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Toter Buckelwal am Strand während einer Untersuchung im Fall Timmy und der DNA-Analyse.
Der tote Buckelwal am Strand: Neue DNA-Auswertungen sollen klären, ob es sich bei dem Tier tatsächlich um Timmy handelt.
Der tote Buckelwal am Strand: Neue DNA-Auswertungen sollen klären, ob es sich bei dem Tier tatsächlich um Timmy handelt.
APA-Images / dpa / Kai Moorschlatt

Timmy ist zwei Tiere: DNA-Rätsel um den berühmten Buckelwal gelöst

27.08.2026 um 13:41, Stefanie Hermann
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Erneute Rätsel um Timmy: Zwei DNA-Proben deuten auf unterschiedliche Tiere hin. Eine neue Analyse liefert nun 99,91 Prozent Übereinstimmung.

Der Fall um Timmy wird immer kurioser. Zwei DNA-Proben sollten eigentlich endgültig klären, ob der auf der dänischen Insel Anholt gefundene tote Buckelwal tatsächlich jener Wal ist, der zuvor aus der Ostsee Richtung Nordsee gebracht worden ist. Doch statt einer einfachen Antwort zu liefern, stiften die Untersuchungen zusätzliche Verwirrung: Die Proben scheinen von zwei unterschiedlichen Tieren zu stammen. Eine neuerliche Auswertung kommt allerdings zu einem völlig anderen Schluss.

Timmy sorgt mit DNA-Proben für Rätsel

Die Tierärztin Kirsten Tönnies lässt zwei Gewebeproben untersuchen. Die erste soll am 1. Mai während der Rettungsaktion vom lebenden Timmy genommen worden sein. Eine zweite stammt vom toten Buckelwal, der wenig später auf Anholt gefunden worden ist. Die Proben gehen für eine DNA-Untersuchung nach China.

Das Ergebnis sorgt für Aufsehen. Bei der Präsentation erklärt Tönnies mit Blick auf die beiden Datensätze: „Ich sehe da nicht einen gleichen Buchstaben.“ Auf die Frage eines Journalisten, ob es sich demnach um zwei verschiedene Tierarten handle, antwortet sie: „Genau.“

Zwei Tiere statt einem Timmy?

Wenn die Proben tatsächlich nicht zusammenpassen, könnte der tote Wal von Anholt ein anderes Tier sein. Tönnies sagt damals sogar: „Ich kann nicht ausschließen, dass Timmy noch lebt, finde das aber total unlogisch.“

Andere Fachleute äußern massive Zweifel an dieser Interpretation. Wal-Experte Fabian Ritter kritisiert die Präsentation deutlich. Sein Urteil fällt vernichtend aus: „Für mich ist das alles nicht ernst zu nehmen.“

Auch Tierärztin Anne Herrschaft, die Timmy während der Rettungsaktion täglich gesehen hat, ist überzeugt, dass es sich bei dem toten Tier um Timmy handelt. „Er hat Merkmale, die ich auf Anholt erkannt habe“, erklärt sie.

Neue DNA-Auswertung bringt die Wende

Schließlich beschäftigt sich Prof. Dr. Bertram Brenig, Genetiker an der Universität Göttingen, mit den vorhandenen DNA-Daten. Er vergleicht die Datensätze der beiden Proben bioinformatisch miteinander. Und plötzlich sieht das Ergebnis völlig anders aus.

Nach Anwendung der üblichen Qualitätsstandards stellt Brenig eine Übereinstimmung von 99,91 Prozent fest. Damit sprechen die analysierten Daten sehr deutlich dafür, dass beide Proben vom selben Individuum stammen.

Brenig untersucht nicht selbst die ursprünglichen Gewebeproben, sondern wertet die bereits vorhandenen Daten des chinesischen Labors aus. Über die tatsächliche Herkunft der ursprünglichen Proben kann er deshalb keine Aussage treffen. Die gelieferten Daten selbst werden jedoch als qualitativ gut beschrieben.

Timmy war außerdem ein Weibchen

Die neuerliche Analyse bestätigt außerdem, was man bereits wusste: Timmy war offenbar ein Weibchen.

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