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Ein Zug in Bayern auf den Gleisen.
300 Passagiere mussten evakuiert werden.
300 Passagiere mussten evakuiert werden.
EWY Media / Shutterstock.com

Stromausfall: 300 Personen aus Regionalzug evakuiert

25.05.2026 um 11:24, Weekend Redaktion
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Großeinsatz in Bayern: Ein Regionalzug mit 300 Fahrgästen blieb auf freier Strecke stehen. Die Passagiere mussten bei Hitze evakuiert werden.

Zu einem Großeinsatz ist es gestern in Oberbayern gekommen: Wie die Polizei berichtet, ist ein Regionalzug auf Höhe Stammham im Landkreis Eichstätt liegen geblieben. Grund war offenbar ein technischer Defekt am Zug.

Zwei Stunden im Zug ausgeharrt

Der Zug ist laut BR24 gegen 17.00 Uhr auf freier Strecke plötzlich stehen geblieben. Die Fahrgäste mussten bei hohen Temperaturen rund zwei Stunden lang im Zug bleiben, bis die Feuerwehr die Türen öffnete und sie aussteigen konnten.

Weitertransport über Autobahn A9

Für die Evakuierung des Zuges rückte ein Großaufgebot an Rettungskräften an, um die rund 300 Passagiere aus dem Zug zu holen. Zunächst brachten Helfer erste Fahrgäste zur benachbarten Autobahn A9. Für den Weitertransport per Bus wurde ein Fahrstreifen der A9 in Fahrtrichtung Nürnberg kurz nach der Anschlussstelle Ingolstadt-Nord gesperrt. 

Die Busse zur Weiterfahrt Richtung Nürnberg verlegten die Einsatzkräfte anschließend in die nahe Ortschaft Appertshofen. Die verbliebenen rund 250 Fahrgäste legten den etwa eineinhalb Kilometer langen Fußweg nach Appertshofen zu Fuß zurück, begleitet von den Helfern. Für Menschen, denen dieser Weg zu weit war, stellten das Bayerische Rote Kreuz und die Feuerwehr Fahrzeuge bereit, um sie zu den Bussen zu bringen.

Stromausfall direkt in Zug

Nach ersten Erkenntnissen lag die Ursache der Störung am Zug selbst. Beim Regionalzug war der Stromabnehmer defekt, nicht das Stromnetz. Die technische Störung konnte schließlich behoben werden.

Auswirkungen auf Fernverkehr zwischen München und Berlin

Der liegengebliebene Regionalexpress hatte auch überregional spürbare Folgen. Die ICE-Schnellstrecke Ingolstadt–Nürnberg bei Stammham nahe Denkendorf musste am Sonntagabend stundenlang gesperrt werden. Damit war die wichtige Hauptstrecke zwischen München und Berlin für den Fernverkehr erheblich beeinträchtigt. 

Ein nachfolgender ICE in Richtung Berlin musste wegen des blockierten Abschnitts zunächst nach Ingolstadt zurückfahren und wurde anschließend über Treuchtlingen umgeleitet. Weitere Fernverkehrsverbindungen wurden ebenfalls großräumig über Treuchtlingen geführt. Um 22.10 Uhr wurde die ICE-Strecke Ingolstadt–Nürnberg nach der Sperre wieder für den Verkehr freigegeben.

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