Katze und Hund? So kann es funktionieren

Katzen ordnen sich ungern unter. Deshalb gibt es einiges zu beachten, wenn auch noch Hunde im Haushalt leben.
Autor: Lilli Platzer, 23.05.2022 um 12:58 Uhr

Meine Britisch Kurzhaar Katze Corona ist durch und durch eine Einzelgängerin und genießt ihre Ruhe, wenn sie ausgiebig Zeit mit uns verbracht hat. Ihre Neugierde siegt, sobald sie vom Fenster aus Hunde, die Gassi geführt werden, sieht oder diese mit ihren Herrchen das Geschäft betreten.

Wer meint, dass sie sich im Beisein kleiner Hunde wohler fühlt, irrt! Deren wendiges Wesen und aufgeregtes Bellen versetzt sie in Unruhe. Angst kennt sie keine – egal, ob groß und klein. Fühlt sie sich gestört, fährt sie ihre Krallen aus. Keine Frage, wer in dieser Begegnung als Siegerin hervorgeht.

Wenn Britisch Kurzhaar auf Collie trifft

Tatsächlich gibt es Hunderassen, die auf die Eigenheiten von Katzen mit der nötigen Gelassenheit reagieren. Etwa die Border Collie-Dame, die uns gelegentlich einen Besuch abstattet. Ihre Begegnung verläuft angst- und spannungsfrei, vor allem, wenn Leckerlis für beide warten. Nachdem sie erste Blicke getauscht haben, beschnuppern sie einander. Der Hündin ist die Wiedersehensfreude deutlich anzumerken, ohne dass sie dabei bellt. Corona ist dafür empfänglich, hält Kontakt und lässt körperliche Nähe zu, bis zum abschließenden Beschnuppern zum Abschied.

Gemeinsames Heim für Katzen und Hunde

Wenn man viel Platz hat, und Katze und Hund von klein auf aneinander gewöhnt, sind die Aussichten auf ein friedliches Zusammenleben am besten. Bei dieser Gelegenheit lernen sie die jeweilige Körpersprache des anderen kennen und verstehen.

Sind beide schon etwas älter, ist es wichtig, beide gut darauf vorzubereiten und gewisse Voraussetzungen zu erfüllen: ausreichend Platz für beide, eigene Futterschalen und ein geschützter Ort für die Katzentoilette.

Kleine Katze und kleiner Hund kuscheln sich aneinander | Credit: iStock.com/Dixi

Katzenfreundliche Hunderassen

Der Hund muss die Katze als "Chefin" akzeptieren, so viel ist sicher. Es gibt viele katzenfreundliche Hunderassen, darunter Labrador, Bernhardiner oder Mops. Dazu sind das Temperament und der Charakter beider maßgeblich.

Corona bleibt "solo"

Meine Katze macht ihrem Ruf als Diva alle Ehre. Schwer vorstellbar, dass sie ein anderes Haustier dauerhaft akzeptieren würde. Dazu genießt sie die uneingeschränkte Aufmerksamkeit, die wir als ihre Besitzer und nicht zu vergessen unser Briefträger ihr erweisen, viel zu sehr. Diese mit einem Hund zu teilen? Sicher nicht!

Zur Autorin

Sie lieben Katzen? Dann geht es Ihnen wie "Passion Author" Lilli Platzer, die uns in ihren Anekdoten an ihrem abwechslungsreichen Alltag mit ihrem flauschigen Vierbeiner teilhaben lässt. Und dabei mit ihren Erlebnissen so manchem Katzenbesitzer aus der Seele spricht.