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Zwei junge Damen - eine mit langem blonden Haaren, eine mit langem dunklem Haar - arbeiten an einer Kreissäge. Beide tragen Schutzbrille und Arbeitskleidung. Eine hält Holzlatten, die andere schneidet ein Brett.
Laut der Wirtschaftskammer Österreich ist das Gewerbe und Handwerk mit rund 44.000 Lehrlingen die größte Lehrlingssparte des Landes.
Laut der Wirtschaftskammer Österreich ist das Gewerbe und Handwerk mit rund 44.000 Lehrlingen die größte Lehrlingssparte des Landes.
Robert Kneschke / shutterstock.com

Lehre im Handwerk: Warum sie Zukunft hat

15.09.2026 um 09:08, Andreas Hamedinger
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Welche Chancen bietet eine Lehre im Handwerk? Gefragte Berufe, Karrierewege, Meisterprüfung sowie EuroSkills und WorldSkills im Überblick.

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Bäcker, Tischler oder doch lieber Goldschmied? Wer sich für die Lehre in einem Handwerksberuf entscheidet, hat in Österreich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Doch wie steht es eigentlich um den Vibe des Handwerks? Ganz gut. Mehr als die Hälfte der jungen Menschen (51 Prozent) sieht laut der Ö3-Jugendstudie 2026 die besten Berufschancen in einer Lehre. Das hat gute Gründe. Mit einer Lehre musst du nicht jahrelang auf dein erstes eigenes Einkommen warten. Du verdienst vom ersten Tag an Geld, sammelst Berufserfahrung und lernst etwas, das dir später niemand mehr nehmen kann. Während andere noch überlegen, was sie nach der Schule machen wollen, bist du schon mittendrin und packst selbst an. Das Beste? Du siehst jeden Tag, was du geschafft hast.

Handwerksberufe sind modern und gefragt

Egal ob du ein Möbelstück baust, ein Brot bäckst, eine Frisur stylst oder eine Wärmepumpe installierst – am Ende des Tages kannst du mit Stolz sagen: Das habe ich gemacht! Dieses Gefühl ist schon ziemlich cool. Und falls du glaubst, Handwerk sei altmodisch, liegst du daneben. Viele Berufe arbeiten heute mit modernster Technik, digitalen Programmen und nachhaltigen Lösungen. Handwerk bedeutet längst nicht mehr nur Hammer und Schraubenzieher, sondern auch Hightech, Kreativität und jede Menge Know-how. Ein weiterer Pluspunkt: Deine Chancen auf einen Job stehen richtig gut. Gut ausgebildete Fachkräfte werden fast überall gesucht. Laut der Wirtschaftskammer Österreich ist das Gewerbe und Handwerk mit rund 44.000 Lehrlingen die größte Lehrlingssparte des Landes. Wer motiviert ist, findet in vielen Berufen einen sicheren Arbeitsplatz – und oft stehen dir nach der Lehre alle Türen offen.

Handwerk und KI: Diese Fähigkeiten bleiben gefragt

Auch beim Thema Künstliche Intelligenz brauchst du dir weniger Sorgen zu machen als in manchen anderen Berufen. KI kann vieles – Texte schreiben, Bilder erstellen oder Daten auswerten. Aber sie kann keine Wasserleitung reparieren, keinen Dachstuhl bauen oder Fliesen verlegen. Sie kann auch keine Haare schneiden, Schmuck anfertigen, ein Fenster einbauen, Torten verzieren oder ein Musikinstrument stimmen.

Lehrlingswettbewerbe: Zeig, was du kannst

Wenn du eine Lehre machst, kannst du dein Können jedoch nicht nur im Betrieb oder in der Praxis unter Beweis stellen, sondern auch bei Lehrlingswettbewerben. Dort treten die besten Nachwuchshandwerker ihres Berufs gegeneinander an und zeigen, was sie gelernt haben. Ob Tischlerei, Bäckerei, Elektrotechnik, Floristik oder Metalltechnik – in vielen Lehrberufen gibt es Wettbewerbe auf Landes- und Bundesebene.

Von Österreich zu EuroSkills und WorldSkills

Für dich kann die Teilnahme eine einmalige Erfahrung sein. Du kannst dein Talent unter Beweis stellen, dich mit anderen Lehrlingen messen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig stärkst du dein Selbstvertrauen und lernst, auch unter Zeitdruck konzentriert zu arbeiten. Viele Betriebe unterstützen ihre Lehrlinge dabei und sind stolz auf deren Erfolge. Wenn du bei Landes- oder Bundesbewerben besonders erfolgreich bist, hast du sogar die Chance, Österreich bei internationalen Berufswettbewerben wie EuroSkills oder WorldSkills zu vertreten. Dort messen sich die besten Nachwuchsfachkräfte Europas beziehungsweise der Welt. Österreich zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Nationen und gewinnt regelmäßig Medaillen in unterschiedlichsten Handwerksberufen. Und wer weiß – vielleicht bist du in einigen Jahren schon Europa- oder Weltmeister?

Karriere nach der Lehre: Meister, eigener Betrieb oder Studium

Eines ist jedenfalls richtig: Mit einer abgeschlossenen Handwerkerlehre beginnt deine berufliche Reise erst richtig. Als Fachkraft kannst du direkt ins Berufsleben einsteigen und wertvolle Praxiserfahrung sammeln. Viele Unternehmen übernehmen ihre Lehrlinge nach der Ausbildung und bieten attraktive Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Wenn du mehr Verantwortung übernehmen möchtest, kannst du dich zum Meister weiterbilden. Mit einer Meisterprüfung qualifizierst du dich für Führungsaufgaben oder kannst sogar deinen eigenen Betrieb gründen. Auch Spezialisierungen, etwa in neuen Technologien, Nachhaltigkeit oder Digitalisierung, eröffnen spannende Karrierechancen. Und dank der Berufsreifeprüfung oder einer Studienberechtigungsprüfung ist sogar ein Studium nicht ausgeschlossen.

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