Ladegerät: Neue EU-Regel ab April 2026 – das ändert sich jetzt
- Ladegerät-Achtung ab April
- USB-C wird Pflicht – das steckt hinter der Regelung
- Ladegerät oft nicht mehr dabei
- Warum die EU eingreift
- Was man beim Kauf jetzt beachten muss
- Ladegerät muss beim Kauf mitgedacht werden
Ab Ende April 2026 gilt eine entscheidende Neuerung beim Ladegerät: Alle neu verkauften Laptops in der EU müssen verpflichtend über einen USB-C-Anschluss geladen werden können. Grundlage ist die Richtlinie 2022/2380, die den bisherigen Kabel-Dschungel endgültig beenden soll.
Damit wird ein einheitlicher Standard geschaffen, der den Alltag für Nutzer deutlich vereinfacht. Ein einziges Ladegerät reicht künftig für mehrere Geräte – vom Smartphone bis zum Notebook.
Ladegerät: USB-C wird Pflicht – das steckt hinter der Regelung
Die neue Vorgabe betrifft alle Laptops, die per Kabel geladen werden. Geräte mit mehr als 15 Watt Leistung müssen zusätzlich den Standard USB Power Delivery unterstützen.
Moderne Systeme nutzen dabei den erweiterten Standard USB-PD 3.1. Dieser ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 240 Watt. Damit können künftig sogar leistungsstarke Gaming-Laptops über ein einziges Ladegerät versorgt werden.
Ladegerät oft nicht mehr dabei: Das wird jetzt zum Problem
Für viele Käufer bringt die neue Regel auch einen Haken: Das Ladegerät wird künftig häufig nicht mehr im Lieferumfang enthalten sein.
Hersteller müssen zwar transparent angeben, ob ein Netzteil beiliegt, sind aber verpflichtet, auch Varianten ohne Ladegerät anzubieten. In der Praxis dürfte sich nicht zuletzt aus Kostengründen und Einnahmemöglichkeiten für die Hersteller vor allem die Version ohne Netzteil durchsetzen.
Das bedeutet: Wer noch kein passendes USB-C-Ladegerät besitzt, muss zusätzlich investieren. Für leistungsstarke Modelle können dafür schnell 40 bis 50 Euro oder mehr anfallen.
Mehr Ordnung, weniger Müll beim Ladekabel: Warum die EU eingreift
Hinter der Regel steht ein klares Ziel der EU: weniger Elektroschrott und mehr Nachhaltigkeit. Jährlich entstehen in Europa allein durch ungenutzte Ladegerät rund 11.000 Tonnen Müll. Durch den einheitlichen Standard können bestehende Netzteile länger und vielseitiger genutzt werden.
„Europäische Verbraucher sind schon lange genug frustriert über die inkompatiblen Ladegeräte, die sich in ihren Schubladen stapeln“, fasst EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zusammen.
Was man beim Kauf jetzt beachten muss
Wer sich ab sofort einen neuen Laptop kauft, sollte genau auf das passende Ladegerät achten. Entscheidend ist vor allem die benötigte Wattzahl:
Office-Laptops: meist 60 bis 65 Watt
Leistungsstarke Geräte: 90 bis 100 Watt
Gaming-Laptops: bis zu 240 Watt möglich
Ein zu schwaches Ladegerät kann dazu führen, dass der Laptop nur langsam lädt oder gar nicht richtig betrieben werden kann.
Ladegerät muss beim Kauf mitgedacht werden
Die neue EU-Regel macht das Ladegerät wichtiger denn je. Zwar bringt der einheitliche USB-C-Standard mehr Komfort und weniger Kabelchaos, gleichzeitig wird Zubehör zum entscheidenden Kostenfaktor.
Wer bereits ein starkes USB-C-Ladegerät besitzt, spart Geld. Alle anderen müssen beim Laptop-Kauf künftig genauer hinschauen.