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Lufthansa-Flugzeug im Landeanflug über Frankfurt – Evakuierungsflug nach Riad wegen Raketenangriffen und Sicherheitsgefahr abgebrochen.
Lufthansa-Maschine im Landeanflug: Ein geplanter Evakuierungsflug nach Riad wurde wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten kurzfristig abgebrochen.
Lufthansa-Maschine im Landeanflug: Ein geplanter Evakuierungsflug nach Riad wurde wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten kurzfristig abgebrochen.
Wirestock / iStock

Evakuierungsflug abgebrochen: Lufthansa stoppt Flug wegen Sicherheitslage

06.03.2026 um 13:52, Stefanie Hermann
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Ein Evakuierungsflug der Lufthansa nach Riad wurde wegen Raketenangriffen abgebrochen. Tausende Österreicher sitzen weiterhin im Krisengebiet fest.

Ein geplanter Evakuierungsflug der Lufthansa in die saudische Hauptstadt Riad ist kurzfristig abgebrochen worden. Die Maschine musste kurz vor dem Ziel umdrehen und landete stattdessen in Kairo. Währenddessen sitzen weiterhin tausende Europäer im Nahen Osten fest, darunter runter 17.000 Österreicher.

Evakuierung: Sicherheitslage stoppt geplante Rückholaktion

Der Evakuierungsflug war planmäßig gestartet, um gestrandete Reisende aus Saudi-Arabien nach Europa zurückzubringen. Kurz vor der Landung entschied der Kapitän in Rücksprache mit der Lufthansa-Zentrale, den Anflug abzubrechen.

Grund war die angespannte Sicherheitslage rund um den Flughafen Riad. „Sicherheit geht vor“, erklärt Lufthansa-Chef Carsten Spohr zum Abbruch des Evakuierungsflugs. Laut Angaben der Airline war der Flughafen zum Zeitpunkt des Anflugs vorübergehend gesperrt. Der Rückflug soll dennoch stattfinden, sobald sich die Lage vor Ort stabilisiert.

Raketen und Drohnen: Lage in Saudi-Arabien eskaliert weiter

Hintergrund für den abgebrochenen Evakuierungsflug sind neue militärische Angriffe in der Region. Saudi-Arabien meldete mehrere Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran.

Seit der Eskalation des Nahost-Konflikts kommt es immer häufiger zu Angriffen auf militärische Ziele und Infrastruktur. Auch der zivile Flugverkehr ist zunehmend betroffen. Mehrere internationale Airlines haben ihre Flüge in die Region bereits eingeschränkt oder kurzfristig umgeleitet.

Tausende Europäer gestrandet: Österreich organisiert Rückholflüge

Während Evakuierungsaktionen laufen, sitzen weiterhin tausende Europäer im Krisengebiet fest. Nach Angaben des österreichischen Außenministeriums sind derzeit rund 17.000 Österreicherinnen und Österreicher in der Region registriert.

Am Donnerstag konnten bereits 243 Personen aus Riyadh und 173 Personen aus Maskat mit organisierten Flügen sicher nach Österreich gebracht werden. Weitere Rückholaktionen laufen.

Das Außenministerium arbeitet dabei eng mit europäischen Partnern sowie dem Jagdkommando des Bundesheeres zusammen, um möglichst viele Menschen aus der Krisenregion auszufliegen. Wie schnell weitere Evakuierungsflüge möglich sind, hängt jedoch maßgeblich von der Sicherheitslage im Nahen Osten ab.

Quellen und weiterführende Informationen

Lufthansa: Informationen und Unternehmensmeldungen zum internationalen Flugverkehr und zu Sicherheitsentscheidungen bei Evakuierungsflügen. lufthansa.com

Österreichisches Außenministerium (BMEIA): Aktuelle Informationen zu Rückholaktionen und Reisewarnungen für den Nahen Osten. bmeia.gv.at

Reiseregistrierung der Republik Österreich: Registrierung für Österreicherinnen und Österreicher im Ausland, damit Behörden im Krisenfall Kontakt aufnehmen können. reiseregistrierung.at

Flightradar24: Live-Daten zu Flugbewegungen, Umleitungen und Flugverkehr weltweit. flightradar24.com

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