HiPP-Erpressung: 5 Gift-Gläser entdeckt – Angriff auf Babys bestätigt
- Gift in Babynahrung: Funde in drei Ländern
- Ein Glas noch im Umlauf: Polizei warnt Bevölkerung
- Erpressung offiziell bestätigt: Ermittlungsgruppe eingerichtet
- Großeinsatz der Behörden: Suche ausgeweitet
- Handel reagiert: Weitere Händler ziehen Produkte aus dem Verkauf
Der HiPP-Rückruf spitzt sich weiter zu. Nach Tagen der Unsicherheit ist nun klar: Hinter den manipulierten Produkten steckt tatsächlich eine Erpressung. Ermittler in Deutschland führen offiziell ein Verfahren wegen versuchter Erpressung, auch der Babynahrungshersteller selbst bestätigt den kriminellen Hintergrund.
In mehreren Ländern wurden bereits fünf manipulierte HiPP-Gläser entdeckt – alle waren mit Rattengift belastet.
Gift in HiPP-Babynahrung: Funde in drei Ländern
Die sichergestellten HiPP-Gläser stammen aus Österreich, Tschechien und der Slowakei. Laboruntersuchungen haben bestätigt, dass alle Produkte mit Giftstoffen versetzt waren.
Ein erstes Glas wurde im Burgenland entdeckt, weitere Funde folgten in den Nachbarländern. Die Behörden gehen aktuell davon aus, dass die Manipulation gezielt erfolgt ist.
Ein HiPP-Glas noch im Umlauf: Polizei warnt Bevölkerung
Trotz der bisherigen Sicherstellungen ist die Gefahr nicht gebannt. Nach aktuellem Stand könnte sich mindestens ein weiteres manipuliertes Glas noch im Umlauf befinden.
Die Polizei ruft daher zur Vorsicht auf: Verdächtige Produkte sollen keinesfalls konsumiert werden. Auffällige Merkmale sind unter anderem ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis, beschädigte Deckel oder ein fehlendes „Knack-Geräusch“ beim Öffnen.
Erpressung offiziell bestätigt: Ermittlungsgruppe eingerichtet
Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet und führt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen versuchter Erpressung gegen Unbekannt.
HiPP bestätigt, Opfer eines solchen Angriffs zu sein. Eine entsprechende Nachricht der Täter sei im März an ein Sammelpostfach gesendet worden und erst verspätet am 16. April entdeckt worden.
Großeinsatz der Behörden: Suche ausgeweitet
Die Ermittlungen laufen inzwischen international. Behörden in mehreren Ländern arbeiten eng zusammen, um die Hintergründe der Tat aufzuklären.
Parallel wird die Suche nach weiteren manipulierten Produkten intensiviert. In Österreich wurden unter anderem Krankenhäuser, Kindergärten und Pflegeeinrichtungen informiert, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.
Handel reagiert: Weitere Händler ziehen Produkte aus dem Verkauf
Neben dem Rückruf bei Spar reagieren nun auch andere Händler. Sowohl dm als auch die REWE-Gruppe haben betroffene Produkte vorsorglich aus dem Sortiment genommen.
Ziel ist es, jedes potenzielle Risiko für Konsumentinnen und Konsumenten auszuschließen.