Zwei Wochen 3G: Die Bilanz der Unternehmen

Welche Erfahrungen mit 3 G am Arbeitsplatz haben Unternehmen knappe zwei Wochen nach der Einführung gemacht? Weekend hat die Wirtschaftskammer nach dem Feedback aus den Betrieben gefragt. 

Mit welchen Anliegen und Rückmeldungen wenden sich die Arbeitgeber derzeit gehäuft an die WKO?

Es gibt einen erhöhten Informationsbedarf zu 3G am Arbeitsplatz in den Betrieben, weshalb wir als Wirtschaftskammer auch verstärkt in Form von Webinaren, Newslettern etc. informieren. Vor allem bezüglich der Kontrollen durch den Arbeitgeber gibt es Anfragen, zum Beispiel zur Durchführung der Kontrollen bei Außendienstmitarbeitern.

 

Uns sind aktuell keine Fälle bekannt, wo Mitarbeiter aufgrund von fehlenden Tests nicht zur Arbeit kommen.

Wie reibungslos verlaufen die Kontrollen durch die Betriebe? Hat sich die Situation in den Betrieben maßgeblich geändert?

Die Wirtschaftskammer konnte erreichen, dass stichprobenartige Kontrollen oder auch Aushänge genügen. Zudem gibt es bis 14.11.2021 für ArbeitnehmerInnen ohne 3G-Nachweis noch die Möglichkeit stattdessen eine FFP2-Maske zu tragen.

Werden sich nach dieser Karenz die PCR-Tests überhaupt noch ausgehen? Dann müsse alle Ungeimpften vor der Arbeit testen gehen. Schon jetzt gibt es zum Teil extrem lange Wartezeiten auf das Ergebnis.

Wichtig für die Umsetzung der 3G-Regel am Arbeitsplatz ist, dass ein umfassendes Testangebot in Form von flächendeckenden, niederschwelligen Testmöglichkeiten geschaffen wird.  Ein leicht zugängliches Angebot für PCR-Tests ist auch eine zusätzliche Sicherheit für Geimpfte, etwa zur Ermöglichung von Weihnachtsfeiern.

Gibt es Zahlen, wie viele Mitarbeiter – ungeimpft und  auf ihre Testergebnisse wartend -  den Betrieben fehlen?

Uns sind aktuell keine Fälle bekannt, wo Mitarbeiter aufgrund von fehlenden Tests nicht zur Arbeit kommen. (Bis Ende der Woche genügt noch die Maske, Anm.).

 

Bei aller Kritik im eigenen Land: In zahlreichen Ländern gelten die Maßnahmen in Österreich als vorbildlich - und nachahmenswert.

Autor: Andrea Schröder, 11.11.2021