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Markus Marterbauer vor Österreich-Flagge mit Sparschwein Symbol für Sparpaket Budget 2027 2028
Finanzminister Markus Marterbauer präsentiert Sparpaket – Budget 2027/2028 bringt Einschnitte für Bevölkerung
Finanzminister Markus Marterbauer präsentiert Sparpaket – Budget 2027/2028 bringt Einschnitte für Bevölkerung
APA-Images / APA / HELMUT FOHRINGER | KI-generiert / dall.e / Stefanie Hermann

Budget-Hammer: Wen das Sparpaket jetzt wirklich hart trifft

10.06.2026 um 16:17, Stefanie Hermann
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Das neue Budget bringt Einschnitte für Millionen. Wer jetzt mehr zahlen muss, wen es besonders hart trifft – und wer profitiert. Alle Details.

Das neue Doppelbudget bringt spürbare Einschnitte für große Teile der Bevölkerung. Für viele bedeutet das konkrete Mehrbelastungen. Die Bundesregierung setzt auf einen Mix aus Sparmaßnahmen und Entlastungen.

Insgesamt umfasst das Paket rund fünf Milliarden Euro für die Jahre 2027 und 2028, davon jeweils etwa 2,5 Milliarden Euro an Einsparungen und Offensivmaßnahmen. Ziel ist es, das Budgetdefizit bis 2028 unter drei Prozent des BIP zu senken und damit das EU-Defizitverfahren zu beenden. Die Belastungen sind jedoch ungleich verteilt. Die Regierung bezeichnet den Sparkurs als notwendig, um die Staatsfinanzen langfristig zu stabilisieren.

So wird das Sparpaket aufgeteilt

Den größten Anteil an der Budgetsanierung tragen Unternehmen, Banken und staatsnahe Betriebe mit insgesamt 44 Prozent. Dahinter folgen Besserverdienende (12 Prozent), Pensionisten (13 Prozent) und Arbeitnehmer (9 Prozent).

Auch Familien (6 Prozent) sowie Einsparungen in Verwaltung (12 Prozent) und bei Förderungen (4 Prozent) tragen zur Konsolidierung bei.

Pensionisten, Arbeitnehmer und Familien besonders betroffen

Vor allem Pensionisten müssen Einschnitte hinnehmen. Die Pensionen werden auch 2027 und 2028 unter der Inflationsrate angepasst. Für 2027 ist eine Erhöhung von 2,95 Prozent vorgesehen. Zudem werden Leistungen etwa für Kuren und Reha reduziert.

Auch Arbeitnehmer sind betroffen. Änderungen bei der Arbeitslosenversicherung sowie der Wegfall von Begünstigungen wie der Telearbeit-Pauschale führen zu Mehrbelastungen. Besserverdienende werden unter anderem durch höhere Sozialversicherungsbeiträge, Anpassungen bei der Immobilienbesteuerung sowie Abgaben auf hohe Pensionen stärker belastet.

Familien trifft es durch das Einfrieren von Leistungen wie Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld. Zusätzlich wird der Familienbonus teilweise eingeschränkt.

Wirtschaft trägt größten Anteil

Den größten Beitrag zur Konsolidierung leisten Unternehmen und Banken. Dazu zählen unter anderem eine höhere Bankenabgabe, Anpassungen bei der Körperschaftssteuer sowie höhere Dividenden von staatsnahen Betrieben.

Auch neue Regelungen im Glücksspielbereich und zusätzliche Abgaben für ältere Beschäftigte sollen Einnahmen bringen.

Entlastungen erst später geplant

Gleichzeitig setzt die Regierung auf gezielte Entlastungen. Die wichtigste Maßnahme ist die geplante Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028.

Zudem sind Investitionen in Bereiche wie Bildung, Pflege und Arbeitsmarkt vorgesehen, um langfristig Wachstum zu stärken. Klar ist: Für viele wird das Budget im Alltag spürbar.

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