Die „CO2-Steuer“ wird vorerst verschoben

Die Regierung bastelt an einem Entlastungspaket. Dem Vernehmen nach soll die Kohlendioxyd-Bepreisung (u. a. von Heizöl und Treibstoff) erst im Herbst starten.
Autor: Gert Damberger, 07.06.2022 um 14:39 Uhr

Am 1. Juli hätte die so genannte „CO2-Bepreisung“ starten sollen, ein Prestigeprojekt von Umwelt- und Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) und ein Kernstück der „ökosozialen Steuerreform“ der Regierung. Sie sieht vor, CO-Emissionen jedes Jahr teurer zu machen, um so einen „Lenkungseffekt" zu erzielen.

Heizöl wird nochmals um 10 Cent teurer

Wie aus Regierungskreisen zuletzt durchsickerte, wird die Einführung der neuen Steuer mit Rücksicht auf die von Inflation und massiven Preissteigerungen gebeutelte Bevölkerung vorerst verschoben, und zwar auf den Oktober 2022. Die CO2-Steuer betrifft Autofahrer und Heizölkäufer unmittelbar. Laut einer Berechnung des Wifo bedeutet sie in einer ersten Stufe einen Preisanstieg von 7,7 Cent (inkl. MWst.) je Liter Benzin und 8,8 Cent (inkl. MWSt) je Liter Diesel. Heizöl wird nach dieser Rechnung nochmals um 9,7 Cent (inkl. MWSt.) pro Liter teurer.