Ebola-Verdacht in Österreich: Zweiter Test bei Patientin bringt überraschende Wende
- Überraschende Wende im Ebola-Fall
- Behörden bestätigen Entwarnung
- Ursache wohl Reiseinfektion
- Umfassende Maßnahmen ausgelöst
- Ebola-Lage in Afrika
Nach Tagen der Unsicherheit gibt es im Ebola-Verdachtsfall in Österreich eine überraschende Wende: Auch der zweite Test bei der 19-jährigen Patientin ist negativ ausgefallen. Damit gilt eine Ebola-Infektion nun als ausgeschlossen.
Der Fall hat seit Donnerstag für große Aufmerksamkeit gesorgt, nachdem die junge Frau nach einer Reise aus Uganda mit Symptomen in ein Spital eingeliefert und später nach Wien überstellt worden ist.
Ebola zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Je nach Virusvariante verläuft die Erkrankung in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen übertragen.
Behörden bestätigen: Kein Hinweis auf Ebola
Die 19-jährige Oberösterreicherin ist erst vor wenigen Tagen aus Uganda nach Österreich zurückgekehrt. Das Land ist aktuell von einem Ebola-Ausbruch betroffen. Nach dem bereits negativen ersten Test haben die Behörden nun auch das zweite Ergebnis erhalten.
„Nachdem bereits der erste Test negativ ausgefallen ist, hat nun auch die zweite spezialisierte Laboruntersuchung keinen Hinweis auf eine Ebola-Infektion ergeben“, erklärt eine Sprecherin des Wiener Gesundheitsverbundes. Der ursprüngliche Verdacht ist damit ausgeräumt.
Ursache wohl schwere Reiseinfektion
Statt Ebola gehen die Ärzte nun von einer anderen Ursache aus. Laut Klinik deuten die bisherigen Ergebnisse auf mehrere Erreger hin, die zu einer schweren Magen-Darm-Infektion nach einer Auslandsreise passen. Solche Infektionen treten nach Fernreisen vergleichsweise häufig auf und können ähnliche Symptome wie schwerere Erkrankungen verursachen.
Die genaue Diagnose der 19-Jährigen wird aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht. Die junge Frau befindet sich weiterhin in ärztlicher Betreuung, ihr Zustand wird als stabil beschrieben. Sollten sich die Befunde bestätigen, könnte sie in den kommenden Tagen nach Oberösterreich zurückkehren und sich dort weiter erholen.
Ebola-Verdacht löste umfassende Maßnahmen aus
Der Verdachtsfall hat umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ausgelöst. Die Patientin wird unmittelbar isoliert, ein Absonderungsbescheid erlassen und auch enge Kontaktpersonen – darunter ihre Mutter – unter Quarantäne gestellt.
Die Behörden haben sich auf ein mögliches Ebola-Szenario vorbereitet und alle vorgesehenen Notfallmaßnahmen aktiviert.
Ebola-Ausbruch in Afrika bleibt angespannt
Auch wenn sich der Verdacht in Österreich nicht bestätigt hat, bleibt die Lage international angespannt. In Teilen Afrikas, insbesondere im Kongo und in Uganda, werden weiterhin Ebola-Fälle gemeldet. Die WHO fürchtet eine weitere Eskalation der Lage.