Familienbonus bleibt – aber Familienbeihilfen werden real weniger
- Familienbonus bleibt: Keine Erhöhung
- Keine Valorisierung: Familien warten
- Familienbonus bei 2.000 Euro
- Millionen für Kinderbetreuung
- Neues Integrationsgesetz geplant
- Familienbonus bleibt, Kaufkraft sinkt
Der Familienbonus bleibt bestehen, doch bei anderen Leistungen gibt es einen Dämpfer: Die Bundesregierung setzt die automatische Anpassung an die Inflation erneut aus. Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) bestätigt im Zuge der Budget-Einigung, dass zahlreiche Familien- und Sozialleistungen auch 2026 nicht erhöht werden.
Familienbonus bleibt, keine Erhöhung bei Leistungen
Der Familienbonus bleibt bestehen, doch bei anderen Leistungen gibt es einen Dämpfer: Die Bundesregierung setzt die automatische Anpassung an die Inflation erneut aus. Familienministerin Claudia Bauer bestätigt, dass zentrale Sozialleistungen auch im Jahr 2026 nicht valorisiert werden.
Keine Valorisierung: Familien warten
Die sogenannte Valorisierung, also die jährliche Anpassung von Leistungen an die Inflation, bleibt ein weiteres Jahr ausgesetzt. Betroffen sind voraussichtlich Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Krankengeld. Welche Leistungen konkret gestrichen werden, ist noch offen. Das Pflegegeld dürfte hingegen ausgenommen bleiben.
Familienbonus bei 2.000 Euro
Für erwerbstätige Eltern bleibt der Familienbonus stabil. Wie Bauer betont, beträgt dieser weiterhin 2.000 Euro pro Kind und Jahr, wenn beide Eltern berufstätig sind. Der Bonus gilt ab dem ersten Steuer-Euro und bleibt damit eine der wichtigsten steuerlichen Entlastungen für Familien.
Noch offen ist, wie sich der Bonus künftig gestaltet, wenn ein Elternteil nicht erwerbstätig ist und sich der Kinderbetreuung widmet. Laut Ministerium laufen dazu weitere Gespräche.
Millionen für Kinderbetreuung
Während die Valorisierung ausgesetzt wird, verschiebt die Regierung den Fokus deutlich: In den kommenden zwei Jahren fließen jeweils 300 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung. Ziel ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Geplant sind mehr Betreuungsplätze, längere Öffnungszeiten und weniger Schließtage. Damit reagiert die Regierung auf langjährige Forderungen von Eltern und Wirtschaft.
Neues Integrationsgesetz geplant
Parallel dazu kündigt Bauer ein politisch umstrittenes Vorhaben an: Noch vor dem Sommer soll ein Integrationspflichten-Gesetz beschlossen werden. Dieses ist Teil einer größeren Sozialhilfe-Reform.
Künftig soll die volle Sozialhilfe erst dann zustehen, wenn Integrationsmaßnahmen erfüllt wurden. In den Verhandlungen innerhalb der Regierung sieht Bauer bereits „Bewegung“.
Familienbonus bleibt, Kaufkraft sinkt
Der Familienbonus bleibt zwar unverändert, doch durch die fehlende Inflationsanpassung verlieren viele Familien real an Kaufkraft. Gleichzeitig setzt die Regierung mit Investitionen in die Kinderbetreuung einen langfristigen Schwerpunkt. Ob dieser Ausgleich gelingt, wird sich erst zeigen.