Peter Hacker: Omikron diktiert Quarantäne-Regeln neu

Wer wegen Corona in Quarantäne muss, kann sich nach zehn Tagen "freitesten": Ist man negativ, darf man wieder unter Menschen. Nicht so bei Omikron. Wer sich diese Variante eingefangen hat, muss in künftig volle 14 Tage in Quarantäne ausharren. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) nennt das eine „notwendige Maßnahme“.

Wir versuchen am Beginn, die Infektion so flach wie möglich zu halten. Dann können wir auf die Variante zurück, die wir kennen.

Strengere Maßnahmen

In Delta-Fällen werden auch die Kontakte unterschieden, etwa in einem Haushalt oder in der Schule. Bisher gab es  besonders ansteckungsgefährdete Kontaktpersonen der Kategorie eins (K1) und weniger gefährdete Kontaktpersonen der Kategorie zwei (K2). Ist Omikron im Spiel, so entfällt das. Es gibt dann nur noch K1-Personen. 

„Nicht überraschend“ findet Peter Hacker, dass die Omikron-Variante noch infektiöser sei. Im Ö1 Morgenjournal sagte der SPÖ-Politiker aber auch: „Wir sind uns gar nicht so sicher, ob wirklich mehr Krankheit entsteht. Sicher sind wir jedenfalls, dass durch die dritte Impfung das Abwehrsystem des Körpers so gestärkt ist, dass es gut Widerstand gegen die Infektion und die schwere Krankheit leisten kann.“

Omikron-Risiko wird erhoben

Derzeit sind in Wien rund  50 Menschen nachgewiesenermaßen mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert,  um die 75  bundesweit.  Im Jänner soll es genauere Daten über die Gefährlichkeit des Delta-Nachfolgers geben. Berechnungen werden dann zeigen, wie hoch das Risiko ist, schwer erkranken.

Dilemma Weihnachten

Wird es durch Familienfeiern und weihnachtlichen Treffen zu einem Infektionsanstieg kommen? Peter Hacker: "Die Menschen treffen sich, und das ist gut und das muss und soll auch so sein. Man kann nur empfehlen, dass vor Familientreffen PCR-Tests gemacht werden. In Kombination mit Schutzimpfung gibt das doch ein hohes Maß an Sicherheit.“

 

Autor: Andrea Schröder, 15.12.2021