Kuwait: Mehrere US-Kampfjets abgestürzt
- Mehrere US-Kampfjets in Kuwait abgestürzt
- US-Soldaten überleben Absturz
- Absturz-Ursache unklar
- Kuwait und USA reagieren
- Nahostkonflikt breitet sich aus
In Kuwait sind am Montag mehrere amerikanische Militärflugzeuge abgestürzt. Das kuwaitische Verteidigungsministerium bestätigte, dass „mehrere US-Maschinen“ betroffen gewesen seien. Die Hintergründe werden derzeit untersucht.
Mehrere Jets in Kuwait abgestürzt
Die US-Kampfjets sind am frühen Morgen in der Region Al Jahra, rund 30 Kilometer westlich der Hauptstadt Kuwait-Stadt, abgestürzt. Videos, die von internationalen Medien verifiziert wurden, zeigten einen Jet im Sturzflug und einen Piloten, der sich mit dem Fallschirm rettete. Eine Untersuchungskommission wurde eingesetzt, um die Abläufe zu rekonstruieren.
Augenzeugenberichten zufolge ereignete sich einer der Abstürze wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam entfernt. Es sich um Maschinen des Typs F-15 oder F/A-18 handeln. Beide Flugzeugtypen sind sowohl bei US-Streitkräften als auch bei Kuwaits Militär im Einsatz.
US-Soldaten überleben Absturz in Kuwait
Nach Angaben der Behörden haben sämtliche Besatzungsmitglieder den Absturz überlebt. Kuwaitische Rettungskräfte und US-Soldaten sicherten die Absturzstellen und brachten die Piloten in Krankenhäuser. Laut Oberst Said al-Atwan, Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums, befinden sich alle US-Soldaten in „stabilem Zustand“.
Absturz-Ursache unklar
Die Hintergründe der Abstürze sind weiterhin Gegenstand von Ermittlungen. Offizielle Stellen halten sich bislang bedeckt, was mögliche technische Defekte oder äußere Einwirkungen betrifft.
Iranische Staatsmedien meldeten unterdessen, ein US-Flugzeug sei von iranischen Streitkräften getroffen worden. Für diese Behauptung liegen jedoch keine überprüfbaren Belege vor.
Aktuell mehren sich die Hinweise, dass es sich um einen unbeabsichtigten Abschuss durch eigene Abwehrsysteme handeln dürfte.
Kuwait und USA reagieren
Kuwait nahm umgehend Kontakt mit den US-Behörden auf, um die Lage zu koordinieren. Das US-Außenministerium rief amerikanische Staatsbürger im Land dazu auf, Schutzräume aufzusuchen und den Kontakt mit der Botschaft zu meiden. Washington und das Pentagon haben sich bislang nicht öffentlich geäußert.
Mehrere Golfstaaten berichteten in derselben Nacht von Abfangmaßnahmen gegen Drohnen und Raketen. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot sicherte den Golfstaaten Unterstützung bei der Verteidigung gegen weitere Angriffe zu.
Nahostkonflikt breitet sich bis Zypern aus
Die Abstürze ereigneten sich inmitten einer angespannten sicherheitspolitischen Lage im Nahen Osten. Nach koordinierten US- und israelischen Luftangriffen auf den Iran, bei denen laut Teheran mehrere hochrangige Vertreter und der Oberste Führer Ali Chamenei getötet wurden, reagierte der Iran mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte und verbündete Staaten in der Region. Kuwait, Bahrain und Katar meldeten in den vergangenen Tagen wiederholt Zwischenfälle im eigenen Luftraum. Auf Zypern wurde ein britischer Militärstützpunkt von einem Drohnenangriff getroffen.