Idyllisches Südtirol

Vielfalt in Norditalien. In Südtirol trifft alpin auf mediterran, die Dolomiten als auch Weinberge stehen für die Region und bieten landschaftliche Gegensätze. Kulinarische Köstlichkeiten und kulturelle Vielfalt begeistern Weinliebhaber ebenso wie Freunde von Kunst, Kultur und Architektur – Genuss wird hier großgeschrieben!
Autor: Magdalena M. Fuchs, 30.08.2022 um 12:17 Uhr

Wichtigste Städte

Bozen

Die Landeshauptstadt. Bozen ist bekannt für sein historisches Zentrum. Die Lauben, die Gassen, die anschaulichen Plätze und die vielen kulturellen Angebote im Herzen der Stadt locken alljährlich unzählige Menschen in die Landeshauptstadt Südtirols. Von Museen über Theater und Konzerte wird für jeden Geschmack etwas geboten und ein starker italienischer Einfluss sorgt sofort für Urlaubsgefühl. Bozen ist eine Stadt zwischen Tradition und Moderne und bildet eine Brücke zwischen deutschem und italienischem Sprachraum. Bozen ist auch für seine verschiedenen Attraktionen und Kulturangebote bekannt. So kann die Gletschermumie Ötzi im Archäologiemuseum bewundert, aber auch zahlreiche Fachmessen zu verschiedensten Themen können in der Messe Bozen besucht werden. 2021 wurde Bozen als erste Stadt Italiens als „Klimagemeinde Gold“ ausgezeichnet, die höchste europaweit anerkannte Auszeichnung für kommunalen Klimaschutz.

 

Meran

Die Kurstadt. Ein Spaziergang zum Kurhaus Meran, dem Wahrzeichen der Stadt, entlang an der Passerpromenade, danach ein Besuch im Stadttheater und anschließend die schönen Jugendstilgebäude bei Nacht gefällig? Meran lässt sich am besten zu Fuß erkunden, um durch die Gassen der Altstadt zu schlendern. Das Puccini- Theater, das Kunsthaus Meran unter den Lauben und die zahlreichen Grünflächen der Kurstadt sind außerdem einen Besuch wert. In den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, einst Sommerresidenz von Kaiserin Sisi, kann man herrlich flanieren und an Herbsttagen im Schatten verweilen. Um 1900 waren illustre Persönlichkeiten wie Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Clara Schumann und Franz Kafka im Kurort Meran zu Besuch und flanierten auf der Stadtpromenade. Beim alljährlichen Traubenfest mit Wagen und Musikkapelle wird Tradition noch heute gelebt.

Brixen

Die Bischofsstadt. Brixen ist wegen seiner langen Vergangenheit als kirchliches Fürstentum auch als „Bischofsstadt“ berühmt. Eine Vergangenheit, die auch noch heute in jedem Winkel der Stadt lebendig ist. Um sich davon zu überzeugen, genügt bereits ein Abstecher auf den Domplatz. Im Herzen des Stadtzentrums erhebt sich das majestätische Gebäude, dessen Fassaden verschiedene architektonische Stile – von ottonisch bis barock – widerspiegeln: der Dom. Die Hofburg, herrschaftlicher Sitz der Fürstbischöfe, beherbergt heute das Diözesanmuseum Hofburg, in welchem der Domschatz und verschiedene sakrale Kunstwerke verwahrt werden. Die Stadtgassen laden zum Schlendern ein, insbesondere jene des ältesten und malerischen Stadtteils Stufels zwischen den beiden Flüssen. Den krönenden Abschluss der Kultur-Tour macht das 1142 gegründete Augustiner Chorherrenstift Neustift, das mit einem historischen Stiftsgarten, einer außergewöhnlichen Bibliothek und einer eigenen Stiftskellerei aufwartet.

Bruneck

Die Kulturstadt. Bruneck steht für Sport, vor allem für Bergsport. Die Stadt präsentiert sich aber auch lebhaft und elegant. Die Verbindung zwischen Tradition und Moderne kommt besonders in der Architektur, im Handwerk und in der Gastronomie zum Ausdruck. Auf dem Hausberg befindet sich das sechste und letzte Museum des großen Alpinisten Reinhold Messner, das Messner Mountain Museum Corones. Dieses einzigartige Gebäude wurde von der Star- Architektin Zaha Hadid entworfen und eröffnet einen faszinierenden Blick auf die Südtiroler Berge. Von der Vergangenheit als einstigem Textilzentrum zeugen noch die Tuchfabrik Moessmer und die Textilmanufaktur Ulbrich. Für den geschichtlich Interessierten lohnt sich ein Besuch im Stadtmuseum und im Landesmuseum für Volkskunde.

Sterzing

Die Alpinstadt. Sterzing ist die nördlichste Stadt Italiens und überzeugt durch ihren Charme. Sie beherbergt Kirchen und Kunstschätze aus der Zeit der Gotik. Nur wenige Kilometer von der Altstadt entfernt belegen Festungsanlagen und Schlösser die Bedeutung Südtirols im Mittelalter. Begeisternd ist der Blick vom Rosskopf aus auf die Stadt. Das Wahrzeichen von Sterzing ist der Zwölferturm, der das Stadtbild prägt. Ein heißer Tipp: das Hans Multscher Museum, einer der berühmtesten Bildhauer des 15. Jahrhunderts.

 

Coole Kellereien

Kellerei Kurtatsch.

Die Kellerei Kurtatsch wurde 1900 gegründet und wird heute mit viel Hingabe von einem jungen Team betrieben. Produziert werden auf nachhaltige Weise charaktervolle Weine, welche ihre unterschiedlichen Standorte, ihr Terroir, bestmöglich widerspiegeln. Bei einer Weinexpedition erleben die Besucher eine einzigartige, abwechslungsreiche Panoramawanderung, verkosten die Weine an ihrem Ursprungsort und werden mit kulinarischen Spezialitäten verwöhnt. Warum die Kurtatscher Lagen einzigartig in Europa sind? Die Lagen erstrecken sich über einen Höhenunterschied von fast 700 m in einem Weinbaudorf und die entsprechenden klimatischen, geografischen und geologischen Eigenschaften sind einzigartig in Europa. In den atemberaubend steilen Weinbergen auf unterschiedlichen Böden und Ausrichtungen entstehen charakterstarke Weine, die die verschiedenen Standorte widerspiegeln. In einer Ganztagestour wandern Genießer mit einem professionellen Guide durch die Weinberge und verkosten zwölf Weine der TERROIR-Linie in ihrer jeweiligen Lage. Kulinarische Spezialitäten gibt es bei der traditionellen Brettljause am Vormittag, dem sogenannten „Holbmittog“, und beim 3-gängigen Mittagessen bei einem der Kurtatscher Gastronomen.

Kellerei Kaltern.

1900 wurde die Kellereigenossenschaft Kaltern gegründet, heute steht die Kellerei seit über 100 Jahren für Weinbau, der nach Qualität, Nachhaltigkeit und Biodynamie strebt. Unter den 1.100 Weingärten befinden sich ganz besondere Lagen: historisch gewachsen, prädestiniert für bestimmte Sorten und herausragende Weine. Lagen, die nachhaltig bearbeitet werden, teilweise organisch oder biodynamisch und konsequent qualitätsorientiert. Beim biodynamischen Weinbau nimmt die Kellerei Kaltern eine Vorreiterrolle in ganz Südtirol ein.

Kellerei Bozen.

1908 entschlossen sich 30 Bauern zur Gründung einer Weinbaugenossenschaft im Luftkurort Gries. 18 Weinbauern rund um den St.-Magdalena-Hügel gründeten 1930 ebenso eine Genossenschaft. Beide hatten das Ziel, die lokalen und autochthonen Weine besser zu vermarkten. Heute besteht die Winzergenossenschaft aus 224 Familien und einem gemeinsamen Ziel: Vielfalt, Leidenschaft und Genuss. Die Bozner Weinberge zwischen 200 und 1.000 Metern Höhe ermöglichen eine Vielfalt aus Weinen – von Sauvignon und Gewürztraminer bis St. Magdalener, Cabernet und Merlot.

Kellerei Meran.

In den Weinbergen der Kellerei Meran wachsen drei autochthone Rebsorten; 16 Traubensorten werden hier zu edlen Weinen verarbeitet und 35 verschiedene Weine werden in der Kellerei hergestellt. Eine besondere Aussicht bietet die Panorama-Önothek, hier kann man erlesene Tropfen genießen und erhält eine einmalige Einsicht in die geheimnisvolle Welt der Meraner Weinvielfalt. Heißer Tipp: Bei einer Kellerführung mit Weinverkostung wirft man einen Blick hinter die Kulissen, immer mittwochs, donnerstags und freitags jeweils um 15.00 Uhr.

Kellerei Tramin.

Tramin ist die Heimat des Gewürztraminers und diese Rebsorte ist seit jeher Teil Südtiroler Kultur. Hier hat eine auf der ganzen Welt berühmte und beliebte Traube ihr perfektes Zuhause gefunden. Der Gewürztraminer ruft wie keine andere Sorte blumige Noten von Rosen, deutliche Anklänge von Litschi und würzige Aromen von Gewürznelken in Erinnerung. Nachweislich wurde der Gewürztraminer in diesen Gefilden bereits vor über Tausend Jahren angebaut. Diese Traube uralten Ursprungs ist der edle Vorfahr großer Rebsorten, die heute auf der ganzen Welt beliebt und verbreitet sind.

 

Kulinarische Höhepunkte

AlpINN.

Ein Ort, an dem das Essen die Hauptrolle spielt, ein Treffpunkt, wo das Miteinander am Tisch zum geteilten Erlebnis wird, ein Restaurant als Living Room von heimeliger Atmosphäre: Das AlpINN – Food Space & Restaurant geht über die Idee eines klassischen Restaurants hinaus. Entstanden ist es aus der Zusammenführung diverser Blickwinkel. Der Innovationsgeist von Norbert Niederkofler und Paolo Ferretti, die internationale und identitätsstarke Ausrichtung des Designers Martino Gamper sowie die weitestgehend auch künstlerische Haltung, welche die Tourismusregion Kronplatz einnimmt, sind die drei Visionen, die in perfekter Kombination einen neuen Raum schaffen. Saisonale und regionale Bergküche vom Feinsten!

Onkel Taa.

Bei Onkel Taa ist man bemüht, die Tradition der k.u.k. Hofküche zu bewahren und gleichzeitig neue Kochideen in die Gerichte einfließen zu lassen. Ob mittags eine kleine Köstlichkeit oder ein exklusives Dinner, die Zutaten zu den Speisen stammen aus der Region und aus dem Bio-Gemüse-Kräutergarten. Die Spezialitäten des Hauses sind Sisis und Franz Josephs Lieblingsgerichte und die Weinbergschnecken. Letztere werden selbst gezüchtet und saisonal bedingt immer wieder auf verschiedenste Arten serviert.

Gourmet-Restaurant Johannesstube.

In der Johannesstube bietet das Menü buchstäblich mehrere Schritte durch die Natur an. Das Motto des Chefkochs lautet: Natur schmecken! Jede Zutat ist handverlesen, jedes Produkt, das nicht selbst gemacht werden kann, stammt aus Südtirol. Und jedes Gericht zeigt Charakter! Tradition und Innovation gehen in diesem Restaurant Hand in Hand. Taste Nature ist eine Lebenseinstellung, die man in jedem Bissen schmeckt! Tipp: Unbedingt vorher telefonisch einen Tisch reservieren.

La Fuga – Bad Schörgau.

Das Konzept „La Fuga“ beschreibt die Grundphilosophie von Gregor und Mattia: wie sie die Welt der Gastronomie zukünftig sehen. Dieser Ort ist sozusagen ein Forschungslabor für Essen, Trinken, Spa und Hotellerie. Übersetzt bedeutet La Fuga sinngemäß „Abhauen“ – und das ist wörtlich zu nehmen. Die beiden Protagonisten lassen alle Vorgaben hinter sich und setzen freigeistig ihre Ideen um. Eine Reise durch die wunderbare Welt des natürlichen Essens und Trinkens wird in einem Menü in mehreren Akten geboten.

Terra – The Magic Place.

Vom Tisch aus ein faszinierendes Panorama der Dolomiten erblicken, während der Gastgeber und Chef Heinrich Schneider und sein junges Team das Menü zubereiten? So lässt es sich im Terra genießen. Das Esszimmer ist eine große Wohnküche. Nur eine halbe Stunde von Bozen entfernt, taucht man hier in eine andere Welt ein. Man genießt die Ruhe, um die Seele zu regenerieren. Das Hotel bietet persönlich eingerichtete Zimmer, einen Wellnessbereich mit finnischer Sauna, und die mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete kreative und naturnahe Küche verzaubert jeden Besucher.