriechmayr? Der ÖSV hofft auf die Fortsetzung

Für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) käme ein potenzieller Rücktritt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da die 34-Jährige seit Jahren zu den absoluten Leistungsträgern und tragenden Säulen der nationalen Speed-Mannschaft gehört. Die Fans klammern sich derweil an die positiven Beispiele aus dem direkten Mannschaftsumfeld.

Erst vor wenigen Wochen hatten sowohl Teamkollegin Cornelia Hütter als auch Ausnahmeathlet Vincent Kriechmayr ebenfalls mit Rücktrittsgedanken gespielt und zu Pressegesprächen geladen. Beide entschieden sich am Ende jedoch gegen ein Karriereende und hängten eine weitere Saison dran.

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