Sportförderung wird gekürzt: Hier setzt Rotstift im Budget an
- Allgemeine Sportförderung wird gekürzt
- Deutlicher Einschnitt bei Sportförderung
- Erhöhung unter Kogler, dann Sparpaket
- Budget für tägliche Bewegungseinheit wird erhöht
Die Allgemeine Sportförderung der österreichischen Bundesregierung wird weiter zurückgefahren. Laut dem von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) am Mittwoch präsentierten Doppelbudget 2027/28 soll bei Großveranstaltungen, Infrastruktur und übergreifenden Projekten eingespart werden. Die Besondere Sportförderung hingegen wird wie angekündigt auf 120 Mio. Euro gesteigert. Die Tägliche Bewegungseinheit für Kinder und Jugendliche in Kindergärten und Schulen wird aufdotiert.
Deutlicher Einschnitt bei Sportförderung
Der Einschnitt bei der Allgemeinen Sportförderung ist spürbar. 2023 etwa lag sie bei 95,9 Mio. Euro, 2027 wird auf 78 Mio. Euro und 2028 um weitere gut fünf Prozent auf 74 Mio. Euro gekürzt. "Das kann Verschiebungen bei Infrastrukturprojekten bedeuten", hieß es aus dem Sportministerium. Demnach werden Projekte im Bereich "Sport und Gesellschaft" außerhalb des Kernbereichs des Ministeriums nicht mehr bzw. vermindert gefördert. Gewinnorientierte Sportevents privater Veranstalter müssen demnach mit Rückgängen bzw. gestrichenen Förderungen rechnen.
Erhöhung unter Kogler, dann Sparpaket
Die Besondere Sportförderung war für 2023 erstmals seit 2011 erhöht worden, um 50 Prozent bzw. auf 120 Mio. Euro. Der damalige Sportminister Werner Kogler (Grüne) hatte da von einem Mindestbetrag gesprochen. Dann aber kam das Sparpaket und eine Reduktion auf 110 Mio. Euro sowie der Aufschrei vieler Fachverbände wegen knapper gewordener Mittel. Der Zusage der Rückführung auf 120 Mio. Euro wird nun nachgekommen. Man habe bei der Förderung der Sportverbände Wort gehalten, so das Sportministerium von Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ).
Budget für tägliche Bewegungseinheit wird erhöht
Für die Tägliche Bewegungseinheit sind 25 statt bisher 20 Millionen Euro pro Jahr geplant. Daher könnten 75.000 zusätzliche Bewegungseinheiten umgesetzt werden. "Anstatt gewinnorientierte Veranstaltungen mit Millionenpreisgeldern zu überfördern, wollen wir in die sportliche Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen investieren", sagte Babler. Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) ergänzte: "Bewegte Kinder sind gesunde Kinder, und gesunde Kinder sind glückliche Kinder – mit positiven Folgen für Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit und Zusammenhalt."