Seilbahn-Sprecher Hörl sorgt für Kopfschütteln

NAbg. Franz Hörl ist ein schwarzes Urgestein. Bei der Schilderung der Besitzverhältnisse im Heiligen Land Tirol hat er allerdings etwas verwechselt.
Autor: Gert Damberger, 19.09.2022 um 14:36 Uhr

Kommenden Sonntag finden in Tirol Landtagswahlen statt. Meinungsumfragen lassen einen krachenden Absturz der regierenden ÖVP unter dem Spitzenkandidaten Toni Mattle erwarten. Auf nunmehr 26 Prozent könnte Mattles Volkspartei absinken, ergab die letzte Sonntagsfrage. Zum Vergleich: 2018 erreichte die ÖVP unter dem seit 2008 regierenden Landeshauptmann Günther Platter 44,3 Prozent der Wählerstimmen.

"Toni ist der richtige Kandidat“

ÖVP-Nationalratsabgeordneter Franz Hörl, gebürtig aus Zell am Ziller, ist Sprecher der Seilbahnwirtschaft in der WKÖ. In der ORF-Sendung „Hohes Haus“ ignorierte er die Wahlprognosen und gab sich siegessicher. "Ich gehe schon davon aus, dass wir 37 bis 38 Prozent machen werden, weil der Toni der richtige Kandidat ist“, meinte Hörl. „In schwierigen Zeiten gehe ich davon aus, dass die Leute keine Experimente wollen."

Franz Hörl | Credit: Johann Groder / EXPA / picturedesk.com

Tiwag, Hypo, Wohnbauförderung

Hörl wies auf die notorische Führungsrolle der ÖVP im „heiligen Tirol“ hin. "Wir regieren seit dem Zweiten Weltkrieg dieses Land. Uns gehört die Tiwag, uns gehört die Wohnbauförderung, uns gehört die Hypo Bank", tönte Hörl, der in seinem Überschwang etwas verwechselt haben dürfte. Der Landesenergieversorger Tiwag gehört zu 100 Prozent dem Land Tirol, ebenso wie die Hypo. Selbstverständlich ist auch die Wohnbauförderung nicht Partei-, sondern Landessache.