Zverev bricht Interview ab: Eklat nach French Open in Paris
Alexander Zverev hat einen Tag nach seinem Sieg bei den French Open ein Interview mit der französischen Sportzeitung „L'Équipe“ vorzeitig beendet.
- Stimmung bei Interview kippt
- Zverev weist Vorwürfe erneut zurück
- Außergerichtliche Einigung
- Interview wird nach kurzer Antwort beendet
- „L'Équipe“ thematisiert Interview-Abbruch
Das Gespräch findet während einer Autofahrt zu einem Fotoshooting statt. Zu Beginn verläuft das Interview noch in ruhiger Atmosphäre. Im weiteren Verlauf spricht der Journalist jedoch frühere Vorwürfe häuslicher Gewalt gegen den Tennisprofi an. Auslöser ist unter anderem ein Vorfall bei den US Open 2025, als eine Zuschauerin während eines Spiels gerufen hat: „Australien glaubt Olga und Brenda".
Zverev weist Vorwürfe erneut zurück
Die Vorwürfe stammen von zwei ehemaligen Partnerinnen. Olga Scharipowa hat 2020 angegeben, von Zverev misshandelt worden zu sein. Auch Brenda Patea hat Gewaltvorwürfe erhoben. Zverev weist beide Anschuldigungen zurück.
Zunächst reagiert er knapp. „Moment, zunächst mal ist es nicht diese Art von Interview“, sagt er. „Die Anschuldigungen wurden für falsch befunden.“
Außergerichtliche Einigung
Ein Verfahren aus dem Jahr 2024 wurde ohne Urteil beendet. Im Zuge einer außergerichtlichen Einigung hat Zverev eine Geldauflage in Höhe von 200.000 Euro akzeptiert. Ein Schuldeingeständnis liegt nicht vor, es gilt die Unschuldsvermutung. Das Gericht hat das Verfahren mit Zustimmung aller Beteiligten eingestellt, ohne eine Schuld festzustellen.
„Ich habe alles getan, was ich konnte und meine Unschuld wurde bewiesen“, so Zverev. In der Vergangenheit hat er bereits mehrfach erklärt, dass er das Thema als abgeschlossen betrachtet und keine weiteren Fragen dazu beantworten will.
Interview wird nach kurzer Antwort beendet
Im weiteren Verlauf lenkt der Journalist das Gespräch auf den Umgang der Medien mit den Vorwürfen. Hintergrund ist ein Artikel der „L'Équipe“ mit der Überschrift: „Zverev siegt: Eine Krönung, die die Vorwürfe der häuslichen Gewalt nicht verbirgt“.
Das wiederum passt laut dem Bericht von „L'Équipe“ auch einem im Auto anwesenden Agent nicht, der versucht, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken.
Auf eine anschließende Frage zu seinem Turnierplan antwortet Zverev: „Ich weiß es nicht.“ Kurz danach beendet er das Gespräch. „Ich denke, wir sollten aufhören, das ist besser“, sagt der 29-Jährige.
„L'Équipe“ thematisiert Interview-Abbruch
Die Zeitung greift den Abbruch des Gesprächs später selbst auf und stellt die Frage, ob man Zverev wie jeden anderen Grand-Slam-Sieger behandeln sollte.
Zverev wird in der gedruckten Ausgabe nicht wie üblich prominent auf der Titelseite platziert. Stattdessen erscheint er in kleiner Darstellung.