Direkt zum Inhalt
Mehrere Gläser HiPP-Babynahrung der Sorte Karotte und Kürbis stehen dicht gereiht in einem Supermarktregal, während Ermittlungen wegen möglicher Manipulation und Erpressung laufen.
Mehrere Gläser HiPP-Babynahrung der Sorte Karotte und Kürbis stehen dicht gereiht in einem Supermarktregal, während Ermittlungen wegen möglicher Manipulation und Erpressung laufen.
Mehrere Gläser HiPP-Babynahrung der Sorte Karotte und Kürbis stehen dicht gereiht in einem Supermarktregal, während Ermittlungen wegen möglicher Manipulation und Erpressung laufen.
Cineberg / Shutterstock.com

HiPP: Erpresser fordern 2 Millionen – Das steht in der Droh-Mail

20.04.2026 um 11:59, Stefanie Hermann
min read
Eine Droh-Mail kündigt Gift in HiPP-Babynahrung an. Ermittler prüfen mögliche Erpressung, nachdem manipulierte Gläser entdeckt wurden.

Neue Entwicklungen zu möglichem Rattengift in HiPP-Babynahrung: Wie die Presse berichtet, deuten neue Hinweise auf einen möglichen Erpressungsversuch hin. Eine Droh-Mail soll bereits im März angekündigt haben, vergiftete Produkte in den Handel zu bringen. Eine offizielle Bestätigung durch Polizei oder Unternehmen steht derzeit noch aus.

Erpresser-Mail an HiPP: Zwei Millionen Euro Forderung

Laut Informationen der Presse ist die Erpresser-Mail bereits am 27. März beim Unternehmen eingegangen. Die Täter sollen 2 Millionen Euro vom bayrischen Babynahrungshersteller gefordert haben. Sollte die Summe nicht bis zum 2. April bezahlt werden, drohten sie, gezielt vergiftete HiPP-Gläser in Supermärkten zu platzieren.

Die Mail wurde demnach erst am 16. April gelesen. Zu diesem Zeitpunkt war die gesetzte Frist bereits seit rund zwei Wochen verstrichen.

Konkrete Drohung: Diese Orte nennen die Täter

In der Mail nennen die Täter konkrete Standorte: Tesco-Filialen in Brünn und Dunajská Streda sowie eine Interspar-Filiale in Eisenstadt. Genau in diesen Regionen wurden später verdächtige Gläser sichergestellt.

Die gezielte Nennung der Orte deutet auf ein geplantes und strukturiertes Vorgehen hin. Die Drohung aus der Mail deckt sich mit den Orten, an denen später tatsächlich manipulierte Produkte entdeckt wurden.

Im Burgenland wurde ein HiPP-Glas mit Rattengift nachgewiesen. Ein weiteres manipuliertes Produkt dürfte sich weiterhin im Umlauf befinden. Die Behörden gehen von einer anhaltenden Gefahrenlage aus.

Ermittlungen in mehreren Ländern

Behörden in Österreich, Deutschland, Tschechien und der Slowakei ermitteln gemeinsam. „Die Ermittlungen laufen auch in Deutschland, die wir nicht konterkarieren möchten“, erklärt Polizeisprecher Helmut Marban.

HiPP spricht von einem „externen kriminellen Eingriff“. Laut Unternehmen steht der Vorfall in keinem Zusammenhang mit Produktion oder Qualität der Babynahrung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung, aktuell steht die Gefahrenabwehr im Mittelpunkt.

Der Fall zählt zu den schwerwiegendsten bekannten Manipulationsdrohungen im Lebensmittelbereich der vergangenen Jahre. Behörden gehen derzeit davon aus, dass weiterhin ein konkretes Risiko besteht.

more