Nach Lkw-Brand: So lange bleibt der Gleinalmtunnel gesperrt
Inhalt
- Schäden nach Brand begutachtet
- Wichtige Technik beschädigt
- Arbeiten laufen auf Hochtouren
- Umleitung bleibt aufrecht
- Nordröhre bereits wieder geöffnet
Nach dem Lkw-Brand im Gleinalmtunnel auf der Pyhrn Autobahn (A9) dauern die Auswirkungen weiter an. Die ASFINAG rechnet damit, dass die betroffene Tunnelröhre in Fahrtrichtung Süden noch den gesamten Freitag gesperrt bleiben wird. Grund dafür sind umfangreiche Reparatur- und Sanierungsarbeiten nach dem Brand in den frühen Morgenstunden.
Schäden nach Brand begutachtet
Nachdem das Feuer gelöscht war, verschafften sich Experten der ASFINAG zunächst einen Überblick über das Ausmaß der Schäden. Dabei zeigte sich, dass die bauliche Struktur des Tunnels weitgehend intakt geblieben ist.
Lediglich einige kleinere Betonabplatzungen wurden im Bereich des Brandortes festgestellt. Deutlich stärker betroffen sind jedoch zahlreiche technische Einrichtungen, die für den sicheren Betrieb des Tunnels unverzichtbar sind.
Wichtige Technik beschädigt
Durch die enorme Hitze des Feuers wurden mehrere elektrotechnische Anlagen beschädigt. Betroffen sind unter anderem Kabelsysteme, Beleuchtungseinrichtungen, die Videoüberwachung sowie Teile der Brandmeldeanlage.
Genau diese Systeme sind für die Sicherheit im Tunnel essenziell und müssen vor einer Wiederöffnung vollständig überprüft beziehungsweise repariert werden.
Die ASFINAG hat deshalb unmittelbar nach der Schadensaufnahme mit den Sanierungsarbeiten begonnen.
Arbeiten laufen auf Hochtouren
Laut ASFINAG konzentrieren sich die Maßnahmen derzeit auf jene technischen Einrichtungen, die für einen sicheren Tunnelbetrieb zwingend erforderlich sind.
Die Reparaturen erfolgen nach Angaben des Autobahnbetreibers mit Hochdruck. Dennoch lässt sich derzeit noch nicht genau sagen, wann sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein werden.
Aus heutiger Sicht geht die ASFINAG davon aus, dass die Tunnelröhre Richtung Süden zumindest bis zum Abend gesperrt bleibt.
Umleitung bleibt aufrecht
Für Autofahrer bedeutet das weiterhin Umwege und längere Fahrzeiten. Der Verkehr wird nach wie vor über die S35 umgeleitet. Vor allem auf dieser Ausweichroute ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Besonders im Bereich Niklasdorf auf der S6 könnte es zu Verzögerungen kommen. Dort sorgt eine bestehende Baustelle für einen Gegenverkehrsbereich, der zusätzliche Wartezeiten verursachen kann.
Nordröhre bereits wieder geöffnet
Eine positive Nachricht gibt es dennoch. Die Tunnelröhre in Fahrtrichtung Norden konnte bereits gegen 8.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Dort waren die Schäden deutlich geringer.
Parallel zu den Reparaturarbeiten laufen derzeit auch die Abschleppmaßnahmen des ausgebrannten Lastwagens sowie weitere Aufräumarbeiten im Tunnelbereich.