Vorsicht! Diese Mode kann krank machen

Zu eng, zu synthetisch, zu luftig oder zu wenig atmungsaktiv: Diese Mode sollte nur dosiert getragen werden.
Autor: Ute Daniela Rossbacher, 10.12.2021 um 10:55 Uhr

Sexy, cool, figurformend: Manche Kleidungsstücke haben einfach das gewisse Etwas und kommen daher nie aus der Mode. Selbstbewusster machen sie uns außerdem. Warum sie also nicht so oft als möglich anziehen? So groß die Versuchung auch ist, ist Vorsicht geboten. Denn so manche Mode kann schmerzhafte chronische Leiden nach sich ziehen. Welche Outfits nicht täglich getragen werden sollten.

Skinny Jeans

Wer sie liebt, dem können Skinny Jeans nicht eng genug sein. Gerne werden sie auch eine Kleidergröße kleiner gekauft, um Po und Bein noch effektvoller zu betonen. Wer beruflich viel sitzt oder sie obendrein zu engem Schuhwerk oder synthetischen Strümpfen kombiniert, tut des Guten zu viel. Besenreiser bzw. Krampfadern werden ebenso gefördert wie chronische Magen-Darm-Beschwerden und Sodbrennen, vor allem, wenn die Hosen taillenhoch sind und den Bauch „einschneiden“. Zum Ausgleich verdienen sich die Beckenregion und die Beine größtmögliche Bewegungsfreiheit, atmungsaktive, locker sitzende Naturmode und Socken aus Bio-Baumwolle, die nicht einschneiden.

Synthetische Unterwäsche

Um sie täglich oder ganztägig zu tragen, dafür sind Spitzenhöschen, String-Tangas oder hautenge Männerslips aus synthetischen Textilien wenig geeignet. Blasenentzündungen oder Pilzinfektionen können die unangenehme Folge sein. Um Keimen gar nicht erst den Nährboden zu bieten, ist es ratsam, im Alltag auf Baumwollunterwäsche zu setzen, nicht zuletzt des Tragekomforts wegen, und sich Unterwäsche aus Kunstfaser für besondere Anlässe aufzuheben.

Bauchfreie Shirts & Shorts

An den heißesten Tagen des Jahres bauchfrei sowie Shorts zu tragen, um den Luftzug auf der Haut zu spüren, ist eine Wohltat, zugegeben. Wird es zu zugig, können die Nieren und die Blase in Mitleidenschaft gezogen werden und schmerzhafte Entzündungen im Nierenbecken oder Unterleib die Folge sein. Bei Wind oder Zugluft daher die Körpermitte besser bedecken.

Enges Schuhwerk

In puncto Fußgesundheit geht nichts über geschmeidige, natürliche Materialien, die temperaturausgleichend und atmungsaktiv sind und die Beweglichkeit des Fußes so wenig als möglich einschränken. Beim Kauf ist falsche Eitelkeit fehl am Platz: Bei klein geschnittenen Schuhen gerne zu einer halben bis zu einer ganzen Nummer größer greifen. Eingewachsenen Zehennägeln, Hühneraugen, Warzen und schmerzhaften Verformungen kann so effektiv vorgebeugt werden.

Enger Kragen

Die richtige Kragenweite ist buchstäblich beim Kauf von Männerhemden gefragt. Wer seinen Hals einengt, riskiert Durchblutungsstörungen, Migräne und Augenleiden.

Push-up BHs

Unsere Schultern und unser Rücken haben im Alltag einiges zu stemmen, umso wichtiger, dass der BH nicht noch zusätzlich für Belastungen sorgt. Ist er zu klein oder sitzt er zu eng, wie es bei Push-up-Modellen gewünscht ist, wird das empfindliche Brustgewebe gequetscht. Schneiden sich die Träger zusätzlich in die Schultern, riskiert man schmerzhafte Verspannungen und Fehlstellungen. Neben professioneller Beratung in Fachgeschäften ist es entscheidend, an sich richtig Maß zu nehmen. Der BH sitzt richtig, wenn er keine Druckstellen hinterlässt und den Tragekomfort fördert.

Niemand braucht sich modische Trends zu verkneifen, wenn er Lust darauf hat, sich darin cooler und selbstbewusster fühlt. Aber eben auch in puncto Mode gilt wie in allen Dingen: Mit Maß und Ziel. Dann braucht unser Körper nicht zu leiden.