Eine Rolex als Wertanlage: Worauf ist zu achten?

Es ist faszinierend, worin man - abgesehen von Aktien - alles investieren kann: Handtaschen, Kunst, Whiskey, Überraschungseier oder folgende Actionfiguren:

  • Eine unverpackte „Lieutenant (JG) Worf Actionfigur“, von Bandai-Playmates, in der roten Uniform mit der goldenen Schärpe, so wie sie in Staffel 1 von „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ aussah, schlägt bei eBay mit 1.371,23 Euro und offenbar noch 50,79 Euro Versandkosten zu Buche.
  • Eine „unbenutzte Sideshow“-Figur von Seven of Nine aus Star Trek Voyager, im silbernen Outfit, kostet 1.621,03 Euro.

Und was für Actionfiguren (Worf) oder Aufsteller von Seriencharakteren im Maßstab 1:4 (Seven of Nine) gilt, trifft erst recht auf Rolex zu.

Was macht eine Rolex als Wertanlage aus?

  1. Wo Nachfrage besteht, gibt es auch ein Angebot - so funktioniert der Markt. Bei Rolex-Uhren kommt hinzu, dass Herstellung, Materialien und deren Verarbeitung den Wert ausmachen.
  2. Die Konditionen. Der Uhrenhersteller gibt auf den Kauf einer Sportuhr aus seinem Sortiment, gefertigt in Stahl, keinen, oder nur wenig Rabatt. Darüber hinaus erhöht Rolex die Preise. Und: Alle Sportmodelle als Rolex sind Klassiker mit maximal leichter Anpassung.

Die besten Rolex-Modelle als Wertanlage

In welches Modell sollte man nun sein hart erarbeitetes Geld investieren? Die Datejust? Die Sky-Dweller? Oder doch eher die Oyster Perpetual? Hier einige einige Rolex-Uhren, die sich lohnen dürften.

Rolex GMT-Master II “Pepsi”

Was, es gibt eine Rolex, die nach einem Getränk benannt ist? Ja! Der Name hat jedoch mehr mit dem Aussehen zu tun, denn die Uhr beinhaltet eine rot-blaue Keramik-Lünette. Sie ist aus Stahl gefertigt und verfügt über ein Jubilé-Band.

Angebote gibt es unter unter www.chrono24.de/rolex/pepsi--imod2757.htm zu finden.

  • Listenpreis: 9000 Euro
  • Wiederverkaufswert: 14.000 Euro

Zur Uhr gibt es seit 2018 eine Warteliste.

Rolex Cosmograph Daytona

Bei dieser Uhr handelt es sich um den einzigen Chronografen der Firma. Sie begann ihren Siegeszug als ein Ladenhüter. Bis eines Tages ein Exemplar dem Schauspieler Paul Newman von seiner Schauspielkollegin und späteren Ehefrau namens Joanne Woodward geschenkt wurde. Durch Newman wurde die Uhr weltweit zum begehrten Sammlerobjekt, da er sie auf etlichen Bildern trug. Heutiger Wiederverkaufswert? Zwischen 25.000 und 50.000 Euro.

Rolex GMT-Master II “Batman”

Und wieder ein kurioser Name. Was hat „Batman“ mit Rolex zu tun? Trägt der dunkle Ritter diese Uhr? Oder verwendet Batmans Alter Ego Bruce Wayne sie? Dann müsste sie aber eigentlich „Rolex GMT-Master II Wayne“ heißen. Nein – es liegt an der Farbgebung. Die Lünette ist in Blau (von 6 bis 16) und Schwarz (von 18 bis 4) gehalten, nutzt also die Farbikonografie des Superheldencharakters. Der Investitionsgewinn beträgt aktuell ca. 5.000 Euro.

Rolex Explorer II

Eines der beliebten Sammlermodelle. 1971 am Markt positioniert, 2011 dann die Neuauflage. Aufgrund ihres Alters wird auf technische Neuerungen und sonstige Wechsel spekuliert. Das, und die Tatsache, dass die Uhr im Fall eines neuen Modells nicht mehr verfügbar sein könnte, macht sie für Sammler so interessant.

Worauf ist beim Kauf einer Rolex als Wertanlage zu achten?

Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass man eine echte Rolex erworben hat. Für die Identität als Wertanlage sind also, abgesehen von der Echtheit, folgende Punkte ausschlaggebend:

  • Papiere
  • Zustand
  • Vollständige Box

Die Garantiekarte mit dem Ländercode LC100 erleichtert den Verkauf. Dieser Code sagt aus, dass die Uhr aus Deutschland kommt, was bei Fragen bezüglich der Einfuhrumsatzsteuer hilfreich sein kann. Sollte man im Ausland kaufen, wird die deutsche Mehrwertsteuer – inklusive etwaiger Zollgebühren – fällig. Bei einem Uhrverkauf innerhalb eines Jahres fällt eine Gewinnversteuerung an.

Kann man die Rolex tragen oder soll sie besser in den Safe?

Nein, die Uhr sollte man tragen. Nicht nur, weil sie einen alltäglichen Nutzen als Zeitanzeiger hat, sondern auch, weil ein Wertzuwachs von circa 5 Prozent je Jahr möglich ist. Dazu sollte sie zehn Jahre getragen werden und anschließend verkauft werden, ohne einen Service oder eine Wartung in Anspruch genommen zu haben.

Fazit

Wertanlagen können einfach nur eine spaßige Sache sein – oder als Notgroschen verwendet werden. In den aktuellen Zeiten dürfte zumindest das keine schlechte Idee sein.

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Autor: Weekend Online, 28.03.2022