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Verzweifelte Schülerin beim Lernen vor einer Tafel mit Formeln
Wenn die Noten Sorgen machen: Mit dem richtigen Lernplan lässt sich in der Schule noch einiges aufholen.
Wenn die Noten Sorgen machen: Mit dem richtigen Lernplan lässt sich in der Schule noch einiges aufholen.
Volodymyr TVERDOKHLIB/Shutterstock

Schlechte Noten: So rettest du dein Zeugnis

17.09.2026 um 13:29, Conny Engl
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Schlechte Noten in Mathe, Englisch oder anderen Fächern? Mit diesem Notfallplan kannst du gezielt lernen, Punkte sammeln und deine Noten verbessern.

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Nach einer schlechten Note geben viele entweder auf oder lernen plötzlich jeden Tag stundenlang alles durcheinander. Beides bringt wenig. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern der Plan. Frag dich: Wo verliere ich die meisten Punkte? Sind es Rechenfehler, Vokabeln, Textverständnis oder Prüfungsstress? Erst wenn du das weißt, kannst du gezielt gegensteuern.

Noten-Notfallplan in 5 Schritten

1. Rechne deine Chancen aus: Schau nicht nur auf die schlechte Note. Welche Tests, Referate oder mündlichen Leistungen kommen noch? In vielen Fächern kannst du noch wichtige Punkte sammeln. Frag deine Lehrkraft offen, was bis zum Semester- oder Jahreszeugnis noch zählt.

2. Starte mit dem größten Hebel: Du musst nicht jedes Fach gleichzeitig retten. Beginne dort, wo dir mit überschaubarem Aufwand die meisten Punkte fehlen. Eine Note von Vier auf Drei zu verbessern, ist oft realistischer als überall gleichzeitig Bestnoten anzustreben. 

3. Lern genau das, was drankommt: Nicht das ganze Buch von vorne lesen! Markiere die Kapitel, die für den nächsten Test wirklich relevant sind. Alles andere kann warten. Wer gezielt lernt, spart Zeit und Energie.

4. Übe unter echten Bedingungen: Stell dir einen Timer und bearbeite Aufgaben ohne Handy, ohne Lösungen und ohne Unterlagen. Erst danach kontrollierst du deine Antworten. So merkst du sofort, wo du noch unsicher bist.

5. Kontrolliere deine Fehler: Falsch ist nicht gleich falsch. Hattest du einen Blackout? Hast du die Frage überlesen? Oder fehlt dir das Grundwissen? Schreib neben jeden Fehler kurz den Grund. Genau daraus entsteht dein persönlicher Lernplan.

Noten verbessern: Lern-Hacks, die Zeit sparen

Statt den Stoff fünfmal zu lesen, teste dich selbst. Decke die Lösung ab und versuche, sie aus dem Kopf zu erklären. Kannst du jemand anderem ein Thema verständlich erklären, hast du es meistens wirklich verstanden. Arbeite außerdem mit Farben – aber sinnvoll. Markiere nicht ganze Seiten bunt, sondern nur Formeln, Schlüsselbegriffe oder Merksätze. Zu viele Markierungen bringen genau das Gegenteil. Und: Leg das Handy außer Sichtweite. Jede kurze Ablenkung kostet mehrere Minuten, bis du wieder voll konzentriert bist.

Motivation, aber richtig

Nimm dir nicht vor: „Heute lerne ich drei Stunden.“ Starte stattdessen mit zehn Minuten. Oft ist der schwierigste Schritt nur der Anfang. Ist man einmal drin, lernt es sich deutlich leichter weiter. Belohnungen helfen ebenfalls: Erst lernen, dann Serie schauen, Freunde treffen oder zocken. Das macht den Lernblock überschaubar und motiviert.

Der Abend vor der Schularbeit

Jetzt wird nichts Neues mehr gelernt. Wiederhole deine schwierigsten Themen, schau dir deine häufigsten Fehler noch einmal an, pack deine Schultasche und geh rechtzeitig schlafen. Wer ausgeschlafen ist, kann Wissen deutlich besser abrufen als jemand, der bis Mitternacht über den Büchern sitzt.

Schülerin lernt abends am Laptop und wirkt erschöpft
Nachtschicht für die Schule? Rund ums richtige Lernen halten sich einige Mythen hartnäckig.

3 Irrtümer, die du vergessen kannst

„Ich lerne die ganze Nacht durch.“ Müde Gehirne machen mehr Fehler und vergessen schneller.

„Ich lese alles noch einmal.“ Lesen fühlt sich produktiv an – Üben bringt aber deutlich mehr.

„Jetzt ist sowieso alles egal.“ Selbst wenn eine Top-Note nicht mehr möglich ist, kann jede einzelne Leistung darüber entscheiden, ob am Ende ein Vierer oder doch ein Dreier im Zeugnis steht.

Schüler melden sich im Unterricht und arbeiten aktiv mit
Hand hoch! Wer im Unterricht aktiv mitmacht, kann wertvolle Punkte sammeln – und nebenbei zeigen, was er kann.

Tipp: Punkte-Booster

Nicht jede Verbesserung passiert bei einer Schularbeit. Oft entscheiden viele kleine Leistungen über die Endnote.

  • Melde dich früh im Unterricht, nicht erst, wenn du dir zu 100 Prozent sicher bist.
  • Gib jede Hausübung pünktlich ab. Auch kleine Leistungen zeigen Einsatz.
  • Frag nach, wenn du etwas nicht verstehst. Das wirkt interessierter als stillsitzen und hoffen.
  • Nutze Freistunden. Schon 20 konzentrierte Minuten in der Schule ersparen dir zu Hause oft eine Stunde Lernen.
  • Schreib dir offene Fragen sofort auf. Bis zum nächsten Unterricht hast du sie sonst meistens wieder vergessen.

Lerntipps für Nachprüfung und Schularbeit

Angela Schmidt, Lernquadrat Österreich
Angela Schmidt, Lernquadrat Österreich, im Weekend-Interview.

Interview mit Angela Schmidt, LernQuadrat Österreich

Welche drei Maßnahmen bringen kurz vor einer Nachprüfung erfahrungsgemäß am meisten? Haben Sie eine Art universellen Geheim-Lern-Tipp?
Schmidt: Wichtig ist, rechtzeitig mit dem Lernen zu beginnen und sich einen guten Plan bis zur Prüfung zu machen. Der wichtigste Tipp ist, in kleinen Portionen zu lernen und nicht stundenlang am Schreibtisch zu sitzen und auch auf Pausen nicht zu vergessen. Sehr hilfreich ist es, wenn man den Stoff selbst aktiv (in eigenen Worten) wiedergeben kann. Dann ist man bestens für die Prüfung vorbereitet.

Wie viel Einfluss haben Handy, Social Media und KI heute tatsächlich auf den Lernerfolg – Fluch oder Chance?
Schmidt: Social Media hat enormes Ablenkungspotenzial. Dabei ist Konzentration beim Lernen essenziell. Am besten legt man das Handy beim Lernen außer Sichtweite. So lenkt es am wenigsten ab. KI hat das Lernen massiv beeinflusst. Sie ist Fluch und Chance zugleich. KI kann sehr gut beim Lernen unterstützen. Ein gewisses Grundwissen muss jedoch da sein, um Ergebnisse auch richtig bewerten zu können. KI sinnvoll und überlegt eingesetzt, kann eine gute Unterstützung sein. Trotzdem müssen Kinder über ein gefestigtes Wissen verfügen. Denn bei der Prüfung sind sie auf sich allein gestellt.

Was raten Sie Jugendlichen, die das Gefühl haben: „Ich schaffe das sowieso nicht mehr“?
Schmidt: Mit einem guten Lernplan und mit Eifer ist die Nachprüfung zu schaffen. Am besten teilt man sich den Stoff in Häppchen ein. Man kann eine Themenliste erstellen, die man abhaken kann. So sieht man gleich, wie viel man schon geschafft hat. Wer allein nicht weiterkommt, sollte sich rasch professionelle Hilfe suchen. Denn mit Hilfe gelingt das Lernen schneller und einfacher als allein!

Wie können Eltern unterstützen?
Schmidt: Indem sie auf eine ruhige Lernumgebung achten und an die Faktoren denken, die das Lernen beeinflussen: ausreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft, gesundes Brainfood, ausreichend Flüssigkeit. Eltern können aber auch als Lernpartner zur Verfügung stehen und mental unterstützen.

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