Hass-Welle gegen Kurz-Baby

Dass man in der Politik eine dicke Haut braucht, ist allseits bekannt, doch gewisse Dinge gehen unter die Gürtellinie: Nachdem Sebastian Kurz auf Social Media verkündete, dass er erstmals Vater wird (wir berichteten), bekam er nicht nur Glückwünsche zu hören. Im Gegenteil, zahlreiche Hass-Kommentare schlugen dem Kanzler und seiner Freundin entgegen. Doch nicht nur Kurz und Thier wurden beschimpft, sondern auch ihr ungeborenes Baby. Von derben Witzen über Drohungen war alles dabei. Mittlerweile wurde ein großer Teil der Hass-Kommentare bereits entfernt. 

"Es ist unerträglich"

Auch die ÖVP reagierte auf den Hass im Netz. Per Aussendung verkündete die stellvertretende VP-Generalsekretärin Gaby Schwarz: "Hier werden jegliche moralischen Grenzen überschritten. Äußerungen dieser Art haben in unserem Land gegenüber niemanden etwas verloren, egal ob gegen einen Politiker der neuen Volkspartei oder eine andere Person. Es ist unerträglich in welcher Form politisch Andersdenkende mittlerweile ihr wahres Gesicht und ihren untragbaren Hass kundtun. Es zeigt sich, wie blind vor Hass politische Gegner mittlerweile sind."

Morddrohungen und Beleidigungen

Auch andere Politiker fanden sich schon einmal sich einem ähnlichen Szenario wieder. Besonders schlimm war es für Alma Zadic. Als die Justizministerin im August 2020 ihre Schwangerschaft bekannt gab, erhielt sie einige Morddrohungen. Nach der Geburt des Kindes im Jänner deaktivierten große Tageszeitungen ihre Kommentarspalten, weil die Kommentare zu rassistisch wurden. 

Autor: Cornelia Scheucher, 12.07.2021