Blackout-Vorsorge: Was ist in den Sackerln vom Supermarkt?

Wie kommen ÖsterreicherInnen im Falle eines Blackouts an Lebensmittel? Das haben die zuständigen Minister mit Vertretern der wichtigsten Schlüsselstellen beraten. Der Plan.
Autor: Andrea Schröder, 30.11.2022 um 15:50 Uhr

Die Versorgungssicherheit der heimischen Bevölkerung im Falle eines Blackouts zu gewährleisten: Dieses Ziel verfolgte ein dicht besetzter Runder Tisch.

Bei den Beratungen dabei: Norbert Totschnig (Landwirtschaftsminister), Leonore Gewessler (Energieministerin), Vertreter weiterer Ministerien sowie der Nationalbank, des Bundesheers, Vorstandsmitglieder der wichtigsten Energie-Unternehmen und Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Menschen sitzen am Tisch, drehen sich Richtung Kamera um

Tag Eins: Läden bleiben zu

Eines der wichtigsten Ergebnisse: Lebensmittelhändler geben im Ernstfall rationierte Sackerl an die Bevölkerung aus - nur Bares ist dann allerdings Wahres.

Zum Supermarkt pilgern ist erst ab Tag Zwei eines flächendeckenden Stromausfalls sinnvoll: Am ersten Tag bleiben sämtliche Filialen geschlossen, egal welcher Wochentag. Ab dem zweiten Tag werden die Geschäfte von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet sein. Und: Die Ausgabe der Sackerl erfolgt vor den Shops, nicht drinnen.

Frisches nur am Tag Zwei

Die Tageszeitung "Heute" enthüllte jetzt, was in den Sackerln drin ist:

  • Milchprodukte nur am ersten Tag, also dem zweiten Blackout-Tag.
  • Je nach Verfügbarkeit ebenso Obst oder Gemüse, außerdem; haltbares Brot, Konserven, Snacks, Kekse, Schokolade sowie Fertigprodukte und Getränke.
  • Auf Wunsch gibt es auch Babyartikel und Hygieneprodukte sowie Kerzen.
  • Ab dem Folgetag  würden wegen der Lebensmittelsicherheit nur noch Produkte aus dem Trockensortiment ausgegeben.

Jedes Unternehmen entscheidet über die Zusammensetzung selbst, Wünsche für den Inhalt oder ein Selberaussuchen ist nicht möglich - die Läden dürfen nicht betreten werden. Aufschläge auf den regulären Preis der Produkte soll es nicht geben.

Die Blackout-Versorgung im Überblick

Schritt 1 : Die heimischen Supermärkte sind komplett zu.

Schritt 2: Lebensmittel-Rationen gehen an Blaulichtorganisationen und Gemeinden.

Schritt 3: Supermärkte geben ab Tag 2 vorbereitete Sackerl aus, Öffnungszeiten 10 bis bis 15 Uhr, gezahlt werden muss in bar.

Schritt  4: Wie Schritt 3 - in den Sackerln sind aber ab Tag 3 nur mehr Fertigprodukte, Kerzen, Brot, Wasser, Konserven und Co.

Schritt 5:  Wie Schritt 3. Die Empfehlung: immer für 14 Tage Vorrat zuhause haben, außerdem Taschenlampe, Batterien, Notfallradio, Bargeld.

>>> Für den Blackout vorsorgen: die Einkaufsliste