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Außenansicht der russischen Botschaft in Wien
Nach wochenlangem Störgeräusch herrscht wieder Ruhe rund um die Reisnerstraße in Wien.
Nach wochenlangem Störgeräusch herrscht wieder Ruhe rund um die Reisnerstraße in Wien.
APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

Mysteriöser Lärm bei russischer Botschaft: Das ist der Grund

18.09.2026 um 10:30, Marcel Toifl
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Wochenlanger Lärm um die russische Botschaft in Wien beendet: Grund waren kaputte Ventilatoren. Die Diplomaten übermittelten eine Entschuldigung.

Wochenlang sorgte ein hochfrequentes Störgeräusch im 3. Wiener Gemeindebezirk für Aufregung und erhebliche Belästigung der Anwohner. Nun gibt es Gewissheit: Die Botschaft von Russland in Wien hat sich für den entstandenen Lärm offiziell entschuldigt und als Grund für die Ruhestörung defekte Dachventilatoren genannt.

Mysteriöses Störgeräusch sorgt für Gesundheitsgefahr

Bereits seit Mai 2026 beschweren sich Anrainer in der Reisnerstraße über ein dauerhaftes, störendes Surren bei etwa 790 Hertz. Messungen des Umweltamtes (MA 22) und der Wiener Baupolizei zeigten, dass der Schallgrenzwert insbesondere in den Nachtstunden drastisch überschritten wurde. Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) stufte die Belastung aufgrund der Messwerte sogar als potenzielle Gesundheitsgefährdung ein.

Dennoch gab die Vertretung von Russland zunächst an, von dem störenden Geräusch überhaupt nichts wahrzunehmen. Wegen der diplomatischen Immunität und der besonderen Situation der Liegenschaft gestaltete sich ein behördliches Eingreifen für die Wiener Ämter zunächst äußerst kompliziert.

Einberufung ins Außenministerium und Ursachenforschung

Nachdem die Baupolizei Ende vergangener Woche zwei defekte Ventilatoren auf dem Dach der Botschaft als Auslöser identifiziert hatte, schaltete sich das österreichische Außenministerium ein. Am Dienstag wurde ein russischer Vertreter zu einer Dringlichkeitsbesprechung zitiert, um eine rasche Behebung der Belastung einzufordern.

Die technischen Überprüfungen bestätigten schließlich eindeutig, dass der mechanische Defekt der Belüftungsanlage der wahre Grund für die monatelange Lärmbelästigung war.

Abstellung des Lärms und offizielle Entschuldigung

Die diplomatische Vertretung lenkte nach dem Gespräch schließlich ein und übermittelte ihre Entschuldigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Der störende Lärm sei bereits am vergangenen Wochenende erfolgreich abgestellt worden.

Zudem kündigte der Vertreter von Russland an, nach offizieller Zustellung eines Bescheids der Stadt Wien eine formelle Stellungnahme abzugeben.

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