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Claudia Bauer bei Pressekonferenz: Familienbonus bleibt, keine Valorisierung Familienleistungen Österreich
Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) erklärt, warum der Familienbonus bleibt, aber die Valorisierung von Familienleistungen ausgesetzt wird.
Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) erklärt, warum der Familienbonus bleibt, aber die Valorisierung von Familienleistungen ausgesetzt wird.
BKA/Valentin Brauneis

Familienbonus bleibt – aber Familienbeihilfen werden real weniger

28.04.2026 um 16:32, Stefanie Hermann
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Der Familienbonus bleibt 2026 unverändert, viele Leistungen werden nicht erhöht. Die Regierung investiert Millionen in Kinderbetreuung statt Valorisierung.

Der Familienbonus bleibt bestehen, doch bei anderen Leistungen gibt es einen Dämpfer: Die Bundesregierung setzt die automatische Anpassung an die Inflation erneut aus. Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) bestätigt im Zuge der Budget-Einigung, dass zahlreiche Familien- und Sozialleistungen auch 2026 nicht erhöht werden.

Familienbonus bleibt, keine Erhöhung bei Leistungen

Der Familienbonus bleibt bestehen, doch bei anderen Leistungen gibt es einen Dämpfer: Die Bundesregierung setzt die automatische Anpassung an die Inflation erneut aus. Familienministerin Claudia Bauer bestätigt, dass zentrale Sozialleistungen auch im Jahr 2026 nicht valorisiert werden.

Keine Valorisierung: Familien warten

Die sogenannte Valorisierung, also die jährliche Anpassung von Leistungen an die Inflation, bleibt ein weiteres Jahr ausgesetzt. Betroffen sind voraussichtlich Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Krankengeld. Welche Leistungen konkret gestrichen werden, ist noch offen. Das Pflegegeld dürfte hingegen ausgenommen bleiben.

Familienbonus bei 2.000 Euro

Für erwerbstätige Eltern bleibt der Familienbonus stabil. Wie Bauer betont, beträgt dieser weiterhin 2.000 Euro pro Kind und Jahr, wenn beide Eltern berufstätig sind. Der Bonus gilt ab dem ersten Steuer-Euro und bleibt damit eine der wichtigsten steuerlichen Entlastungen für Familien.

Noch offen ist, wie sich der Bonus künftig gestaltet, wenn ein Elternteil nicht erwerbstätig ist und sich der Kinderbetreuung widmet. Laut Ministerium laufen dazu weitere Gespräche.

Millionen für Kinderbetreuung

Während die Valorisierung ausgesetzt wird, verschiebt die Regierung den Fokus deutlich: In den kommenden zwei Jahren fließen jeweils 300 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung. Ziel ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Geplant sind mehr Betreuungsplätze, längere Öffnungszeiten und weniger Schließtage. Damit reagiert die Regierung auf langjährige Forderungen von Eltern und Wirtschaft.

Neues Integrationsgesetz geplant

Parallel dazu kündigt Bauer ein politisch umstrittenes Vorhaben an: Noch vor dem Sommer soll ein Integrationspflichten-Gesetz beschlossen werden. Dieses ist Teil einer größeren Sozialhilfe-Reform.

Künftig soll die volle Sozialhilfe erst dann zustehen, wenn Integrationsmaßnahmen erfüllt wurden. In den Verhandlungen innerhalb der Regierung sieht Bauer bereits „Bewegung“.

Familienbonus bleibt, Kaufkraft sinkt

Der Familienbonus bleibt zwar unverändert, doch durch die fehlende Inflationsanpassung verlieren viele Familien real an Kaufkraft. Gleichzeitig setzt die Regierung mit Investitionen in die Kinderbetreuung einen langfristigen Schwerpunkt. Ob dieser Ausgleich gelingt, wird sich erst zeigen.

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