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Anton Mattle spricht bei einer Pressekonferenz zur Pensionsreform. Der Tiroler Landeshauptmann fordert 45 Erwerbsjahre als Maßstab für den Pensionsantritt.
Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) präsentiert seinen Vorstoß zur Pensionsreform und fordert mehr Transparenz sowie eine stärkere Orientierung an den geleisteten Arbeitsjahren.
Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) präsentiert seinen Vorstoß zur Pensionsreform und fordert mehr Transparenz sowie eine stärkere Orientierung an den geleisteten Arbeitsjahren.
APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Pensionen: Mattle will Antritt erst nach 45 Arbeitsjahren

04.08.2026 um 11:58, Jovana Borojevic & APA, Red
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Tirols Landeshauptmann Anton Mattle fordert eine Pensionsreform mit 45 Erwerbsjahren als Maßstab sowie eine öffentliche Anhörung aller Parteien.

Nach seinem Vorstoß für eine Pensionsreform mit einem Pensionsantritt ab 65 Jahren und dem damit verbundenen verpflichtenden Nachweis von 45 Erwerbsjahren legt Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) nach. Er fordere, dass alle Parteien ihre Vorschläge für eine Reform auf den Tisch legen und diese dann "in einer öffentlichen Anhörung, die live gestreamt und über die ausführlich berichtet wird" mit ihren Experten konkret darlegen, erklärte Mattle gegenüber der APA.

Dann könne sich jeder Bürger und jede Bürgerin ein Bild machen, wie eine Pensionsreform aussehen kann. "Und keine Partei kann sich hinter Schlagworten oder Ausreden verstecken. Am Ende braucht es dann einen echten parteiübergreifenden Schulterschluss - und jeder Schritt, jede Diskussion und jede Beratung soll volle Öffentlichkeit genießen", sagte der Tiroler Landeshauptmann und betonte: "Wir müssen die Menschen in dieser Frage, wie wir das Pensionssystem nachhaltig für alle absichern und fairer machen, mitnehmen."

Öffentliche Anhörung zur Pensionsreform

Er habe "persönlich einen sehr leistungsorientierten Zugang zur Pensionsreform", begründete Mattle seinen Vorschlag vom Montag, die wirklich geleisteten Arbeitsjahre heranzuziehen. "Es sollte fair dargestellt sein, ob jemand mit 15 Jahren eine Lehre beginnt, jemand mit 19 Jahren nach der Matura arbeiten geht oder jemand nach einem oder zwei Studien erst später in das Berufsleben einsteigt. Ich bin der Meinung, dass Menschen, die unterschiedlich losstarten, nicht gleichzeitig im Ziel ankommen können", meinte der Landeschef.

Leistungsprinzip im Fokus

Gleichzeitig könne man die Chance nützen, um beispielsweise Betreuungsjahre von Müttern und Vätern oder Pflegezeiten bei Angehörigen vollwertig als Teil der Lebensarbeitszeit anzurechnen. Er würde jedenfalls "weggehen von einem Pensionssystem, das sich einzig und allein an den Lebensjahren orientiert."

FPÖ übt scharfe Kritik

Eine scharfe Attacke auf Mattle ritt unterdessen FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Dieser sprach in einer Aussendung von einem "sozialpolitischen Frontalangriff auf die hart arbeitende Bevölkerung." Die ÖVP habe offenbar "endgültig jeden Kontakt zur Lebenswirklichkeit verloren": "Wer jahrzehntelang am Bau, in der Pflege, in der Produktion, im Handel oder im Gastgewerbe geschuftet hat, braucht keinen schwarzen Oberlehrer, der ihm vom bequemen Polit-Sessel aus noch ein paar zusätzliche Arbeitsjahre verordnet." Schnedlitz sprach sich für ein Ende des "Pensionszwangs" aus. Es brauche sichere Pensionen, die Anerkennung langer Beitragszeiten sowie ein Sparen im Polit-System und bei "falschen Ausgaben".

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