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Logo des österreichischen Baustoffhändlers Quester an einem Betriebsstandort in Wien, Symbolbild zur Insolvenz der Quester-Gruppe.
Quester: Nach dem gescheiterten Sanierungsversuch steht nun auch die Holding vor dem Konkurs.
Quester: Nach dem gescheiterten Sanierungsversuch steht nun auch die Holding vor dem Konkurs.
APA-Images / Weingartner-Foto

Quester meldet Konkurs: Rettung endgültig gescheitert

21.01.2026 um 11:37, Stefanie Hermann
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Die Quester-Holding hat Konkurs beantragt. Nach dem Scheitern der Investorengespräche ist die Sanierung des Baustoffhändlers endgültig gescheitert.

Das Sanierungskapitel der traditionsreichen Quester-Gruppe ist abgeschlossen. Wie der Kreditschutzverband KSV1870 bekanntgibt, hat die Quester Holding GmbH ein Konkursverfahren beim Handelsgericht Wien beantragt. Der Verband rechnet mit einer raschen Eröffnung des Verfahrens.

Beteiligungsgesellschaft ohne eigene Geschäfte

Die Quester Holding fungierte ausschließlich als Eigentümerin der Quester Baustoffhandel GmbH und hielt deren Anteile zu hundert Prozent. Eigene operative Tätigkeiten bestanden nicht, die Gesellschaft hatte damit eine reine Beteiligungsfunktion innerhalb der Unternehmensgruppe. Laut Schuldnerangaben bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 16,4 Millionen Euro – hauptsächlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Drei Gläubiger sind betroffen.

Sanierung gescheitert

Die Insolvenzursachen liegen laut Angaben der Schuldnerin in den gescheiterten Verhandlungen mit einem potenziellen Investor. Geplant war ein Anteilserwerb durch diesen Investor, verbunden mit einem Forderungsverzicht der Altgesellschafter, um die Restrukturierung der gesamten Quester-Gruppe zu ermöglichen. Diese Gespräche kamen jedoch zu keinem Abschluss. Damit ist auch der Sanierungsplan für die Quester Baustoffhandel GmbH hinfällig.

„Im Sanierungsverfahren der Quester Baustoffhandel GmbH wird daher der Sanierungsplan zurückzuziehen sein“, erklärt Tanja Schartel vom KSV1870. Der Kreditschutzverband betont, dass die vorliegenden Informationen noch nicht überprüft werden konnten, weist aber auf die unmittelbare Bedeutung für die Gläubiger und die Gruppe hin.

Traditionsbetrieb in der Krise

Quester, 1934 gegründet, zählt zu den bekanntesten Baustoffhändlern Österreichs. Das Unternehmen hatte bereits im November 2025 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet. Rund 314 Beschäftigte bangen seither um ihre Arbeitsplätze. Der deutsche Eigentümer Callista Private Equity, der im Juni 2025 eingestiegen war, konnte den wirtschaftlichen Abwärtstrend nicht stoppen. In den vergangenen zwei Jahren verzeichnete Quester Verluste von insgesamt über 22 Millionen Euro, die Schulden belaufen sich auf mehr als 48 Millionen Euro.

Zukunft unklar

Mit dem Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens über die Holding steht fest, dass eine Fortführung der Gruppe in der bisherigen Form nicht mehr realistisch ist. Über die Zukunft des Baustoffhändlers entscheidet nun das Gericht und ein allfälliger Insolvenzverwalter, der in den kommenden Tagen bestellt werden dürfte.

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