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Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) treibt die Verhandlungen zum Doppelbudget 2027/2028 voran und sucht Milliarden für Einsparungen.
Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) treibt die Verhandlungen zum Doppelbudget 2027/2028 voran und sucht Milliarden für Einsparungen.
APA-Images / APA / ROLAND SCHLAGER

Doppelbudget: Jetzt geht es den Pensionen an den Kragen

27.04.2026 um 12:50, Stefanie Hermann
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Regierung ringt um das Doppelbudget 2027/2028: 5 Milliarden fehlen. Einschnitte bei Pensionen, höhere Steuern und neue Belastungen geplant.

Die Bundesregierung steht kurz vor einer Einigung auf das Doppelbudget 2027/2028. Nach intensiven Verhandlungen sollen die Grundlinien noch heute fixiert werden. Klar ist bereits jetzt: Das Budget fällt deutlich umfangreicher aus als ursprünglich geplant. Noch am Montag sollen die Parteichefs im Bundeskanzleramt die letzten offenen Punkte klären.

Doppelbudget vor Einigung

Die Bundesregierung steht kurz vor einer Einigung auf das Doppelbudget 2027/2028. Nach intensiven Verhandlungen sollen die Grundlinien noch heute fixiert werden. Klar ist bereits jetzt: Das Budget fällt deutlich umfangreicher aus als ursprünglich geplant. Noch am Montag sollen die Parteichefs im Bundeskanzleramt die letzten offenen Punkte klären.

Doppelbudget wird teurer als erwartet

Ursprünglich hat Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) Einsparungen von rund zwei bis 2,5 Milliarden Euro angepeilt. Inzwischen zeigt sich, dass das Doppelbudget deutlich mehr Mittel erfordert. Aktuell ist von über drei Milliarden Euro die Rede, insgesamt muss die Regierung sogar rund fünf Milliarden Euro aufbringen. Statt der ursprünglich geplanten 2 bis 2,5 Milliarden Euro liegt das Konsolidierungsvolumen damit um mehr als drei Milliarden Euro höher.

Grund dafür sind zusätzliche Maßnahmen sowie der Versuch, gleichzeitig Spielraum für Entlastungen zu schaffen. Damit wächst der Druck auf die Koalition, neue Einnahmequellen zu erschließen.

Banken und Unternehmen stärker im Fokus

Ein zentraler Hebel im Doppelbudget ist die Bankenabgabe. Diese soll verlängert und zumindest auf dem aktuellen Niveau fortgeführt werden. Bereits bisher hat sie jährlich rund 350 Millionen Euro eingebracht.

Auch Unternehmen müssen sich auf Anpassungen einstellen. Geplant ist eine moderate Erhöhung der Körperschaftsteuer von 23 auf 24 Prozent. Diese Maßnahme soll allerdings nur für besonders profitable Betriebe gelten und nicht flächendeckend umgesetzt werden.

Eingriffe bei Pensionen geplant

Ein besonders sensibler Punkt im Doppelbudget betrifft die Pensionen. Für die Jahre 2027 und 2028 ist vorgesehen, die Anpassungen nicht vollständig an die Inflation zu koppeln. Damit will die Regierung mehrere hundert Millionen Euro einsparen.

Details dazu sind noch offen, politisch gilt dieser Schritt jedoch bereits als weitgehend fix.

Entlastung für Betriebe als Ausgleich

Parallel zu den Einsparungen plant die Regierung auch Entlastungen. Im Zentrum steht eine Senkung der Lohnnebenkosten um etwa einen Prozentpunkt. Diese Maßnahme soll über den Familienlastenausgleichsfonds finanziert werden und Unternehmen spürbar entlasten.

Zusätzlich ist ein Bonus für längeres Arbeiten im Gespräch, um Anreize für eine höhere Erwerbsbeteiligung zu schaffen.

Doppelbudget als Balanceakt der Koalition

Nach der Einigung auf die großen Linien folgen nun Detailverhandlungen in den Ministerien. Die endgültige Präsentation des Doppelbudgets ist für die Budgetrede am 10. Juni geplant.

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