Bauchspeicheldrüsenkrebs: So viel Alkohol erhöht das Risiko deutlich
- Studie und Ergebnisse
- Experten-Einschätzung
- Warum Bauchspeicheldrüsenkrebs so gefährlich ist
- Keine sichere Menge Alkohol
- Weitere Risikofaktoren
Neue Forschungsergebnisse zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Alkohol und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Eine internationale Auswertung mehrerer Langzeitstudien kommt zu dem Ergebnis, dass bereits geringe Mengen Alkohol das Risiko deutlich steigern.
Schon rund 24 Gramm Alkohol täglich, also etwa zwei kleine Gläser Bier oder Wein, reichen aus, um das Erkrankungsrisiko um bis zu 30 Prozent zu erhöhen. Damit gerät auch moderater Konsum stärker in den Fokus der Forschung.
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Alkohol und Risiko
Das Forschungsteam der University of Victoria hat zahlreiche Langzeitstudien ausgewertet und dabei zentrale Einflussfaktoren wie Alter, Rauchen und soziale Lage herausgerechnet.
Das Ergebnis ist eindeutig: Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto höher ist das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bei der neuen Studie wurden auch frühere Trinkgewohnheiten korrekt berücksichtigt, um Verzerrungen zu vermeiden.
Experten sicher: Alkoholbedingte Krebsart
Bislang führt die Weltgesundheitsorganisation bereits sieben Krebsarten, die mit Alkohol in Verbindung stehen. Die neuen Ergebnisse könnten diese Liste nun erweitern.
„Nach gründlicher Auswertung der vorliegenden Daten sind wir überzeugt, dass es Zeit ist, Bauchspeicheldrüsenkrebs in die Liste der alkoholbedingten Krebsarten aufzunehmen“, so Studienautor Tim Naimi.
Warum Bauchspeicheldrüsenkrebs besonders gefährlich ist
Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt als eine der aggressivsten Krebsarten überhaupt. Die Erkrankung wird oft spät erkannt, da frühe Symptome fehlen oder unspezifisch sind.
Die Überlebenschancen sind entsprechend gering: Nur ein kleiner Teil der Betroffenen überlebt die ersten Jahre nach der Diagnose. Umso wichtiger ist es, bekannte Risikofaktoren frühzeitig zu reduzieren.
Keine sichere Menge Alkohol
Nach aktuellem Stand gibt es keine unbedenkliche Menge Alkohol, betonen Fachgesellschaften. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, möglichst ganz auf Alkohol zu verzichten.
Wer seinen Konsum reduziert oder ganz darauf verzichtet, kann das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs und andere Krebsarten deutlich senken.
Weitere Risikofaktoren im Überblick
Neben Alkohol spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dazu zählen vor allem Rauchen, Übergewicht, ungesunde Ernährung und Diabetes Typ 2.
Auch genetische Veranlagung und das Alter erhöhen das Risiko. Die meisten Betroffenen sind bei der Diagnose über 65 Jahre alt.
Erhöht Alkohol das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Ja. Neue Studien zeigen, dass bereits regelmäßiger Konsum kleiner Mengen Alkohol das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs deutlich erhöhen kann.
Ab welcher Menge wird Alkohol kritisch?
Laut Forschung steigt das Risiko bereits ab etwa 24 Gramm Alkohol täglich – das entspricht ungefähr zwei kleinen Gläsern Bier oder Wein.
Gibt es eine sichere Menge Alkohol?
Nein. Fachgesellschaften gehen davon aus, dass es keine risikofreie Alkoholmenge gibt. Jeder Konsum kann das Krebsrisiko erhöhen.
Warum ist Bauchspeicheldrüsenkrebs so gefährlich?
Die Krankheit wird oft spät erkannt, da frühe Symptome fehlen. Dadurch sind die Heilungschancen gering und die Erkrankung verläuft häufig aggressiv.
Wie kann ich mein Risiko senken?
Wer auf Alkohol verzichtet, nicht raucht, sich ausgewogen ernährt und ein gesundes Gewicht hält, kann das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs deutlich reduzieren.
Quellen und weiterführende Informationen
International Journal of Alcohol and Drug Research : Studie zu Alkohol und Bauchspeicheldrüsenkrebs