Omoda 5 im Test: Chinas Hybrid SUV überrascht
Inhalt
- Hochwertiger Innenraum im Omoda
- Vollhybrid mit niedrigem Verbrauch
- Fahrverhalten: Komfort statt Sport
- Viel Ausstattung zum günstigen Preis
- Fazit: Lohnt sich der Omoda 5?
Omoda dürfte nicht die letzte chinesische Automarke sein, die den österreichischen Markt erobert. Hinter der Marke steht der Chery-Konzern, aktuell der größte Autoexporteur Chinas. Anders als oft behauptet, handelt es sich beim Omoda 5 jedoch nicht um ein Fahrzeug aus Überproduktion. Das Modell wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt – und das merkt man bereits beim ersten Einsteigen.
Hochwertiger Innenraum im Omoda
Der Innenraum des Omoda 5 hinterlässt einen überraschend hochwertigen Eindruck. Materialien, Verarbeitung und Design orientieren sich klar am europäischen Geschmack. Das Cockpit wirkt modern, die Sitze sind komfortabel und die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen. In dieser Preisklasse gibt es hier nur wenig Anlass zur Kritik.
Vollhybrid mit niedrigem Verbrauch
Der 4,45 Meter lange Kompakt-SUV setzt auf einen echten Vollhybrid-Antrieb. Die Kombination aus einem 150 PS starken Benzinmotor und einem Elektromotor liefert eine Systemleistung von 224 PS. Dank der 1,8-kWh-Batterie fährt der Omoda 5 im Stadtverkehr häufig rein elektrisch. Das macht sich beim Verbrauch bemerkbar. In der Stadt begnügte sich der Vollhybrid mit rund fünf bis maximal 5,5 Litern Benzin auf 100 Kilometer. Auf der Autobahn steigt der Verbrauch bei höherem Tempo auf etwa 6,5 Liter. Im Alltag sind rund sechs Liter realistisch – ein überzeugender Wert für ein SUV dieser Leistungsklasse.
Fahrverhalten: Komfort statt Sport
Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,9 Sekunden ist der Omoda 5 durchaus flott unterwegs. Sein Charakter ist allerdings klar auf Komfort ausgelegt. Das Fahrwerk federt Unebenheiten angenehm ab, könnte Schlaglöcher jedoch etwas souveräner wegfiltern. Die Lenkung arbeitet leichtgängig und passt gut zum entspannten Fahrgefühl, dürfte für sportlich orientierte Fahrer aber etwas direkter ausfallen.
Viel Ausstattung zum günstigen Preis
Gerade beim Preis setzt der Omoda 5 ein Ausrufezeichen. Die Premium-Line kostet 29.990 Euro und bietet bereits nahezu eine Vollausstattung mit Ledersitzen, 360-Grad-Kamera, modernen Assistenzsystemen, Ambientebeleuchtung und Leichtmetallfelgen. Bereits die Basisversion startet bei 26.490 Euro und ist ebenfalls umfangreich ausgestattet. Im Vergleich zur Konkurrenz bietet der Omoda damit ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fazit: Lohnt sich der Omoda 5?
Ganz ohne Kritik kommt der Omoda 5 dennoch nicht aus. So fehlt eine klassische Lautstärkeregelung per Drehknopf. Einige Funktionen verstecken sich tief in den Menüs des 12,3-Zoll-Infotainments. Außerdem reagiert der Gangwahlhebel gelegentlich etwas träge und muss mitunter zweimal betätigt werden, bevor die Fahrstufe „D“ eingelegt wird. Das Design mit der markanten Front und dem modernen Heck gefiel uns dagegen auf Anhieb. Der Omoda 5 liefert ein überzeugendes Gesamtpaket. Er kombiniert einen hochwertigen Innenraum, einen sparsamen Vollhybrid-Antrieb und eine umfangreiche Ausstattung mit einem attraktiven Preis. Langzeiterfahrungen fehlen zwar noch, doch bereits jetzt zeigt sich: Der Omoda 5 ist weit mehr als nur ein weiterer Newcomer aus China. Wer ein komfortables Kompakt-SUV mit moderner Hybridtechnik und einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, sollte ihn unbedingt in die engere Wahl nehmen.