Diese 9 Apps erleichtern das Studium

Unter dem typischen Studentenleben stellen sich die meisten Menschen vermutlich einen Mix aus WG-Partys, Tiefkühlkost und Langschläfern vor. Zugegeben: Das stimmt in den meisten Fällen auch. Was aber oft vergessen wird, ist das hohe Maß an Selbstorganisation, Verantwortung, Multitasking-Qualitäten und Gewissenhaftigkeit, die vorausgesetzt wird, um ein Studium erfolgreich abzuschließen. Sich eigenständig neue Lerninhalte beizubringen, dabei auch noch konzentriert zu bleiben und den Durchblick zwischen Prüfungen, Seminararbeiten, Präsentationen und Vorlesungen zu bewahren, ist gar nicht so einfach.

Die folgenden Apps helfen bei der Bewältigung des kräftezehrenden Studentenlebens und erleichtern jede noch so nervenaufreibende Klausurenphase, fast vergessene Ausarbeitungen und ganz generell den alltäglichen Wahnsinn.

1. Studo

Die beste App des Jahres 2020 hat sich diese Auszeichnung mehr als verdient! Studo vereint das gesamte Studium in einer Anwendung: Räume, Stundenpläne, Mails, Kursübersichten und Mensa-Pläne sind nur einige der Features, die auf einen Blick geboten werden. Sogar eine Chat-Funktion kann genutzt werden, um sich mit seinen Kommilitonen über eine Lehrveranstaltung auszutauschen oder nach der besten Bar der Stadt zu fragen. Lehrveranstaltungen können sogar nach deren Abschluss bewertet werden, um den nachfolgenden Jahrgängen einen realitätsnahen Erfahrungsbericht zu gewähren. Übersichtlich, simpel und vor allem eines: essenziell für einen strukturierten Studienalltag!

Wem die Basic-Features nicht genügen, der braucht nicht lange zu bangen: Natürlich gibt es auch eine Pro-Version, welche noch zusätzliche Funktionen zu bieten hat. Glücklicherweise spendieren einige Hochschulen und Universitäten ihren Studierenden dieses „Zuckerl“ sogar obendrein.

2. Studydrive

Supernützlich! Durch Studydrive können unter anderem Lernmaterialien wie Skripte, Karteikarten oder alte Prüfungsfragen ausgetauscht werden. So wird es Studierenden ermöglicht, sich gegenseitig bei akademischen Fragestellungen zu unterstützen. Zudem kann man unzähligen Themen-Gruppen beitreten und dort hilfreiche Ratschläge einholen, fachliche Diskussionen führen und allgemeine Fragen rund um das Studium abklären. Darüber hinaus erhalten die Nutzer der App sogenannte Credit Points, die gegen vielfältige Prämien eingelöst werden können. Darunter zum Beispiel ein Beerpong Set, Netflix und Amazon Gutscheine, eine Soundbox oder sogar ein Apple iPad. Auch interessante, auf den Studiengang abgestimmte Jobvorschläge sind auf Studydrive mobil abrufbar.

3. Xodo

Jeder, der studiert, kennt es: Skripten und andere wichtige Dokumente werden (fast) ausschließlich als PDFs versendet. Aus Platz- und Kostengründen druckt sie kaum jemand aus, und Notizen müssen entweder separat auf Papier oder in externen Apps vorgenommen werden. Mit Xodo wird der PDF-Wirrwarr wesentlich erleichtert, denn die Anwendung ist ein Reader und Editor in einem, mit dem man die Skripten direkt bearbeiten und kommentieren kann. Sogar mehrere Personen gleichzeitig können auf die Datei zugreifen und so zusammen Wichtiges hervorheben und diskutieren. Sehr praktisch also auch für Gruppenarbeiten!

Junge Frau sitzt an ihrem Schreibtisch und arbeitet auf ihrem Notebook | Credit: iStock.com/Pheelings Media

4. Mindly

Der Slogan „Organize your inner universe“ ist zwar recht selbsterklärend, allerdings ist Mindly so viel mehr als nur eine Organisationshilfe. Elegante, ästhetische Stilelemente unterstützen den Denkprozess auf zurückhaltende Weise, um den Nutzern den nötigen geistigen sowie kreativen Freiraum zu gewähren. Vor allem visuelle Lerntypen werden an dieser App großen Gefallen finden.

Mindly ist eine Mindmap-App, in der jegliche Zusammenhänge wunderbar dargestellt und erläutert werden. Emojis, Symbole und eine breite Farbauswahl ermöglichen eine individuelle Gestaltung der Inhalte. Eine ausgezeichnete Möglichkeit, um Projekte zu strukturieren, Ideen zu sammeln, Brainstorming zu betreiben, große Kapitel übersichtlich zusammenzufassen und Konzepte zu visualisieren. So können Studierende ihrer Kreativität freien Lauf lassen und gleichzeitig neue Ideen und Konzepte zum Blühen bringen.

5. Alarmy (Sleep if U Can)

Was soll man von einer App erwarten, die sich selbst als „nervigste Wecker-App der Welt“ bezeichnet? Auf jeden Fall extrem laute Weckertöne und ulkige Konzepte, die wirklich jeden Tiefschläfer aus dem Bett kriegen. Mit der Anwendung Alarmy ist es schlichtweg unmöglich, den Klingelton zu verschlafen oder gewohnheitsgemäß den Snooze-Button zu klicken. Um den Wecker auszuschalten, muss entweder ein Foto eines festgelegten Orts gemacht, ein kniffeliges Mathebeispiel gelöst, ein QR-Code gescannt oder das Handy geschüttelt werden. So soll bewirkt werden, dass Körper und Geist wirklich wach werden und munter in den Tag starten.

6. Forest

Wenn der Instagram-Feed mal wieder spannender als der Lernstoff ist, passiert es schnell, dass wertvolle Zeit lieber am Handy vergeudet wird, anstatt sie am Schreibtisch sinnvoll zu nutzen. Für alle, die leicht abgelenkt sind und Probleme haben, längere Zeit konzentriert zu bleiben, eignet sich die App Forest äußerst gut. Sie sorgt dafür, dass die Finger eine bestimmte Zeit lang vom Handy gelassen werden und belohnt die Nutzer mit der Pflanzung virtueller Bäume. Diese können allerdings nur wachsen, wenn das Smartphone nicht genutzt wird. Forest blockiert in dem festgelegten Zeitraum andere Apps, damit die Studierenden ungestört lernen, und die Bäumchen rasch wachsen können.

Studentin schreibt während einer Vorlesung via Videokonferenz mit | Credit: iStock.com/fizkes

7. Todoist

Wie der Name unschwer erraten lässt, kann man mithilfe dieser App To-Do-Listen erstellen und nach Priorität sortieren. Wichtige Aufgaben, Aktivitäten sowie Besorgungen lassen sich supereinfach und übersichtlich darstellen. Auch für den statistischen Überblick wird gesorgt, denn alle Fortschritte und „Erledigt“-Angaben werden in einem Produktivitäts-Chart dargestellt. Optimal für das Studium, denn so geht nie wieder eine Abgabefrist im Hinterkopf verloren!

8. Frag Mutti

Kaum ausgezogen aus Hotel Mama, häufen sich plötzlich unzählige Fragen über Haushalt und Co. Wie wäscht man dieses, wie kocht man jenes, was ist das eigentlich und wieso macht man es so? Keine Sorge, Mama ist ja da – zumindest virtuell. Die App Frag Mutti ist der hilfreiche Begleiter durch den Alltag eines jungen Erwachsenen. Über 30.000 Rezepte, Tipps und Tricks, DIYs sowie Lifehacks werden den Nutzern zur Verfügung gestellt, um ihnen den Einstieg ins Solo-Leben zu erleichtern.

9. Evernote

Dass gut nicht immer kompliziert heißen muss, beweist diese Anwendung. Evernote ist ein virtuelles Notizbuch, in dem man Texte, Bilder, Audioaufnahmen, PDFs und Tabellen aller Art in einer Cloud speichern kann. Das bedeutet natürlich auch, dass die Notizen auf allen synchronisierten Geräten automatisch aktualisiert werden. Super praktisch, denn so wird es kinderleicht, von wirklich überall auf seine Daten zuzugreifen und sie zu verwalten.

Auch für den nötigen Touch Selbstentfaltung und Individualität wird gesorgt, da die Notizen durch diverse Formatierungswerkzeuge an die eigenen Vorlieben angepasst werden können. Mehr als 11 Millionen Nutzer hat die Plattform nun schon für sich gewonnen – und dabei sicherlich auch die eine oder andere Seminararbeit, Klausur oder Prüfung gerettet.

Studenten in der Vorlesung | Credit: iStock.com/SeventyFour

Zur Autorin

Kulinarik, Reisen, Film & Musik, Psychologie und kreative Hobbys - nur eine kleine Auswahl an Dingen, die Passion Author Helene Schweinberger aus Niederösterreich zu ihren vielfältigen und informativen Textbeiträgen für www.weekend.at inspirieren.

Autor: Helene Schweinberger, 13.11.2021