Trotz hoher Sterbezahlen: Österreich wächst

Mit 1. Jänner lebten 8.978.929 Menschen in Österreich. Das ist ein Plus von 0,52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Autor: Patrick Deutsch, 31.05.2022 um 12:07 Uhr

Die österreichische Bevölkerung ist im vergangenen Jahr um 46.265 Personen gewachsen. Das geht aus den endgültigen Ergebnissen der Bevölkerungsstatistik der Statistik Austria hervor. Der Zuwachs ist ausschließlich auf die Zuwanderung zurückzuführen. „Österreichs Bevölkerungszahl ist im Jahr 2021 deutlich stärker angewachsen als im Jahr zuvor, was ausschließlich auf die internationale Zuwanderung zurückführen ist: Im Jahr 2021 wanderten 52.488 Menschen mehr aus dem Ausland zu als ab“, erklärt Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Geburtenbilanz negativ

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie ist die Geburtenbilanz negativ ausgefallen (- 5.884) und dämpfte das Bevölkerungswachstum. „Zwischenzeitlich hat Österreich bereits Mitte März 2022 die Neun-Millionen-Marke geknackt, die Bevölkerung ist aufgrund der Fluchtmigration aus der Ukraine schneller gewachsen als erwartet“, so Thomas. 2021 wurden zwar insgesamt 86.078 Kinder geboren, gleichzeitig verstarben 91.962 Personen. Die Zahl der Sterbefälle 2021 lag damit um 11,0 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt vor Beginn der COVID-19-Pandemie (2015 bis 2019). Aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl und den Veränderungen in der Altersstruktur, wären laut Statistik Austria – auch ohne Pandemie – etwas mehr Sterbefälle zu erwarten gewesen.

Ausländeranteil steigt

Den 154.202 Personen, die 2021 nach Österreich zugewandert sind, stehen 101.714 Menschen gegenüber, die im selben Zeitraum das Land verließen. Das ergibt eine Netto-Zuwanderung von 52.488 Personen. Am 1. Jänner 2022 lebten insgesamt 1.586.709 Menschen mit nicht-österreichischer Nationalität in Österreich (+55.637). Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 17,7 Prozent. Hauptziel der internationalen Zuwanderung bleibt Wien (+11.984), gefolgt von Oberösterreich (+8.957), Salzburg (+7.437) und Niederösterreich (+7.340).