Königspython gesichtet: Jogger macht kuriosen Fund am Bach
Inhalt
- Königspython: Jogger entdeckt exotisches Tier
- Experte vermutet Königspython
- Suche nach der Schlange läuft
- Keine akute Gefahr für Bevölkerung
Eine ungewöhnliche Entdeckung sorgt derzeit in der Steiermark für Aufsehen. Ein Jogger hat am Ufer des Schöcklbachs bei Weinitzen nahe Graz eine exotische Schlange entdeckt und fotografiert. Experten gehen davon aus, dass es sich um eine Königspython handelt, vermutlich aus einem Terrarium entkommen oder bewusst ausgesetzt. Seitdem läuft rund um den Fundort die Suche nach der Würgeschlange.
Königspython: Jogger entdeckt exotisches Tier
Der Vorfall ereignete sich am Samstag im Bereich des Sundlwegs beim Annagraben. Dort bemerkte ein Läufer die auffällige Schlange am Ufer des Schöcklbachs und hielt sie mit seinem Handy fest. Später zeigte er das Bild einem Bekannten, der sofort vermutete, dass es sich um keine heimische Art handeln könnte. Daraufhin wurde die Landeswarnzentrale informiert. Diese kontaktierte schließlich den Reptilien- und Amphibienexperten Werner Stangl, der das Foto genauer analysierte.
Experte vermutet Königspython
Auch wenn der Kopf des Tieres auf dem Bild nicht vollständig erkennbar ist, hält Stangl die Identifizierung für sehr wahrscheinlich. „Aufgrund des markanten Musters gehe ich stark davon aus, dass es sich um einen Königspython handelt“, erklärt der Experte.
Der Königspython zählt zu den ungiftigen Würgeschlangen und wird häufig als Terrarientier gehalten. Für Menschen gilt die Art grundsätzlich nicht als gefährlich. „Das Tier bewegt sich sehr langsam und ernährt sich vor allem von kleinen Säugetieren wie Mäusen“, erklärt Stangl weiter. Nach Einschätzung des Experten dürfte die Schlange entweder aus einem Terrarium entkommen oder absichtlich ausgesetzt worden sein.
Suche nach der Schlange läuft
Seit Bekanntwerden der Sichtung wird die Umgebung rund um den Schöcklbach abgesucht. Bisher fehlt allerdings jede Spur des Tieres. Der Experte geht dennoch davon aus, dass sich die Python weiterhin in der Nähe aufhält. Aufgrund ihrer langsamen Fortbewegung dürfte sie das Gebiet bislang kaum verlassen haben.
Stangl hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer die Schlange entdeckt, sollte laut dem Experten keinesfalls zu nahe herangehen. „Am besten Abstand halten, ein Foto machen und Experten verständigen“, lautet seine Empfehlung.
Keine akute Gefahr für Bevölkerung
Trotz der Aufregung versuchen Fachleute zu beruhigen. Laut Stangl besteht weder durch die mutmaßliche Königspython noch durch heimische Schlangenarten in Graz eine akute Gefahr. In der Region leben mehrere heimische Natternarten, darunter Ringelnattern, Äskulapnattern und Schlingnattern. Alle gelten als ungiftig.
„Menschen sind für Schlangen meist gefährlicher als umgekehrt“, betont der Experte. Gleichzeitig berichtet Stangl von einer steigenden Zahl an Notrufen wegen Schlangen-Sichtungen. Tatsächlich gehe die Population heimischer Reptilien jedoch eher zurück, da ihre Lebensräume zunehmend verbaut würden.