Gesundes Raumklima für Babys und Kinder

Natürliche Böden

Ein geölter oder lasierter Parkettboden erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, ist aber vor allem im Kinderzimmer nicht unbedingt ideal, da er anfällig für Kratzer oder Wasserschäden ist. Eine Alternative wäre beispielsweise Kork: funktional, allerikafreundlich und kann mit emissionsarmen Naturharzklebern verlegt werden. Eine andere, jedoch kostenintensivere, Öko-Variante ist Linoleum, das häufig bei Böden in Schule und Kindergärten zum Einsatz kommt. Das Naturmaterial ist robust, rutschfest, leicht zu reinigen und frei von Schadstoffen. Sofern möglich, sollte auf PVC-Böden mit Weichmachern verzichtet werden.

Ökologische Wandfarben

Die Wände des Kinderzimmers streicht man am besten mit baubiologischen Anstrichen, die der Wand die Möglichkeit zum Atmen geben, sich elektrostatisch nicht aufladen und durchlässig für Wasserdampf sind. Dazu gehören beispielsweise natürliche Kalk- und antibakterielle Silikatfarben. Außerdem gibt es spezielle „Abschirm-Anstriche“, die unter der Farbe angebracht werden und Elektrosmog verringern sollen.

Tapete: Papier statt Vinyl

In Vinyltapeten verstecken sich Weichmacher und Formaldehyd, die unter Umständen Allergien auslösen können. Ersetzen kann man sie durch Papiertapeten, die nicht nur optisch gut aussehen, sondern auch weit weniger belastet sind und mit einem Spezialkleber gut angebracht werden können.

Baby-Bett | Credit: iStock.com/LSOphoto

Vollholz-Möbel und natürliche Textilien

In Spanplatten, Beschichtungen und Klebern verbergen sich häufig Schadstoffe, die negativ auf das Raumklima wirken – die Belastung bei Vollholzmöbeln ist in der Regel geringer. Aktuell im Trend ist Zirbenholz: Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken beruhigend auf den Körper. In puncto Bettwäsche, Decken, Vorhänge & Co. sind Baumwolle, Leinen und Schafwolle für das Kinderzimmer am besten geeignet. Polyester-Stoffe sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Das perfekte Bettchen

Damit der Nachwuchs seine Schlummerstunden genießen kann, greift man optimalerweise zu einem Bett mit metallfreiem Gestell, stabiler Matratze und hochwertigem Lattenrost, der für die Belüftung und Entfeuchtung eine wichtige Rolle spielt. Geeignet sind auch lackierte Holzbetten, sofern der verwendete Lack den EU-Auflagen entspricht. Zudem sollte das Bettchen etwa 50 Zentimeter hoch sein, da sich Richtung Boden mehr Staub sammelt. Babys mögen es übrigens beim Schlafen eher kühl. Das Bett sollte daher keinesfalls neben einem Heizkörper stehen und heizen sollte man erst, wenn die Raumtemperatur unter 18° C fällt.

Die Luft reinigen

Wie beim Elternschlafzimmer sollte darauf geachtet werden, dass das Babyzimmer stets trocken, gut gelüftet und nicht zu warm ist. Ein hochwertiger Luftreiniger mit Filter entfernt optional unerwünschte Partikel, in Kombination mit Ventilatorfunktion wird eine gesunde Luftzirkulation erzeugt.

Teddybär, Puppe & Co.

Plastik kann natürlich nicht gänzlich vermieden werden, bei Kuscheltieren und Spielzeug sollte man jedoch zu Kunststoffen aus chlorfreien Kohlenwasserstoffen oder Polypropylen greifen. Einige Läden bieten gezielt gesundes und faires Spielzeug an. Vermeiden sollte man auf alle Fälle PVC und andere gefährliche Stoffe, die Schadstoffe an die Luft abgeben.

Spielen im Kinderzimmer | Credit: iStock.com/LeManna
Autor: Simone Reitmeier, 20.05.2021