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Einfahrt des britischen Royal-Air-Force-Stützpunkts Akrotiri auf Zypern mit Sicherheitsabsperrungen, Warnschildern und einem Einsatzfahrzeug.
Die britische Militärbasis auf Zypern wurde in der Nacht von einer Drohne getroffen.
Die britische Militärbasis auf Zypern wurde in der Nacht von einer Drohne getroffen.
APA-Images / REUTERS / Yiannis Kourtoglou

Angriff auf Zypern: Drohne trifft Militärstützpunkt

02.03.2026 um 08:10, Stefanie Hermann
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Am Sonntag wurde von Raketenangriffen des Iran auf Zypern berichtet. In der Nacht auf Montag wurde die britische Militärbasis von einer Drohne getroffen.

In der Nacht auf Montag hat eine Drohne den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf der Mittelmeerinsel Zypern getroffen. Der Vorfall ereignet sich im Zuge der anhaltenden Eskalation im Nahen Osten nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Verletzte werden keine gemeldet, der Sachschaden bleibt begrenzt. Bereits am Sonntag gab es unterschiedliche Meldungen, über iranische Raketen-Angriffe auf Zypern.

Angriff auf Zypern: Drohne trifft RAF-Basis Akrotiri

In der Nacht auf Montag ist es zum tatsächlichen Angriff auf Zypern gekommen. Angegriffen wurde die britische der Stützpunkt der Royal Air Force Akrotiri.

Die britische Regierung bestätigt, dass es sich bei dem Flugobjekt um eine unbemannte Drohne handelt. Die Basis habe „reagiert, um unsere Menschen zu verteidigen“, so das Verteidigungsministerium in London. Sicherheitskräfte haben das Gebiet weiträumig abgesperrt, Anwohner erhielten Warnmeldungen auf ihre Mobiltelefone.

Großbritannien: Iran startet Vergeltungsangriffe

Bereits am Sonntag hatte der britische Verteidigungsminister John Healey im Sender Sky News berichtet, der Iran habe zwei Raketen in Richtung Zypern abgefeuert. „Wir glauben nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet waren“, beschwichtigt Healey. Es handle sich um „wahllose Vergeltungsangriffe“ im Zuge der militärischen Auseinandersetzungen nach den Angriffen auf den Iran. Großbritannien beteiligt sich derzeit mit Einheiten in Bahrain und auf Zypern an der Abwehr feindlicher Raketen und Drohnen.

Die Royal Air Force nehme aktiv an regionalen Verteidigungsoperationen teil, bestätigt Premierminister Keir Starmer. Von Zypern aus starten regelmäßig Abfangjäger in Richtung östliches Mittelmeer, um Angriffe auf Israel oder andere Verbündete abzuwehren.

Zypern bestätigt Drohnen-Angriff

Die Regierung Zyperns hat die Berichte aus London mittlerweile bestätigt. "Um 12:03 Uhr Mitternacht ist ein unbemanntes Luftfahrzeug des Typs Shahed innerhalb der militärischen Anlagen der britischen Basen in Akrotiri eingeschlagen und hat geringfügige Sachschäden verursacht", so Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X. Der nationale Sicherheitsrat wurde einberufen. Gleichzeitig stellt Nikosia klar: "Unser Land beteiligt sich in keiner Weise und hat auch nicht die Absicht, Teil irgendeiner militärischen Operation zu werden."

Zypern zwischen Frontlinien

Die Mittelmeerinsel steht durch ihre besondere völkerrechtliche Situation im Zentrum der militärischen Aufmerksamkeit. Die beiden souveränen britischen Basen Akrotiri und Dekelia sind für Operationen im Nahen Osten strategisch bedeutsam. Schon in den vergangenen Wochen starteten von dort Flugzeuge, um iranische Drohnen abzufangen oder Verbündete zu unterstützen.

Explosion auf Zypern: Sorge vor weiterer Eskalation

Die Drohnenattacke auf Akrotiri verschärft die Sorge, der Konflikt könne sich zunehmend in Richtung Europa ausdehnen. Während London vor „zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen“ warnt, bemüht sich Nikosia, eine direkte Einbindung zu vermeiden. Beobachter sehen die Insel dennoch als potenziellen Nebenschauplatz einer gefährlichen regionalen Entwicklung.

Quellen und weiterführende Informationen

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