Schwere Schäden: Gewitter zieht Spur der Verwüstung
Das Gewitter hat in Oberösterreich massive Schäden verursacht. Sturmböen, Starkregen und umgestürzte Bäume haben hunderte Einsätze ausgelöst und Infrastruktur sowie Stromversorgung schwer getroffen.
Gewitter zieht Spur der Verwüstung
Eine heftige Gewitterfront hat am Samstagabend weite Teile Oberösterreichs getroffen und massive Schäden verursacht. Sturmböen, Starkregen und umstürzende Bäume haben hunderte Einsätze ausgelöst. Insgesamt sind die Feuerwehren laut ersten Schätzungen rund 400 bis 450 Mal ausgerückt.
Besonders intensiv war die Lage zwischen 17:00 und 20:00 Uhr. In dieser Zeit hat die Gewitterlinie nahezu das gesamte Bundesland erfasst und für zahlreiche Notfälle gesorgt.
Hunderte Einsätze durch umgestürzte Bäume
Der Großteil der Einsätze hat sich auf umgestürzte Bäume konzentriert, die Straßen blockiert und teilweise schwere Schäden angerichtet haben. Rund 90 Prozent der Alarmierungen sind auf diese Ursache zurückzuführen.
Insgesamt sind bis zu 180 Feuerwehren mit mehreren tausend Kräften im Einsatz gestanden. Laut Feuerwehrangaben sind bis zu 5.000 Einsatzkräfte beteiligt gewesen.
Schäden an Gebäuden und Infrastruktur
Neben blockierten Straßen hat das Gewitter auch Gebäude beschädigt. In mehreren Orten haben starke Windböen Dächer abgedeckt oder beschädigt. In Gunskirchen hat die Feuerwehr ein beschädigtes Dach sichern müssen.
In Sattledt ist ein Baum auf mehrere Fahrzeuge gestürzt. Zudem ist ein Maibaum umgeknickt und hat für zusätzliche Gefahr gesorgt. Auch die Almtalbahn ist zeitweise blockiert gewesen.
Zehntausende Haushalte ohne Strom
Die Auswirkungen des Gewitters sind auch im Stromnetz deutlich spürbar gewesen. Umgestürzte Bäume haben zahlreiche Leitungen beschädigt.
Zeitweise sind zwischen 30.000 und 40.000 Haushalte ohne Strom gewesen. Besonders betroffen ist der Bezirk Kirchdorf gewesen. Die Energieversorger haben bis in die Nacht an der Wiederherstellung gearbeitet.
Einsätze bringen Systeme an ihre Grenzen
Die enorme Zahl an Notrufen hat teilweise auch technische Probleme ausgelöst. Mehrere Feuerwehren berichten von überlasteten Alarmierungssystemen.
Auch ausgelöste Sirenen haben in einigen Regionen für Verunsicherung gesorgt. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung hat jedoch nicht bestanden.
Auch andere Bundesländer betroffen
Nicht nur Oberösterreich ist von den Gewittern betroffen gewesen. In der Steiermark haben Sturmböen Dächer beschädigt und Straßen blockiert.
In Niederösterreich sind im Raum Amstetten rund 15 Einsätze gemeldet worden. Besonders bemerkenswert: Einige Feuerwehrleute sind direkt von einer Hochzeitsfeier ausgerückt, um umgestürzte Bäume zu beseitigen.
Keine Verletzten, aber Aufräumarbeiten dauern an
Trotz der massiven Schäden ist das Gewitter vergleichsweise glimpflich verlaufen. Nach bisherigen Informationen sind keine Verletzten gemeldet worden.
Die Aufräumarbeiten dauern jedoch vielerorts noch an und werden voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen.