Häftling (19) in Gefängnis getötet: 17-Jähriger gesteht Tat
- 17-Jähriger gesteht Tötung von Häftling
- Streit zwischen Häftlingen eskaliert in der Zelle
- Häftlinge teilen seit 7. August eine Zelle
- Mordverdacht nach Tod des 19-Jährigen
Ein 19 Jahre alter Häftling ist in der Justizanstalt Klagenfurt getötet worden. Unter Mordverdacht steht sein erst 17-jähriger Zellengenosse. Der Jugendliche hat die ihm vorgeworfene Tat mittlerweile gestanden. „Er ist zum Mordvorwurf geständig“, bestätigt Christian Pirker, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Nun werden auch Details bekannt, wie es zur tödlichen Eskalation gekommen sein soll.
17-Jähriger gesteht Tötung von Häftling
Der 17-jährige Häftling ist nach dem Tod seines Zellengenossen als Beschuldigter einvernommen worden. Dabei hat er laut Staatsanwaltschaft die Tat zugegeben.
Nach seiner Darstellung soll es bereits vor der Tat Probleme zwischen den beiden Insassen gegeben haben. Der Jugendliche behauptet zudem, dass ihm der 19-Jährige vor der tödlichen Auseinandersetzung gedroht habe.
Streit zwischen Häftlingen eskaliert in der Zelle
In der Nacht auf Dienstag ist die Situation schließlich eskaliert. In einer tätlichen Auseinandersetzung soll der 17-Jährige den 19-jährigen Häftling bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Anschließend soll er seinem Zellengenossen mit einem Einwegrasierer tödliche Schnittverletzungen am Hals zugefügt haben.
Häftlinge teilen seit 7. August eine Zelle
Die beiden jungen Insassen waren seit dem 7. August gemeinsam in einem Zwei-Personen-Haftraum der Justizanstalt Klagenfurt untergebracht. Nach Darstellung des 17-Jährigen soll es zwischen ihnen bereits zuvor wiederholt „Schwierigkeiten“ gegeben haben.
In der Justizanstalt sind derartige Vorfälle offenbar nicht dokumentiert. Laut Staatsanwaltschaft liegen keine Meldungen vor, wonach es zwischen den beiden Häftlingen zuvor zu Tätlichkeiten oder Körperverletzungen gekommen ist.
Mordverdacht nach Tod des 19-Jährigen
Nach dem gewaltsamen Tod des 19-jährigen Häftlings steht nun vor allem die Aufarbeitung der Geschehnisse in der Zelle im Mittelpunkt. Das Geständnis des 17-Jährigen bestätigt zwar, dass er die ihm vorgeworfene Tat zugibt. Seine Angaben zu den angeblichen Drohungen und den vorausgegangenen Schwierigkeiten werfen jedoch weitere Fragen auf.
Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Klagenfurt müssen nun die Hintergründe und den genauen Ablauf der Tat klären.