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Mann hält nach einem Einkauf im Supermarkt eine Rechnung in seinen Händen
Das Preisradar der Statistik Austria zeigt die Teuerung bei Lebensmittel.
Das Preisradar der Statistik Austria zeigt die Teuerung bei Lebensmittel.
industryview/iStock.com

Neues Tool: Teuerung ist jetzt online sichtbar

19.01.2026 um 14:10, Marcel Toifl
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Statistik Austria hat ein neues Preisradar vorgestellt. Die Datenbank soll Preisentwicklungen von Lebensmitteln transparent machen.

Statistik Austria hat am Montag ein neues Online-Tool vorgestellt. Das sogenannte Preisradar macht Preisveränderungen bei Lebensmitteln über einen längeren Zeitraum sichtbar. Die Datenbank richtet sich an Konsumenten sowie politische Entscheidungsträger. Ziel ist mehr Transparenz in einer Phase anhaltender Teuerung.

Datenbank geht online

Das Preisradar ist ab sofort auf der Website der Statistik Austria abrufbar. Es bildet Preisentwicklungen einzelner Lebensmittel ebenso ab wie jene ganzer Produktgruppen. Zusätzlich erlaubt das Tool internationale Vergleiche mit Deutschland, der Schweiz sowie dem Euroraum.

Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk erklärt bei der Präsentation: „Ziel der Datenbank ist ein schneller und kompakter Überblick über die Preissituation.“ Dafür seien bestehende Daten „übersichtlich und sinnvoll“ zusammengeführt worden.

So funktioniert das Preisradar

In der Datenbank sind gut 100 Lebensmittel erfasst. Darunter finden sich zahlreiche Produkte des täglichen Bedarfs wie Brot, Milch, Eier sowie verschiedene Obst- und Gemüsesorten. Nutzer können Preisentwicklungen einzelner Produkte verfolgen oder ganze Warengruppen analysieren.

Das Tool zeigt Preise auf drei Ebenen. Abgebildet werden Erzeugerpreise, Großhandelspreise sowie Einzelhandelspreise in den Geschäften. Auch Indizes wie Großhandels- oder Erzeugerpreise können verglichen werden.

Lebensmittel als Inflationstreiber

Die Veröffentlichung des Preisradars erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Teuerung. Laut Statistik Austria zählen Lebensmittel im vergangenen Jahr zu den wesentlichen Treibern der Inflation. Nur die Bereiche Wohnen, Wasser und Energie sowie Hotels und Restaurants liegen noch davor.

Statistik-Austria-Preisexpertin Alexandra Schindlar verweist auf deutliche Preissteigerungen. Besonders alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 16,8 Prozent. Milch, Käse und Eier haben um 5,1 Prozent zugelegt. Fleisch und Fleischwaren steiegen gegenüber 2024 um 4,4 Prozent.

Diskussion um Mehrwertsteuersenkung

Parallel zum Start des Preisradars läuft die politische Debatte über eine Senkung der Mehrwertsteuer auf bestimmte Grundnahrungsmittel. Vizekanzler Andreas Babler nennt unter anderem Milch, Butter, Eier, Brot, Gebäck sowie mehrere Obst- und Gemüsesorten.

Manuela Lenk äußert sich zurückhaltend zu möglichen Effekten. „Einschätzungen werden wir keine geben, weil wir das in den Zahlen sehen müssen“, sagt die Generaldirektorin. Auch Vertreter der Regierung verweisen auf laufende Abstimmungen.

Quellen und weiterführende Informationen

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