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Weißer Hai schwimmt im Meer vor der Küste Kaliforniens während El Niño.
in Weißer Hai schwimmt vor der Küste Kaliforniens. Wegen El Niño werden derzeit ungewöhnlich viele Tiere in Strandnähe gesichtet.
in Weißer Hai schwimmt vor der Küste Kaliforniens. Wegen El Niño werden derzeit ungewöhnlich viele Tiere in Strandnähe gesichtet.
Abbo / shutterstock.com

Weißer Hai: El Niño treibt Haie in Strandnähe

27.08.2026 um 13:58, Stefanie Hermann
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Ein Weißer Hai nur 15 Meter vom Ufer entfernt: Wegen El Niño werden vor Kalifornien derzeit bis zu 20 Weiße Haie pro Strand gesichtet.

Vor der Küste Kaliforniens häufen sich derzeit die Begegnungen mit Weißen Haien. An einzelnen Stränden registrieren Forscher täglich bis zu 20 Tiere. Einige schwimmen nur rund 15 Meter vom Ufer entfernt und tauchen sogar im hüfttiefen Wasser auf. Als Grund für die ungewöhnlich vielen Sichtungen gilt vor allem das Klimaphänomen El Niño.

Bis zu 20 Weiße Haie an einem Strand

Das Shark Lab der California State University Long Beach beobachtet die Bewegungen Hunderter markierter Weißer Haie vor Kalifornien. Derzeit fällt dabei vor allem die hohe Zahl der Tiere in unmittelbarer Küstennähe auf.

An manchen Stränden werden bis zu 20 Weiße Haie pro Tag registriert. Einzelne Tiere kommen dabei bis auf etwa 15 Meter an das Ufer heran. Badegäste und Surfer teilen sich damit teilweise das Wasser mit den Raubfischen, ohne diese überhaupt zu bemerken.

El Niño verändert den Lebensraum der Haie

Hinter dem ungewöhnlichen Andrang steckt laut Forschern vor allem El Niño. Das Klimaphänomen sorgt für wärmeres Wasser im östlichen Pazifik und verändert damit auch den Lebensraum der Weißen Haie.

Besonders Jungtiere, die normalerweise vor Mexiko und Südkalifornien unterwegs sind, weichen dem zu warmen Wasser aus und ziehen weiter nach Norden. Bereits im Februar haben Forscher junge Weiße Haie vor Kalifornien entdeckt. Normalerweise werden diese dort laut den vorliegenden Berichten erst im April oder Mai beobachtet.

Ein ähnliches Phänomen hat sich bereits beim starken El Niño 2015 gezeigt. Damals hat das Shark Lab zeitweise etwa doppelt so viele Weiße Haie entlang der kalifornischen Küste registriert.

Warum die Weißen Haie so nahe ans Ufer kommen

Dass sich insbesondere junge Tiere nahe an den Stränden aufhalten, hat noch einen weiteren Grund. Die flachen Küstengewässer Südkaliforniens gelten als eine Art Kinderstube für Weiße Haie. Dort finden die Jungtiere kleine Fische und Rochen als Nahrung und sind gleichzeitig besser vor größeren Artgenossen geschützt.

Durch das warme Wasser könnten die Haie heuer länger in Küstennähe bleiben und sich weiter nach Norden ausbreiten.

Trotz Hai-Boom kaum Interesse an Menschen

Die spektakulären Sichtungen bedeuten allerdings nicht automatisch eine größere Gefahr für Badegäste. Gerade junge Weiße Haie zeigen normalerweise kaum Interesse an Menschen.

Bemerkenswert sind dazu Drohnenbeobachtungen an zwei kalifornischen Hai-Hotspots: Während 97 Prozent der beobachteten Zeit haben sich Menschen und Weiße Haie gleichzeitig im Wasser befunden. Meist haben die Badegäste von ihren tierischen Nachbarn nichts bemerkt.

Gleichzeitig zieht das warme Wetter mehr Menschen ins Meer. „Während El-Niño-Phasen sind mehr Menschen im Meer, einfach um sich abzukühlen“, erklärt Chris Lowe vom Shark Lab. Trotz mehr Menschen und mehr Haien bleiben Bisse äußerst selten.

Quellen und weiterführende Informationen:

Shark Lab der California State University Long Beach: Forschung und Informationen zu Weißen Haien, ihrem Verhalten und ihren Bewegungen vor der kalifornischen Küste.

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