Hilfreiche Apps für Autofahrer

Ob man sein geparktes Auto nicht mehr findet oder wissen will, wo der Treibstoff gerade am günstigsten ist: Die folgenden Apps leisten Autofahrern wertvolle Dienste.
Autor: Ute Daniela Rossbacher, 04.04.2022 um 13:57 Uhr

Sicher fahren, pünktlich ankommen, preisgünstig tanken: Apps für Autofahrer machen es möglich. Keine Überraschung, dass die Zahl der Angebote in die Höhe schnellt. Nicht alle sind unverzichtbar, aber einige von ihnen echte Dienstleister, da sie helfen, Zeit und Geld zu sparen. Welche Apps heutzutage zur digitalen Standardausrüstung jedes Autofahrers gehören und sowohl im App Store als auch über Google Play bzw. alternativ als Web-Service erhältlich sind, erfahren Sie in unserem Überblick.

Pünktlich am Ziel ankommen

Wer längere Fahrten auf weniger vertrauten Routen vor sich hat, orientiert sich dank Google Maps für Android bzw. Apple Karten für iOS leicht. Neben der verständlichen Kursführung der App, die Autofahrer auf direktem Weg ans Ziel lotst, gleichzeitig aber auch über alternative Strecken informiert, sind es auch die realistischen Zeitangaben, die einem bei einer vorausschauenden Planung dienlich sind, gerade wenn man pünktlich am Zielort sein muss. Schnell lassen sich Routen neu berechnen, wenn sich höheres Verkehrsaufkommen oder längere Wartezeiten abzeichnen.

Ergänzend bieten sich hier auch Apps der Autofahrerklubs an, über die man sich über die aktuelle Verkehrslage auf der gewählten Route laufend informieren und damit rechtzeitig auf weniger befahrene Straßen ausweichen kann.

Frau unterwegs auf der Autobahn | Credit: iStock.com/anyaberkut

Tankstellen finden und günstig tanken

Bei Ebbe im Tank sind sie die Retter in der Not: Apps, die einem in Sekundenschnelle die nächstgelegenen Tankstellen anzeigen. Einen zusätzlichen Service bietet die Anwendung Sprit Club, die die Adressen mit den günstigsten Treibstoffpreisen listet. Besitzern von Elektroautos liefern Apps wie Chargemap oder NextCharge die Information, welche Ladestationen in der Umgebung gerade frei sind.

Bevor man sich eine dieser Anwendungen herunterlädt, lohnt es sich, die App seines Herstellers anzusehen. Autofahrer sind nicht selten über den Leistungsumfang überrascht. Rat weiß sie unter anderem, wenn man auf der Suche nach den günstigsten Tankstellen/Ladestationen ist (z.B. Charge myHyundai von Hyundai). Wer als Fahrer eines Elektroautos die des koreanischen Autobauers nutzt, kann an vielen einheimischen Stromtankstellen schnell und einfach laden und profitiert von rund 7.500 Ladepunkten europaweit.

Ladestation für E-Autos | Credit: iStock.com/kckate16

Besser fahren und Treibstoff sparen

Dass man durch seine Fahrweise auch wesentlich den Treibstoffverbrauch beeinflusst, ist bekannt. Weniger, dass man mit Hilfe bestimmter Apps (z.B. Drivo – nur für Android verfügbar) sein Verhalten bei Beschleunigung, Brems- sowie Überholvorgängen bewerten lassen kann, und dank der Anhaltspunkte, die man erhält, gezielt an einer ökonomischeren und damit gleichzeitig ökologischeren Fahrweise feilen kann.

Wer konkret Einsparpotenziale errechnen will, kann – etwa über die Gratis-Testversion von Fuelio – seinen Treibstoffverbrauch analysieren lassen.

Autopannen mühelos meistern

Mit der App des jeweiligen Autofahrerklubs ist man bei Pannen in der Regel gut beraten. Per GPS-Signal kann man durch Service-Arbeiter rasch geortet werden. Befinden man sich in einer Stadt und will seine Fahrt rasch fortsetzen, hilft einem die App Free Now mit mehr als 100 Städten im Verzeichnis, sich in Sekundenschnelle ein Taxi zu organisieren.

Radarfallen ausfindig machen

Wer schon öfter wegen Geschwindigkeitsübertretungen zur Kassa gebeten worden ist, der kann mit einer der mittlerweile in großer Zahl verfügbaren kostenlosen Radar-Apps (z.B. Blitzer oder Coyote) bares Geld sparen. In Österreich ist ihre Nutzung nicht verboten; bei Fahrten ins Ausland lohnt es sich, sich im Vorfeld bei seinem Autofahrerklub zu informieren, vor allem, wenn man über ein GPS-Navigationsgerät mit einem sogenannten Points of Interest-Warner verfügt. Im schlechtesten Fall drohen je nach Rechtslage des Bestimmungslandes der Entzug des Geräts und Bußgelder im vierstelligen Bereich.

Die Kontrolle über sein Auto behalten

In der Hektik weiß man mitunter nicht mehr: Wo steht mein Auto bzw. wo habe ich es abgestellt? Per App lässt sich das Fahrzeug nicht nur aus der Ferne orten, sondern auch ent- bzw. verriegeln. Weiter lässt sich auf diese Weise herausfinden, ob die Alarmanlage ausgelöst wurde oder ein Service bzw. die Überprüfung bestimmter Funktionen fällig sind. Die App ist also ideal, um die Kontrolle über sein Auto zu behalten. E-Autofahrer der Marke Hyundai etwa können über die sogenannte Bluelink® App zusätzlich zu den genannten Funktionen vor Fahrtantritt die gewünschte Route per Smartphone eingeben und an das Navi im Auto schicken oder den Innenraum vorheizen oder belüften lassen.

Junge Frau mit Sonnenbrille hinterm Steuer | Credit: iStock.com/Povozniuk

Das passende Elektroauto finden

Sie erwägen den Umstieg auf ein Elektroauto und wollen die Auswahl auf Modelle einengen, die Ihnen persönlich sowie preislich gerecht werden? Die App Evaluation hilft bei der ersten Orientierung. Durch die Angaben, wie viele Kilometer man durchschnittlich zurücklegt, welche Strecken man regelmäßig fährt oder ob das Auto für ein oder mehrere Insassen benötigt wird, filtert die App passende Modelle. Für iOS ist die App zwar nicht verfügbar, dafür aber in einer vereinfachten Web-Variante. Heruntergeladen wird sie direkt von der Website emobilitaet.online.

Autolenker definiert vor Fahrtantritt das Reiseziel auf seinem Navi | Credit: iStock.com/AndreyPopov

Öffentliche Toiletten finden

In Zeiten von erhöhtem Hygienebewusstsein durch COVID-19 liefern Apps wie Toiletten Scout nicht nur einen guten Überblick über die nächstgelegenen öffentlichen sanitären Anlagen, sondern darüber hinaus hilfreiche Nutzerbewertungen zu deren Zustand und Sauberkeit.

Apps offline nutzen

Ist die Internetverbindung - etwa in Seitentälern - bedingt schwach, lohnt es sich, die eine oder andere Funktion auch offline zur Verfügung zu haben. Nutzer von Google Maps oder Apple Karten fahren gut damit, sich weniger vertraute Routen zur Sicherheit vor Fahrtantritt offline zu speichern. Auch bei bekannten Routenplanern wie TomTom oder HERE WeGo ist das möglich.