Ebola erreicht die WM: Teilnehmer sagt Trainingslager ab
- Kongo verlegt WM-Vorbereitung ins Ausland
- Testspiele bleiben bestehen
- Erste WM-Teilnahme seit 1974
- FIFA beobachtet Ebola-Lage
- Einreise zur WM trotz Einschränkungen
- Ebola-Ausbruch hat globale Folgen
Der Ebola-Ausbruch im Kongo hat nun auch direkte Auswirkungen auf die WM-Vorbereitung der Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo. Das Team hat ein geplantes Trainingslager sowie eine Abschiedsveranstaltung mit Fans in der Hauptstadt Kinshasa kurzfristig abgesagt.
Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen und wachsender Unsicherheit über die Ausbreitung des Ebola-Virus.
Kongo verlegt WM-Vorbereitung ins Ausland
Wie Teamsprecher Jerry Kalemo erklärt, findet die Vorbereitung auf die WM 2026 nun vollständig im Ausland statt. Auch Mitarbeiter des Teams sollen das Land zeitnah verlassen.
Ein genauer Ort für das neue Trainingslager wurde bisher nicht bekannt gegeben. Der Aufenthalt im eigenen Land wird vorerst aber vermieden.
Testspiele bleiben bestehen
Trotz der Änderungen im Trainingsplan sollen die geplanten Testspiele bestehen bleiben. Die Nationalmannschaft des Kongo trifft am 3. Juni in Lüttich auf Dänemark und am 9. Juni in Südspanien auf Chile.
Damit bleibt zumindest ein Teil der Vorbereitung auf die WM 2026 stabil.
Erste WM-Teilnahme seit 1974
Für die Demokratische Republik Kongo ist die Teilnahme an der WM 2026 ein historischer Erfolg. Erstmals seit 1974 hat sich das Team wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.
In der Gruppenphase trifft der Kongo auf Portugal, Kolumbien und Usbekistan.
FIFA beobachtet Ebola-Lage
Der Weltverband FIFA verfolgt die Entwicklung rund um den Ebola-Ausbruch aufmerksam. Man stehe in engem Kontakt mit dem kongolesischen Verband, um sicherzustellen, dass alle medizinischen und sicherheitsrelevanten Vorgaben eingehalten werden.
Einreise zur WM trotz Einschränkungen
Für Personen, die sich zuletzt im Kongo oder in Uganda aufgehalten haben, gelten teilweise Einreisebeschränkungen, etwa in die USA.
Für die Nationalmannschaft wurde jedoch eine Ausnahme bestätigt. Die Teilnahme an der WM 2026 ist damit nicht gefährdet. Für Fans gilt diese Sonderregelung allerdings nicht.
Ebola-Ausbruch hat globale Folgen
Ebola ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. Für den aktuell grassierenden Stamm gibt es keine Impfung oder gezielte medizinische Behandlung.
Der aktuelle Ebola-Ausbruch im Kongo und in Uganda hat bereits hunderte Verdachtsfälle und zahlreiche Todesopfer gefordert. Die Auswirkungen reichen nun bis in den internationalen Sport.