Test: Aus dem Audi A4 wurde der A5
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Auch der aktuelle Audi A5, vormals A4, hat das typische Audi-Gesicht. Optisch geht der Kombi klar als sportlich durch. Vorne fallen vor allem die breiten Lufteinlässe ins Auge. Scheinwerfer, Kühlergrill – alles wirkt ziemlich dynamisch. Fährt er sich auch so? Was das Handling anbelangt, ist die Antwort ein klares Ja. Das Fahrwerk lässt sich kaum aus der Ruhe bringen. Den Spagat zwischen sportlich/straff und doch noch komfortabel bekommen die Ingolstädter sehr gut hin. Trotz Frontantrieb macht der A5 eine gute Figur.
Der Verbrauch
Der im Testauto verbaute Mild-Hybrid-Benziner mit 150 PS und zwei Litern Hubraum beschleunigt in 9,8 Sekunden auf 100 km/h und gibt sich laut Werk mit 7,4 Litern zufrieden. Tatsächlich lagen wir im Test nur ganz leicht darüber. Auf der Landstraße sind auch Werte um die sechs Liter zu realisieren.
Genug Platz
Die Kraft reicht, aber wer es flotter will, sollte beispielsweise den 204 PS starken TFSI nehmen, der in 7,8 Sekunden den Hunderter knackt. Immerhin wiegt der A5 Avant doch 1,87 Tonnen. Die Bremsen packen kräftig zu – der Bremsweg ist vorbildlich. Platz gibt es vorne genug, hinten wäre etwas mehr Kniefreiheit nett und im Kofferraum verschwinden 476 Liter. Ein Plus darf sich der Avant für die perfekte Ladekante eintragen. Bierkiste und Co. können ohne „Kreuzleiden“ verstaut werden.
Digitales Cockpit
Der Innenraum ist wie erwartet gut verarbeitet. Allerdings gibt es einige Stellen, wo auch weniger hochwertiger Kunststoff verwendet wurde. Bedient wird der A5 über die riesige Screenlandschaft im Curveddesign. Nachdem das Design der Apps sehr einfach gestaltet ist, kommt man mit den Screens gut zurecht. Optional gibt es sogar einen eigenen Bildschirm für die Beifahrer! Auch der Sprachassistent macht, was er tun sollte – er versteht die Befehle. Gut gefallen hat uns die sehr einfache Möglichkeit, den von der EU vorgeschriebenen Geschwindigkeitswarner einfach abzuschalten.
Der Preis
Der Startpreis für den getesteten A5 Avant TFSI liegt bei 50.000 Euro. Setzt man allerdings wie beim Testfahrzeug viele Kreuzchen in der Aufpreisliste, kommt man auf stolze 73.600 Euro. Dafür darf man sich über Dinge wie 20-Zöller, Bang & Olufsen-Sound, Sportsitze oder das Techpaket freuen.
Das Fazit
Von uns gibt es volle Punkte für das Fahrwerk. Auch der Verbrauch passt. Vielleicht sollte man sich überlegen, eine stärkere Version mit mehr als 150 PS zu nehmen. Sehr krass ist der preisliche Unterschied zur stärkeren Version nicht.