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Milchiger Himmel durch Saharastaub über Österreich mit diffuser Sonne und frühlingshaftem Wetter.
Der Saharastaub färbt den Himmel über Österreich milchig und sorgt für eine diesige Sonne während der milden Frühlingswetterlage.
Der Saharastaub färbt den Himmel über Österreich milchig und sorgt für eine diesige Sonne während der milden Frühlingswetterlage.
Elisabeth Schittenhelm / iStock

​Saharastaub über Österreich: Wetter bringt Sonne und Wärme

05.03.2026 um 16:33, Stefanie Hermann
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Saharastaub erreicht Österreich und sorgt für diesigen Himmel. Gleichzeitig bringt Hochdruck sonniges Frühlingswetter mit Temperaturen bis zu 19 Grad.

Ein stabiles Hochdruckgebiet bringt Österreich derzeit ruhiges und ungewöhnlich mildes Wetter. Gleichzeitig erreicht Saharastaub aus Nordafrika den Alpenraum und sorgt für einen leicht milchigen Himmel. Trotz der Staubpartikel bleibt das Wochenende überwiegend sonnig und vielerorts frühlingshaft warm.

Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen verbreitet Temperaturen zwischen 11 und 19 Grad. Vor allem im Westen und im Bergland wird es besonders mild.

Hochdruck bringt stabiles Frühlingswetter

Der aktuelle Wettertrend wird von einer ausgeprägten Hochdrucklage bestimmt. Sie sorgt über Österreich für trockene, stabile Luftmassen und viel Sonnenschein. Regen ist vorerst kaum ein Thema.

Tagsüber steigen die Temperaturen vielerorts deutlich über die für Anfang März üblichen Werte. Besonders in den westlichen Landesteilen und in föhnanfälligen Regionen kann sich bereits ein Hauch von Frühling bemerkbar machen.

Lediglich in einigen Tälern, Becken und im Donauraum startet der Tag stellenweise mit Nebel oder Hochnebel. Diese Felder lösen sich aber meist rasch auf, danach setzt sich verbreitet die Sonne durch.

Saharastaub sorgt für milchigen Himmel

Parallel zur warmen Wetterlage gelangt Saharastaub aus Nordafrika nach Mitteleuropa. Eine südwestliche Höhenströmung transportiert die Staubpartikel zunächst über die Iberische Halbinsel Richtung Alpenraum.

Der Effekt ist vor allem optisch sichtbar: Der Himmel wirkt zeitweise weißlich oder leicht gelblich, statt tiefblau. Besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang können dadurch intensive Farbspiele entstehen.

Auch auf Autos oder Fensterbänken kann sich der Saharastaub bemerkbar machen. Dabei handelt es sich um feine Partikel aus der Wüste, die sich langsam aus der Atmosphäre absetzen.

Für gesunde Menschen gilt der Staub in der Regel nicht als gesundheitlich problematisch, er verändert vor allem das Erscheinungsbild des Himmels.

Freitag und Samstag: Sonnig, aber leicht diesig

Am Freitag dominiert neben dem Saharastaub in weiten Teilen Österreichs sonniges Wetter. Frühnebel tritt nur vereinzelt auf und verschwindet meist rasch. Dünne Schleierwolken ziehen vor allem im Westen und Südwesten durch.

Der Saharastaub dämpft das kräftige Blau des Himmels etwas. Der Sonnenschein bleibt aber weiterhin dominant. Die Höchstwerte erreichen 11 bis 18 Grad, bei schwachem bis mäßigem Ost bis Südostwind.

Der Samstag beginnt erneut mit lokalen Nebelfeldern in Tälern und Becken. Nach deren Auflösung setzt sich wieder viel Sonnenschein durch. Der Saharastaub bleibt weiterhin in der Luft und sorgt für einen leicht diesigen Eindruck.

Mit 11 bis 19 Grad wird es vielerorts noch etwas milder als am Vortag.

Sonntag bringt mehr Wolken

Am Sonntag bleibt das Wetter zwar freundlich, aber nicht mehr ganz so strahlend sonnig. Neben Schleierwolken ziehen vor allem im Norden und Osten auch mittelhohe Wolkenfelder durch.

Regional kann der Südostwind spürbar auffrischen. Trotzdem bleibt es weiterhin mild mit Höchstwerten zwischen 11 und 18 Grad. Nebelfelder am Morgen lösen sich meist im Laufe des Vormittags auf.

Besonders warm im Westen und in Tirol

Vor allem im Westen Österreichs zeigt sich das Wochenende besonders frühlingshaft. In Tirol sorgt zusätzlich leichter Föhn für sehr milde Temperaturen. Dadurch kann die Luft dort noch etwas stärker erwärmt werden als in anderen Regionen. Lokal sind sogar Temperaturen um die 20 Grad möglich.

Im Süden Österreichs, etwa in Kärnten, der Steiermark und Osttirol, fällt dagegen der Einfluss des Saharastaubs stärker auf. Dort wirkt der Himmel häufiger diesig.

Höhepunkt des Saharastaubs am Wochenende

Die höchste Konzentration des Saharastaubs wird am Wochenende erwartet. Danach nimmt die Staubmenge in der Atmosphäre langsam wieder ab. Ab Montag könnte sich die Luft schrittweise klären. Kleinere Staubmengen können allerdings noch einige Tage in der Atmosphäre verbleiben.

Am insgesamt ruhigen und frühlingshaften Wettercharakter ändert das jedoch kaum etwas. Österreich erlebt damit eine ungewöhnlich milde Wetterphase zum Beginn des meteorologischen Frühlings.

FAQ: Saharastaub über Österreich

Was ist Saharastaub und wie gelangt er nach Österreich?

Saharastaub besteht aus feinen Sand- und Staubpartikeln aus der Wüste Nordafrikas. Durch starke Winde und bestimmte Wetterlagen werden diese Partikel mehrere Kilometer hoch in die Atmosphäre transportiert und mit südlichen Luftströmungen bis nach Mitteleuropa und Österreich getragen.

Warum wirkt der Himmel bei Saharastaub milchig oder gelblich?

Wenn Saharastaub in der Atmosphäre schwebt, streuen die Staubpartikel das Sonnenlicht. Dadurch verliert der Himmel sein kräftiges Blau und erscheint oft weißlich, gelblich oder leicht diesig. Besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang entstehen dadurch intensive Farbspiele.

Ist Saharastaub gesundheitsschädlich?

Für gesunde Menschen gilt Saharastaub in der Regel nicht als gefährlich. Die Partikel befinden sich meist in großer Höhe in der Atmosphäre. Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Allergien können bei hoher Staubkonzentration jedoch empfindlicher reagieren.

Warum sieht man Saharastaub oft auf Autos?

Die feinen Partikel des Saharastaubs können sich langsam aus der Luft absetzen. Besonders nach leichtem Regen oder bei sogenannter trockener Ablagerung bleibt ein feiner rötlicher Staubfilm auf Autos, Fenstern oder Terrassen zurück.

Wie lange bleibt Saharastaub über Österreich?

Die Dauer hängt stark von der Wetterlage ab. Meist bleibt Saharastaub nur einige Tage über Österreich in der Atmosphäre. Mit einer Änderung der Luftströmung oder durch Niederschläge wird der Staub wieder aus der Luft ausgewaschen oder weitertransportiert.

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