George-App plötzlich down: Das steckte hinter der Störung
Für zahlreiche Bankkunden in Österreich begann der 1. September mit technischen Problemen. Die Banking-Plattform George der Erste Bank und Sparkassen war am Dienstagmorgen zeitweise nur eingeschränkt erreichbar. Betroffene konnten sich teilweise nicht anmelden, auf ihre Girokonten zugreifen oder Überweisungen durchführen. Auch die Anzeige von Kredit- und Debitkarten bereitete Probleme. Kurz vor 10 Uhr entspannte sich die Situation wieder.
Probleme beginnen bereits am frühen Morgen
Bei der Salzburger Sparkasse machten sich die Einschränkungen ab etwa 7.25 Uhr bemerkbar. Zahlreiche Kunden erhielten beim Öffnen der George-App eine Meldung, wonach die Plattform mit technischen Problemen zu kämpfen habe.
Auch bei Kunden der Erste Bank häuften sich ab etwa 7.30 Uhr Meldungen über Schwierigkeiten. Auf Störungsplattformen stieg die Zahl der Beschwerden innerhalb kurzer Zeit deutlich an. Betroffen waren Nutzer in ganz Österreich.
Die Salzburger Sparkasse bestätigte gegenüber Medien, dass es sich nicht um ein regional begrenztes Problem handelte. Die Zugriffe auf die App mussten aufgrund der außergewöhnlich hohen Belastung zeitweise eingeschränkt werden.
Konten und Karten zeitweise nicht sichtbar
Für die Betroffenen bedeutete die Störung teilweise erhebliche Einschränkungen. Einige Kunden konnten nicht auf ihre Konten zugreifen oder Überweisungen durchführen. In manchen Fällen wurden auch Kredit- und Debitkarten innerhalb von George beziehungsweise im digitalen Bereich vorübergehend nicht wie gewohnt angezeigt.
Gerade für Nutzer, die viele ihrer Bankgeschäfte ausschließlich über das Smartphone erledigen, sorgte der Ausfall für Ärger. George dient mittlerweile nicht nur zur klassischen Kontostandsabfrage, sondern unter anderem auch für Überweisungen, Kartenverwaltung und Freigaben von Bankgeschäften.
Die Banken wiesen während der Störung zudem darauf hin, den Status bereits beauftragter Transaktionen zu kontrollieren, falls es bei einer Freigabe zu einem unerwarteten Fehler gekommen war.
Ungewöhnlich viele Zugriffe auf George
Als Grund für die Probleme nannte die Salzburger Sparkasse ein außergewöhnlich hohes Nutzeraufkommen. Deshalb seien die Zugriffe auf George vorübergehend beschränkt worden.
Warum ausgerechnet an diesem Morgen besonders viele Kunden gleichzeitig auf die Plattform zugriffen, konnte die Bank nicht abschließend erklären. Als mögliche Erklärung wurde der Monatsanfang genannt. Zu Beginn eines neuen Monats kontrollieren viele Nutzer Gehaltseingänge, führen Überweisungen durch oder überprüfen Abbuchungen und Daueraufträge.
Eine darüber hinausgehende technische Ursache oder Hinweise auf einen Cyberangriff wurden von den Instituten nicht genannt.
Störung nach wenigen Stunden behoben
Im Laufe des Vormittags wurden die Zugriffsmöglichkeiten schrittweise wieder ausgeweitet. Kurz vor 10 Uhr meldeten erste Nutzer, dass George wieder normal funktionierte.
Auch die Salzburger Sparkasse bestätigte anschließend, dass die Störung behoben sei. Bei Erste Bank und Sparkassen wurde der entsprechende Warnhinweis in der App ebenfalls wieder entfernt.