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Mike Shinoda und Emily Armstrong von der Band Linkin Park während eines Konzerts bei Rock im Park (D)
Für die heutige Stadionshow in Wien dürfen die Fans von Linkin Park mit einem extralangen XXL-Set von fast 30 Songs rechnen.
Für die heutige Stadionshow in Wien dürfen die Fans von Linkin Park mit einem extralangen XXL-Set von fast 30 Songs rechnen.
APA-Images / dpa / Daniel Karmann

Linkin Park in Wien: Diese Songs wollen Sie spielen

09.06.2026 um 13:44, Marcel Toifl
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Heute spielen Linkin Park ein lang ersehntes Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Die vermeintliche Setlist verspricht Klassiker sowie neues Material.

Im Rahmen ihrer triumphalen „From Zero World Tour“ verwandeln Linkin Park das Wiener Ernst-Happel-Stadion in ein kochendes Tollhaus. Rund 60.000 Besucher wollen vor allem eines wissen: Welche Songs schaffen es auf die heutige Setlist? Eine Analyse der bisherigen fünf Europa-Konzerte (Stockholm, Hamburg und die deutschen Zwillingsfestivals) zeigt ein klares, stabiles Muster. Da es sich in Wien um eine eigenständige Stadionshow und nicht um ein zeitlich begrenztes Festival handelt, dürfen sich die Fans auf ein XXL-Set mit schätzungsweise 26 bis 29 Songs freuen, das den Fokus auf die größten Kulthits sowie das neue Material legt.

Das Baukasten-Prinzip: Warum die Setlist modular aufgebaut ist

Die wichtigste Erkenntnis aus den bisherigen Tourstopps lautet: Linkin Park erfinden das Rad nicht jeden Abend komplett neu, über 20 Jahre Bühnenerfahrung machen sich bezahlt. Das bedeutet, dass ein fixes Grundgerüst aus etwa 16 bis 18 Songs besteht, die an jedem einzelnen Abend performt werden. Dazwischen sind mehrere Variablen eingebaut, bei denen pro Show sechs bis zehn Plätze flexibel ausgetauscht werden.

Dieses Vorgehen ist bei gigantischen Stadionproduktionen aus mehreren Gründen absolut üblich:

  • Technische Synchronisation: Die komplexen, monumentalen Lichtshows, Video-Visuals und Pyro-Effekte sind sekundengenau auf die Übergänge der Songs programmiert.
  • Stimmliche Schonung: Die Setlist muss so balanciert sein, dass die neue Frontfrau Emily Armstrong bei den extremen Screams stimmlich entlastet wird und regelmäßige Ruhephasen (wie Solos oder ruhigere Balladen) bekommt.
  • Stadion-Vorteil für Wien: Bei den jüngsten Auftritten bei Rock am Ring und Rock im Park mussten die Musiker ihr Set aus Zeitgründen drastisch kürzen. In Wien fehlen diese Festival-Restriktionen. Es ist daher stark davon auszugehen, dass die Band das umfangreiche Hamburger Format wählt – inklusive des Joe Hahn Solos, des „Empty Spaces“-Intros und des beliebten „Remember the Name“-Medleys.

Die unverrückbaren Fixpunkte: Diese Hits sind zu 100 Prozent gesetzt

Dank der exakten Tour-Statistiken lassen sich jene Songs herausfiltern, die bei ausnahmslos allen fünf bisherigen Europa-Konzerten gespielt wurden. Sie bilden das unumstößliche Rückgrat in der Setlist der Show und gelten für das Ernst-Happel-Stadion als absolut sicher. Dazu gehört allen voran der Megahit „In the End“, welcher als meistgestreamter Song der Bandgeschichte und als ultimativer Mitsing-Garant im Zugaben-Block (Encore) fest verankert ist.

Neben den Klassikern nutzt die Band die Tournee auch intensiv, um ihr aktuelles Album im großen Stil zu promoten. Zwischen sechs und neun Songs stammen pro Abend aus der neuen Ära. Zu den absoluten Live-Garanten zählen hierbei:

  • „The Emptiness Machine“ und „Heavy Is the Crown“ (die neuen Hymnen sind live bereits feste Säulen)
  • „Up From the Bottom“ und das hochenergetische „Two Faced“

Ergänzt wird dieser Block durch die Evergreens „Numb“, „What I've Done“, „Breaking the Habit“, „Burn It Down“, „The Catalyst“, „Waiting for the End“, „One Step Closer“, „Bleed It Out“, „Papercut“ und das furiose „Faint“.

Die spannenden Rotations-Slots: Welche Überraschungen blühen Wien?

Besonders reizvoll für die Fans im Stadion wird die Frage, welche Songs die Band in die flexiblen Variablen einbaut. Hier zeichnen sich auf den verschiedenen Positionen der Setlist recht klare Duelle ab. Uu Beginn des Konzerts rotiert die Band regelmäßig zwischen den emotionalen Meisterwerken „Somewhere I Belong“ und „Crawling“ – in Wien stehen die Chancen gut, dass die Fans sogar in den Genuss beider Songs kommen.

Für die härteren Passagen des Abends greift die Band tief in die Kiste der bandeigenen Historie:

  • Der "Nu-Metal"-Slot: Hier wechseln sich die Nu-Metal-Brecher „A Place for My Head“, „Points of Authority“ und „From the Inside“ ab. Während des Rock am Ring-Auftritts wurde überraschend „With You“ ausgepackt – für die Soloshow in Wien gelten die Klassiker „A Place for My Head“ oder „Crawling“ jedoch als deutlich wahrscheinlicher.
  • Der schwere From-Zero-Slot: Bei den neuen, aggressiven Tracks wechseln sich die Songs fast im perfekten Rhythmus ab. Nachdem Rock am Ring den Song „IGYEIH“ und Rock im Park den Brecher „Casualty“ bekam, deutet für Wien alles auf die Live-Premiere von „Unshatter“ oder eine Rückkehr von „Casualty“ hin.
  • Der Balladen- & Überraschungs-Slot: Für die emotionalen Verschnaufpausen stehen „Stained“, „Good Things Go“ oder „Over Each Other“ bereit, während im hinteren Teil des Sets gerne Pophits wie „New Divide“ oder „Lost in the Echo“ eingestreut werden.

Die wahrscheinlichste Wien-Setlist: Der Konzertabend im chronologischen Ablauf

Kombiniert man das modular programmierte Grundgerüst mit den Vorzügen einer abendfüllenden Stadionshow, ergibt sich die folgende, wahrscheinlichste Setlist für das heutige Open-Air-Spektakel in Wien. Die prognostizierte Trefferquote dieser Ableitung liegt erfahrungsgemäß bei stolzen 70 bis 80 Prozent:

Act I (Der Opener-Block)
Inception Intro C / Lying From You / Crawling / Up From the Bottom / Somewhere I Belong / The Emptiness Machine

Act II (Das emotionale Zentrum)
Creation Intro C / The Catalyst / Burn It Down / Where'd You Go / Waiting for the End / Two Faced / A Place for My Head / Unshatter (oder Casualty) / One Step Closer

Act III (Das große Finale)
Break/Collapse / Lost / Breaking the Habit / Overflow / What I've Done / Numb / Heavy Is the Crown / Bleed It Out

Encore (Die monumentale Zugabe)
Papercut / In the End / Faint / Pass the Mic

Wer für das Konzert noch restliche Anreise-Infos sucht oder den aktuellen Staumeldungen rund um den Prater und die Südosttangente (A23) entgehen möchte, sollte wegen des massiven Andrangs von 60.000 Menschen unbedingt auf die U-Bahn-Linie U2 ausweichen.

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