Carsharing und Co: Diese Angebote sollten Autofahrer kennen

Wie sich der Komfort eines Autos mit dem Wunsch nach Nachhaltigkeit verbinden lässt? Mit den verschiedenen Varianten des Carsharings. Nicht nur in Ballungszentren, sondern zunehmend auch auf dem Land.
Autor: Ute Daniela Rossbacher, 06.04.2022 um 13:59 Uhr

Gemessen am täglichen Bedarf schöpfen vor allem Menschen, die in Städten mit nahezu lückenloser Infrastruktur leben, das Potenzial ihres Autos kaum aus. Entsprechend verteuert sich die Haltung, berechnet man Service, Versicherung, Treibstoff oder Parkplatzgebühren ein. Wer in dieser Lage trotzdem nicht auf seinen fahrbaren Untersatz verzichten möchte, hat viele Möglichkeiten, die Kapazitäten seines Autos auszuschöpfen sowie Alternativen zum eigenen Fahrzeug. Dank vielfältiger Formen des Carsharings umgekehrt auch all jene, die kein Auto haben, aber gelegentlich eines benötigen, wie die folgenden Angebote zeigen.

Carsharing nutzen

Wer nur gelegentlich ein Auto für Besorgungsfahrten und spontane Erledigungen benötigt, ist mit Carsharing bestens beraten. Die Anzahl der Anbieter häuft sich, das Prinzip ist weitestgehend einheitlich wie einfach: Mit Hilfe der entsprechenden App lokalisiert man das gewünschte Fahrzeug und reserviert es, nimmt es in Betrieb und wickelt die Bezahlung für den Service ab. Ob pauschaler Betrag oder Verrechnung pro Kilometer - lohnenswert ist dieser Service für alle, die nur selten Auto fahren.

Wer auch bei Carsharing nicht auf seine Lieblingsmarke verzichten möchte, sollte den herstellereigenen Service nutzen, wie er beispielsweise von Hyundai im Rahmen seines Hyundai Car Sharing-Programms angeboten wird. Nach erfolgter Registrierung, Buchung und Bezahlung über die App "hyundai flex mobility" lässt sich das Fahrzeug stunden-, tage- oder wochenendweise günstig nutzen.

Frau beim Carsharing | Credit: iStock.com/Nils Hasenau

(Mit) Fahrer suchen

Sie spulen privat und beruflich pro Jahr Zehntausende Kilometer herunter und suchen nach einem finanziellen Ausgleich für die Ausgaben für teure Spritfüllungen? Etwas günstiger wird es, wenn man per App nach Mitfahrern sucht (z.B. BlaBlaCar). Der anteilige Betrag dafür, dass man jemanden mitnimmt, wird im Vorfeld vereinbart. Wer langer Autofahrten überdrüssig ist, kann natürlich auch umgekehrt über die Anbieter diverser Apps nach Fahrern filtern, die zum erforderlichen Termin zum gewünschten Zielort fahren.

Fahrgemeinschaften bilden

Für tägliche Fahrten zur Arbeit oder Ausbildungsstätte bieten Apps auch eine Plattform für Menschen, die sich zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen wollen. Im großen Stil eine der effektivsten Wege, Ballungsgebiete verkehrstechnisch zu entlasten. Zu den bekanntesten App-Anbietern zählen BlaBlaCar oder Free Now.

Mann mit Blick auf sein Smartphone auf dem Rücksitz eines Autos | Credit: iStock.com/Ridofranz

Elektroautos gemeinsam fahren

Klimaregionen wie der Klimaberg Katschberg, die es sich zum Ziel gesetzt haben, bis 2030 CO2-neutral zu sein, fördern Carsharing über elektrisch betriebene Autos. Ein Angebot, das von der Bevölkerung bei Bedarf ebenso genutzt wird, wie von Touristen, die umweltfreundlich per Bahn anreisen und in einem Elektroauto abgeholt werden bzw. dieses während ihres Aufenthalts zeitweilig nutzen wollen. Aktuell verfügt die Klimaregion im Rahmen ihrer Kooperation mit Hyundai unter dem Namen "Hyundai Flex Mobility" über sechs IONIQ 5 mit Allradantrieb, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Eine Initiative, die österreichweit ausgebaut werden soll.

Sein Auto teilen

Wer sein Auto nur gelegentlich braucht, sich aber nicht davon trennen will, kann es über eine entsprechende App vermieten (z.B. über Getaway oder SnappCar). Nicht jedermanns Sache, das Gefühl zu haben, dass das eigene Gefährt von beliebig vielen Menschen mit unterschiedlichem Fahrstil und entsprechenden Gewohnheiten genutzt wird, auch wenn es Geld bringt. Alternativ könnte sich eine Fahrgemeinschaft in der Nachbarschaft lohnen. Ratsam ist es, die Rahmenbedingungen im Vorfeld vertraglich zu regeln, damit sich am Ende nicht eine Partei übervorteilt fühlt.

Junger Mann und weibliche Begleitung im Auto unterwegs | Credit: iStock.com/hobo_018

Ein Auto abonnieren

Gerade für Teilzeitfahrer, die nicht mehr die Verpflichtungen, die ein eigenes Fahrzeug mit sich bringt, eingehen wollen, ist die Möglichkeit, ein Auto zu abonnieren, eine echte Alternative (z.B. Hyundai Abo). Ein großer Vorteil ist, dass man gegen eine All-In-Flatrate sein gewünschtes Markenmodell schnell für mindestens drei Monate zur Verfügung gestellt bekommt -inklusive Vollkasko-Versicherung, Wartung, Reparaturen, Sommer- bzw. Winterreifen, Vignette und motorbezogene Versicherungssteuer. Interessant ist diese Variante auch für Führerscheinneulinge als Überbrückung bis oder Alternative zum eigenen Auto.