Zug-Chaos: Pendler und Reisende müssen jetzt aufpassen
Inhalt
- Gute Nachrichten für Salzburg und den Pongau
- Fahrzeiten werden deutlich länger
- Änderungen bei Verbindungen nach Stuttgart
- ÖBB streichen wichtige ICE-Verbindung
- Bis zu 30 Minuten längere Fahrzeiten in Österreich
Auf Bahnreisende kommen ab Mitte Juni spürbare Veränderungen zu. Sowohl die Westbahn als auch die ÖBB passen ihre Fahrpläne aufgrund einer großangelegten Streckensperre in Deutschland an. Für viele Fahrgäste bedeutet das längere Reisezeiten, geänderte Verbindungen und teilweise sogar den Wegfall einzelner Halte.
Die Einschränkungen gelten ab dem 14. Juni und werden Reisende noch bis Dezember begleiten.
Gute Nachrichten für Salzburg und den Pongau
Zumindest auf einer wichtigen Strecke bleibt vieles beim Alten. Die Westbahn hält ihr bestehendes Angebot zwischen Wien und Salzburg weiterhin aufrecht. Dreimal täglich verkehren die Züge direkt von Wien in den Pinzgau und Pongau sowie retour.
Dabei werden weiterhin wichtige Bahnhöfe wie Zell am See und St. Johann im Pongau angefahren. Für Reisende in diese Regionen ändert sich daher vorerst wenig.
Fahrzeiten werden deutlich länger
Anders sieht es auf zahlreichen internationalen Verbindungen aus. Fahrten von und nach Innsbruck sowie München Hauptbahnhof verlängern sich laut Westbahn um bis zu 15 Minuten. Noch stärker betroffen sind Reisende nach Vorarlberg. Hier müssen Fahrgäste künftig bis zu 30 Minuten mehr Reisezeit einplanen.
Zusätzlich wird Lindau während der Bauarbeiten vorübergehend nicht mehr angefahren. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Verbindungen wieder aufgenommen werden.
Änderungen bei Verbindungen nach Stuttgart
Auch Reisende nach Stuttgart müssen sich auf Neuerungen einstellen. Die beiden täglichen Verbindungen verkehren künftig ohne Halt am Münchner Hauptbahnhof. Wer in München ein- oder aussteigen möchte, muss stattdessen auf die Bahnhöfe München Ost oder München Pasing ausweichen.
Auslöser für die umfangreichen Anpassungen ist eine Sperre der Deutschen Bahn zwischen Passau und Obertraubling bei Regensburg. Die Bauarbeiten dauern vom 14. Juni bis zum 12. Dezember 2026. Während dieser Zeit können zahlreiche internationale Züge nicht wie gewohnt verkehren.
ÖBB streichen wichtige ICE-Verbindung
Auch bei den ÖBB hat die Sperre erhebliche Auswirkungen. Besonders betroffen ist die ICE-Linie zwischen Wien und Nürnberg. Diese Verbindung fällt während der Bauarbeiten vollständig weg. Als zentrale Alternative nennen die ÖBB den Münchner Hauptbahnhof. Von dort sollen Reisende auf andere Verbindungen innerhalb Deutschlands umsteigen können.
Um die Auswirkungen abzufedern, erweitern die ÖBB ihr Angebot. Die Railjet-Express-Verbindung zwischen Wien, Linz, Salzburg und München bleibt im Zwei-Stunden-Takt bestehen, benötigt jedoch rund 15 Minuten länger.
Zusätzlich werden zwei weitere ICE-Verbindungen zwischen Wien, Salzburg und München angeboten. Dazu kommen drei zusätzliche EuroCity-Züge über Simbach am Inn nach München. Auch der Nightjet nach Hamburg und Amsterdam wird umgeleitet.
Bis zu 30 Minuten längere Fahrzeiten in Österreich
Die Einschränkungen betreffen nicht nur internationale Reisen. Auch innerhalb Österreichs verlängern sich zahlreiche Fahrzeiten. Zwischen Wien, Linz, Salzburg und Innsbruck rechnen die ÖBB mit rund 15 Minuten zusätzlichen Reisezeiten. Wer weiter ins Tiroler Oberland oder nach Vorarlberg fährt, muss mit Verzögerungen von bis zu einer halben Stunde rechnen.
Laut ÖBB liegt der Grund für die längeren Fahrzeiten in der massiven Mehrbelastung des Schienennetzes. Mehr als 120 Güterzüge pro Tag müssen während der Sperre über alternative Strecken geführt werden.